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Reinschauen: Fernsehbeiträge zu sozialpolitischen Themen

Der Staat zahlt Wohlfahrtsverbänden jährlich Milliarden für die Betreuung und Beschäftigung von Menschen mit Behinderungen. Ob die Gelder auch bestmöglich eingesetzt werden, prüft er allerdings nicht. So sind Missbrauch Tür und Tor geöffnet. Es geht um Betrug in Millionenhöhe. Der Betreiber eines Wohnheims und verschiedener Werkstätten zur Arbeitstherapie für Menschen mit einer Alkoholerkrankung soll laut Anklage Abrechnungsbetrug in fast 600 Fällen begangen haben. Da diese Menschen eine seelische Behinderung haben, hat der Landkreis die Kosten für das Wohnheim und die Beschäftigung bezahlt. Viele Jahre wurde nicht kontrolliert, was der Betreiber genau mit dem Geld gemacht hat. Erst nach einem Hinweis prüfte der Kreis nach und stellt fest, dass viel zu wenig Personal vorhanden war. Außerdem waren einige Betreuer unterqualifiziert. Fälle wie dieser haben die Diskussion über eine bessere Kontrolle der Träger der Behindertenhilfe stark angefacht. In mehreren Bundesländern ist nun geplant, die neutralen Landesrechnungshöfe in die Überprüfung einzubeziehen. Für die Politik ist das ein sehr sensibles Feld, mit dem sich vor allem Sozialpolitiker nur sehr ungern beschäftigen.

In Hagen bietet ein Salon den Herrenhaarschnitt für 4 Euro 99 an. Der knallharter Preiskampf im Friseurgewerbe sorgt aktuell für regelrechte Dumpingpreise. Was Kunden freut, ist für die Mitarbeiter eine Katastrophe.

Westpol: Die ärmste Stadt Deutschlands (15.10.2017)
Arm, ärmer, Gelsenkirchen - in keiner anderen deutschen Stadt haben die Menschen weniger Geld zur Verfügung, im Schnitt nur 16.274 Euro pro Person im Jahr. Hohe Arbeitslosigkeit, hohe Schulden und viele Armutszuwanderer aus Osteuropa machen Gelsenkirchen seit Jahren zu schaffen.

defacto: Knochenjob Pfleger – Selbstversuch im Heim (09.10.2017)
Sie kommen kaum zur Ruhe, waschen alte oder kranke Menschen, wechseln Bettwäsche, bringen Essen, geben Medikamente, versorgen Wunden, müssen alles dokumentieren und haben darüber hinaus auch noch ein Ohr für Ängste und Nöte ihrer Patienten. Wie ist das überhaupt zu schaffen? "defacto" macht den Selbstversuch.

Wenn Eltern alt und pflegebedürftig werden, sind es meist die Töchter oder Schwiegertöchter, die sich kümmern. Und das nicht selten ZUSÄTZLICH zu Job und Familienalltag. Dabei riskieren sie durch dauerhafte Überlastung nicht nur ihre körperliche und seelische Gesundheit. Wenn sie für die Pflege von Angehörigen ihre Arbeitszeiten reduzieren oder den Job aufgeben, dann droht ihnen selbst irgendwann Altersarmut. Frau tv stellt zwei Frauen vor, die erkannt haben, dass sie für die Pflege von Angehörigen professionelle Unterstützung brauchen.

ZDF: Wir holen dich da raus. Hilfe für Kinder in Not (05.10.2017)
Missbrauch, Gewalt, Alkohol und Drogen: Bei akuten Konflikten leisten Mitarbeiter des Kinder- und Jugendnotdienstes Hilfe. Sie finden Lösungen für Kinder und Jugendliche in Krisen. Die Sozialarbeiter kommen zum Einsatz, wenn andere Beratungsstellungen nicht erreichbar sind: abends, nachts und an den Wochenenden. Zu zweit fahren sie zu Hausbesuchen, unterstützen die Polizei bei Eskalationen und müssen vor Ort entscheiden, ob sie ein Kind mitnehmen. "37 Grad" begleitet die Mitarbeiter des Kinder- und Jugendnotdienstes in Hamburg in ihrem Alltag. Der Film gibt einen besonderen Einblick in ihre Arbeit, fernab der harmonischen Familienwelt. Sie sind konfrontiert mit der Not von Kindern und Jugendlichen, für die sie oft schnelle Lösungen zu deren Wohl finden müssen.

ARTE: Ausgebrannt - Kollaps im Krankenhaus (04.10.2017)
Zwei Jahre lang begleitete der Regisseur Jérôme le Maire den Betrieb in der chirurgischen Abteilung des Hôpital Saint-Louis, einem der größten Krankenhäuser in Paris. In jedem der 14 Operationssäle finden pro Tag acht bis zehn Eingriffe statt, es geht zu wie am Fließband. Obwohl die Arbeitsorganisation extrem ausgeklügelt ist, macht sie krank. Die von der Hausleitung und den Investoren geforderte Rentabilität entmenschlicht die Arbeit. Den Ärzten und Pflegern bleibt nichts anderes übrig, als sich dem Druck zu beugen. Chronischer Stress, Burnout und psychosoziale Risiken sind allgegenwärtig. Da sich die Verwaltung des Problems bewusst ist, hat sie ein Audit der Arbeitsorganisation in Auftrag gegeben. Jérôme le Maire konzentriert sich in seiner Dokumentation auf einige wenige Krankenhausmitarbeiter: einen Anästhesisten, der stellvertretend für seinen Berufsstand auf die mangelnde Anerkennung der Narkoseärzte hinweist, einen Chefarzt der alten Schule, den die fortschreitende „Industrialisierung“ des Krankenhauses betrübt, und einen jungen Chirurgen, der bis zur Erschöpfung operiert. Soll das Audit wirklich die Stressursachen aufdecken? Im Laufe der Monate äußern die Mitarbeiter immer mehr Zweifel über das wahre Ziel der Überprüfung.

NDR: Cannabis für alle? (02.10.2017)
Schätzungsweise mehrere Millionen Deutsche jährlich berauschen sich an Cannabis. Damit begehen sie eine Straftat, denn der Besitz der Droge ist illegal. Andere europäische Staaten gehen sehr viel liberaler mit Hanf um. Mehrere Bundesstaaten der USA haben ihren Kampf gegen die Droge sogar ganz eingestellt und Cannabis legalisiert. Sollte der Konsum auch in Deutschland erlaubt werden? Die Dokumentation schildert die sehr persönliche Sicht verschiedener, sich kontrovers gegenüberstehender Protagonisten. Dabei nähert sich der Film offen und sachlich allen Beteiligten und deren Positionen. Mit seinen ungewöhnlichen, überraschenden Momenten ist der Film ein neuer Blick auf ein ideologisch besetztes Thema, mit dem Ziel, eine festgefahrene Debatte voranzutreiben.

Plusminus: Öffentlicher Dienst – Deutschland wird kaputt gespart (27.09.2017)
Zu wenig Polizisten, Pflegenotstand in Kliniken, Schwimmbäder schließen, Schulen verrotten – alle spüren den Stellenabbau bei Behörden. Wie handlungsfähig ist ein Staat auf Dauer, wenn fast überall Personal fehlt?

Die Riester-Rente hat sich als ein Flop herausgestellt. 2016 bezuschusste der Bund Riesterverträge mit über drei Milliarden Euro. Während Millionen von Kleinsparern Geld verlieren, profitieren vor allem Banken und Versicherungen.

Langzeitarbeitslose haben im Wahlkampf kaum eine Rolle gespielt, weil die Arbeitslosigkeit in den letzten zehn Jahren fast um die Hälfte gesunken ist und Unternehmen "händeringend" suchen. Offenbar aber nicht die, die Plusminus besucht hat.

2,3 Millionen Kinder wachsen bei Alleinerziehenden auf. Armutsrisiko: 44 Prozent. Drei Viertel dieser Kinder bekommen wenig oder gar keinen Unterhalt vom anderen Elternteil. Eine Zeitbombe mit hohen sozialen Folgekosten.

Socken, Plastiklöffel, Kerzen, Möbel, Winterjacken  - das alles können Bedürftige im Sozialkaufhaus in Frankfurt Bergen-Enkheim für kleines Geld erwerben. Obdachlose, Hartz IV-Empfängerin und Rentner mit Grundsicherung sind hier herzlich willkommen. Und die Verkäufer sind selbst Kunden der Einrichtung. So auch Michael Nagel. Er ist Langzeitarbeitsloser und bekommt hier die Chance, wieder ins Berufsleben zurück zu finden. Verkäufer begegnen den Kunden auf Augenhöhe, erzählt die Leiterin. Das mache den Umgang mit Obdachlosen einfacher, da sie nicht den Eindruck hätten, dass jemand auf ihn herabblickt“, erklärt die Leiterin.

ZDF: Wer kontrolliert? (23.09.2017)
Nur satt und sauber - für mehr ist in Behinderteneinrichtungen oft keine Zeit, weil das Personal fehlt, sagen Betroffene. Das Gesetz verlangt aber deutlich mehr als nur das Notwendigste.

Exakt – Die Story: Babys und Bruchrechnung: Junge Mütter auf der Schulbank (10.09.2017)
Jenny, Nancy und Cindy gehen auf die Berufsförderschule Nr. 12 in Leipzig. Die jungen Frauen haben schon Kinder, aber selbst noch keine Ausbildung geschafft. Und die Chancen der Mütter auf einen Berufsabschluss und einen Job danach stehen schlecht. Sie steuern direkt auf eine Hartz-IV-Karriere zu - obwohl sie das nicht wollen, wie sie sagen. Die Zahl schwangerer Teenager ist unter sozial Benachteiligten überall in Deutschland weiterhin hoch, obwohl das Durchschnittsalter aller Mütter steigt.

Das neue Gesetzt sollten Schmerzpatienten eigentlich endlich Präparate auf Cannabis-Basis ermöglichen. Doch genau das gestaltet sich schwieriger als gedacht.

Raum 58 - Eine Notschlafstelle für obdachlose Jugendliche in Essen. Für viele ein kurzer Zwischenstopp einer langen Reise. Manuela Grötschel leitet die Notschlafstelle in Essen und versucht die Straßenkinder wieder in die Gesellschaft zu integrieren. Eine Herausforderung, denn viele stecken in einem Teufelskreis fest: sind von Drogen abhängig oder bereits kriminell geworden. Ein Leben ohne Familie, ohne Wohnung, ohne Perspektive. Jugendliche ohne Heimat – 37.000 gibt es davon in Deutschland. Welche Chance auf ein normales Leben gibt es für die Straßenkinder?

Wolfgang Rätze hat Straßen asphaltiert, Kanaldeckel saniert. Durch die jahrzehntelange Schwerstarbeit auf dem Bau sind sein Rücken und seine Hände geschädigt. Er musste sich vielen Operationen unterziehen. Weil er körperlich nicht mehr in der Lage war zu arbeiten, stellte er einen Antrag auf Erwerbsminderungsrente bei der Deutschen Rentenversicherung. Vier Mal wurde der Antrag abgelehnt.

Gerhard Unverfehrt aus Fulda sucht dringend einen Job. Der 51-Jährige ist hochmotiviert. Aber gegen die Konkurrenz auf dem regulären Arbeitsmarkt hat er schlechte Karten, er ist schwerbehindert. Im Mai hat die Arbeitsagentur endlich ein Stellenangebot gefunden, das wie für ihn gemacht schien: einen auf 5 Jahre befristeten Job in einer Poststelle. Doch durch eine arbeitsrechtliche Bestimmung im Kleingedruckten eines Bundesgesetzes scheitert die Einstellung. Denn die verlangt, dass Bewerber mindestens 52 Jahre alt sein müssen. So ist Gerhard Unverfehrt weiter arbeitslos: weil er 8 Monate zu jung ist für einen geförderten Job, der ältere Schwerbehinderte wie ihn unterstützen sollte.

Viele schwangere Frauen sind verzweifelt: keine Hebamme weit und breit. Wer bis zum Jahresende entbinden will, hat schon jetzt so gut wie keine Chancen mehr, eine zu finden.

Jede dritte Pflegekraft ist in ihrem Job schon einmal mit Maßnahmen gegen den Willen der zu Pflegenden konfrontiert worden. Gewalt in Pflegeheimen, Krankenhäusern und in der ambulanten Pflege ist Alltag. Rein statistisch kommt es damit in jedem Pflegeheim zu Übergriffen. Der neue NRW Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann spricht von Veränderungen in der Pflege, um Missstände zu verhindern oder aufzudecken.

Monitor: Soziale Gerechtigkeit: Wie Armut krank macht (14.09.2017)
„Den Deutschen ging es noch nie so gut wie jetzt“, behauptet die Kanzlerin im Wahlkampf. In Deutschland gehe es sozial gerecht zu. Shabnam Fahimi-Weber kann das nicht bestätigen. Sie arbeitet als Ärztin in zwei Gemeinschaftspraxen in Essen. Die eine liegt im reichen Essener Süden, wo sich Fachärzte und Privatpraxen nur so tummeln. Die andere im Norden der Stadt, wo viele Kinder von Armut bedroht sind und medizinisch schlechter versorgt werden, weil es hier kaum Fachärzte gibt und die Patienten sich teure Zuzahlungen nicht leisten können.
 
NDR: Frauen in der Rentenfalle (11.09.2017)
Das größte Armutsrisiko in Deutschland? Weiblich sein und alt werden. Was Frauen an Rente bekommen, reicht oft nicht zum Leben. Woran liegt das und wieso ändert sich das nicht?

Westpol: Abgehängte Azubis (10.09.2017)
Das Ausbildungsjahr hat in NRW gerade begonnen. Doch statt an der Werkbank stehen viele junge Leute in der Warteschlange. Mehrere Tausend Schüler haben keinen Ausbildungsplatz bekommen. Gleichzeitig klagen Unternehmen, dass sie keine geeigneten Bewerber finden. 

Westpol: Privatschulen: Wie freiwillig sind Elternbeiträge wirklich? (10.09.2017)
Private Schulen werden in NRW immer beliebter. Sie werden vom Land mitfinanziert, einige verlangen aber noch extra Geld von den Eltern. Das ist eigentlich verboten, aber Behörden schauen weg.

WDR: Menschenhandel in Turin - Princess rettet Leben (06.09.2017)
Die TV-Reportage von Chiara Sambuchi zeigt die italienische Stadt Turin als Zentrum des nigerianischen Menschenhandels in Europa. Aus Turin werden die immer jüngeren Sexsklavinnen nach Frankreich, in die Bordelle Deutschlands, ebenso wie nach Dänemark und Norwegen geschickt. Die internationale Organisation für Migration (IOM) hat allein 2016 11.000 Opfer des Menschenhandels in Europa gezählt.
Princess ist unermüdlich: abends besucht sie die jungen Zwangsprostituierten auf dem Turiner Strich, gibt ihnen ihre Telefonnummer und lädt sie in ihr Büro ein. Tagsüber fährt sie regelmäßig zu Erstaufnahmezentren für Migranten und spricht Frauen an, die ihrer Meinung nach Opfer des nigerianischen Menschenhandels werden könnten. Sie kümmert sich um jene, die sich nach ihrer Flucht voller Ängste und Traumata vor ihren Schleppern in geheimen Unterkünften verstecken, die Princess und ihr Mann Mann Alberto für sie organisieren. Alles Frauen, die mit falschen Versprechungen nach Europa gelockt und später mit Gewalt zur Prostitution gezwungen werden.

WDR: Schrottimmobilien - Der Kampf gegen das schmutzige Geschäft
Müll, Gewalt und Menschen auf wenigen Quadratmetern. Schrottimmobilien sind in vielen deutschen Städten ein drängendes Problem geworden. Als Mieter werden oft Zuwanderer aus Osteuropa ausgebeutet. Was das für die betroffenen Städte bedeutet, zeigt sich in Duisburger Stadtvierteln wie Marxloh und Hochfeld.

ARD: Die Familien-Krisenmanager (02.09.2017)
Manchmal müssen sie schnell eingreifen und Kinder von ihren Familien trennen, wenn ihnen dort Gefahr droht oder sie vernachlässigt werden. Wenn die Mitarbeiter des Jugendamts Hochtaunuskreis handeln, ist das aber immer eine Gratwanderung.

WDR: Was wird aus meiner Rente? (30.08.2017)
Schon bald könnte jeder fünfte Rentner von Altersarmut bedroht sein - so warnen aktuelle Studien. Bereits in der nächsten Legislaturperiode des Deutschen Bundestages hören nämlich die ersten geburtenstarken Jahrgänge auf zu arbeiten. Die Story untersucht, wie es den deutschen Rentnern heute geht und wie die Zukunft aussehen könnte.

WDR: Oben und unten in NRW: Unser Einkommen (29.08.2017)
Ob die sogenannte Einkommensschere auseinandergeht oder nicht, ob und wie ungleich der Reichtum verteilt ist - das ist heftig umstritten.

Report Mainz: Ausbeutung statt Ausbildung: Wie Nachwuchsfachkräfte ausgenutzt werden (29.08.2017)
Viele Auszubildende werden in ihren Betrieben als billige Arbeitskraft missbraucht statt als Fachkraft für morgen ausgebildet zu werden. Die Politik könnte das Berufsbildungsgesetz ändern, um die Azubis besser zu schützen, tut es aber nicht.

NDR: Die Polizei-Anwärter. Der lange Weg zur Uniform (25.08.2017)
2017 haben sich rund 5.800 junge Menschen für ein Studium an der Polizeiakademie Niedersachsen beworben, auf 1.100 freie Stellen. Nur jeder Fünfte wird es schaffen.

Immer wieder verkaufen Politiker die Agenda 2010 als deutsches Erfolgsmodell zur Senkung der Arbeitslosigkeit. Dabei zeigen neue Studien: Der Rückgang der Arbeitslosigkeit seit Mitte der 2000er Jahre ist weniger auf die Hartz-Reformen zurückzuführen, sondern vielmehr auf die gestiegene Wettbewerbsfähigkeit der deutschen Unternehmen und die gute konjunkturelle Entwicklung. Dafür sind die gesellschaftlichen Schäden der Hartz-Reformen enorm: die prekäre Beschäftigung wächst, die Altersarmut steigt. Immer mehr Menschen geraten trotz Arbeit ins gesellschaftliche Abseits.

ZAPP (NDR): Zeitungszusteller kämpfen um den Mindestlohn (23.08.2017)
Bundesweit beklagen die Zeitungszusteller, dass die Verleger versuchen, sich um den Mindestlohn zu drücken. Wir haben eine Zeitungszustellerin aus Niedersachsen begleitet.

Plusminus: Geschäfte mit der Pflege: Deutsche Senioren in osteuropäischen Pflegeheimen (16.08.2017)
Ein Platz in einem Pflegeheim ist teuer. Nicht jeder kann sich das leisten. Damit die Kinder nicht zur Kasse gebeten werden, entscheiden sich immer mehr für einen Heimplatz in Osteuropa. Dort kostet er oft nur die Hälfte.

Länderspiegel: Seit Jahren ohne Job (12.08.2017)
Bundesweit sinken die Arbeitslosenzahlen. Für viele Langzeitarbeitslose bleibt ein regulärer Job dennoch unerreichbar. Besonders schwer haben es Arbeitslose, die gleich mehrere Job-Handicaps haben, wie ein höheres Alter und Gesundheitsprobleme.

WDR: Wohnung verzweifelt gesucht - Warum die Mieten explodieren (17.08.2017)
Die Mietpreisbremse der Großen Koalition hat zu viele Ausnahmeregelungen, ist zu undurchsichtig und hat die Mietpreisspirale nicht aufgehalten. Der Film begleitet drei Familien auf ihrer verzweifelten Wohnungssuche - und zeigt dabei, warum es auch in absehbarer Zeit schwer sein wird, bezahlbaren Wohnraum zu finden.

NDR: Lohnsklaven Im Norden. Eine Frau kämpft gegen Ausbeutung (12.08.2017)
Viele ausländische Arbeitskräfte - darunter viele Osteuropäer - werden hierzulande ausgebeutet. Die Situation ist so schlecht, dass die meisten zurück in ihre Heimat wollen.

Kontraste: Sie fordern Gerechtigkeit und meinen Gleichheit (10.08.2017)
"Gerechtigkeit" ist in diesem Wahlsommer ein Thema, das alle Parteien sich mehr oder weniger auf die Fahne geschrieben haben - spätestens seit die SPD mit "Zeit für mehr Gerechtigkeit" versucht, die Wahlen zu gewinnen. Aber was ist das eigentlich: Gerechtigkeit? Eine Kontraste-Reportage.

Plusminus: Zäher Kampf um Betriebsrenten (09.08.2017)
Betriebsrenten sind eine prima Sache – wenn bestimmte Bedingungen erfüllt sind. Ärger gibt es oft, wenn das Unternehmen verkauft wird oder Beiträge bei einem Jobwechsel verloren gehen. Manchmal gehen Rentner aber auch ganz leer aus.

Report Mainz: Immobilienirrsinn: Kommunen weisen trotz Leerstands neue Baugebiete aus (08.08.2017)
Die Neubaugebiete von heute sind der Leerstand von morgen. Experten sagen, dass künftig ganze Straßenzüge abgerissen werden müssen. Flächenzertifikate können helfen, den sinnlosen Wettbewerb der Dörfer um Einwohner einzudämmen.

Kontrovers: Gastgewerbe in Not - Wenn Koch und Kellner fehlen (26.07.2017)
Der Tourismus in Bayern boomt. Aber Hotels und Restaurants suchen dringend Personal - und finden niemand. Rund 4.000 Stellen bleiben unbesetzt, so die Schätzung der IHK. Wochenendarbeit, Überstunden, mäßige Bezahlung - ist die Branche selber schuld? Oder wird sie auch von der Politik ausgebremst?

Exakt – Die Story: Feindbild Betriebsrat – Kollegen in der Krise (26.07.2017)
Der Arbeitsmarkt in Deutschland ist im Umbruch. In allen Branchen wird ausgelagert. Subunternehmen, externe Dienstleister, Werkverträge, Leiharbeiter: Flexibel will man sein, noch günstiger produzieren – und Tarife umgehen. Das ist eine Herausforderung für Betriebsräte und Gewerkschaften. Wie organisiert man einen Konzern, der eigentlich aus Dutzenden kleinen Unternehmen besteht?

Es sind die Folgen einer gescheiterten Wohnungspolitik: Normalverdiener werden abgedrängt in die Peripherie, müssen einen Großteil des Einkommens für Miete und den Weg zur Arbeit ausgeben. Doch die Verdrängung aus den Städten hat langfristig schwerwiegende Folgen. Wer wegzieht, diskutiert nicht mehr mit, engagiert sich nicht mehr in Schulen, Kirchen und Vereinen – zurück bleiben Reiche und Sozialhilfeempfänger.

Bei der älteren Generation galt noch das Wohlstandsversprechen: Strengt man sich an und ist fleißig, sind Haus, Kind, Auto eine Selbstverständlichkeit. Doch die Lebenswirklichkeit der jüngeren Generation sieht heute anders aus.

Beamte haben ein Privileg, so scheint es: Sie dürfen sich privat krankenversichern - und der Staat trägt die Behandlungskosten.  Doch was einst als Privileg galt, wird vielen zu umständlich und teuer. Wenn Beamte in die gesetzliche Krankenversicherung wechseln wollen, zahlen sie drauf: sie erhalten nämlich keine Arbeitgeberzuschüsse. Dabei wollen inzwischen viele Beamte gerne in die gesetzliche KV. Notwendige Gesetzesänderungen unterblieben bislang, denn die Kritiker warnen: Wenn die Beamten nicht mehr in die PKV müssen, dann droht die Bürgerversicherung!

Kontraste: Wuchermieten - Flüchtlinge werden vom Staat gnadenlos abkassiert (13.07.2017)
Flüchtlinge, die arbeiten, sollen für ihre Unterkunft zahlen. So steht es im Gesetz und das ist auch richtig so. Doch in Bayern sollen sie seit einiger Zeit schlappe 300 Euro pro Bett und Monat zahlen, egal ob sie sich das Zimmer mit einer oder gar sieben Personen teilen. Bis zu 30 Euro pro Quadratmeter werden gefordert. Deshalb stehen jetzt viele Flüchtlinge vor einem hohen Schuldenberg. Ihr Gläubiger: Der Bayerische Staat.

ttt – titel, thesen, temperamente: Ein Warlord als Türsteher zur Hölle (09.07.2017)
Im Auftrag der EU holen Milizen mit aufgerüsteten Küstenkontrollbooten Flüchtlinge aus Schlepperbooten und zwingen sie zurück in libysche Lager. Michael Obert war Augenzeuge des Dilemmas, in dem die europäische Interessenspolitik steckt

Plusminus: Kampf um Prothesen (05.07.2017)
Manche Krankenkasse verweigert Patienten nach Unfällen und Amputationen eine angemessene Prothese – selbst, wenn Folgeschäden am Ende teurer sind als eine höherwertige Versorgung. Sollen Patienten systematisch zermürbt werden?

"Eigentum verpflichtet", so steht es im Grundgesetz. Doch das scheint einen Investor in Schwerin nicht zu interessieren. Er hatte städtische Wohnungen übernommen, die außerordentlich marode sind und dringend saniert werden müssen. Das hat die Finanzinvestorengruppe beim Kauf gewusst. Doch offenbar hat sie nicht vor, das Objekt demnächst zu sanieren. Dabei sind Dächer undicht, Mieter müssen in feuchten Wohnungen mit Schwarzschimmel leben, und im Winter fielen Heizung und Warmwasser mehrfach aus. Zudem gab es nach einem Brand wochenlang keinen Strom, und erst vor einer Woche kam es mitten in der Nacht zu einem Wasserrohrbruch. Mieter Maik Schöfer macht die verantwortlichen Politiker in Schwerin verantwortlich: Die hätten einfach nur im Internet recherchieren müssen und innerhalb von 15 Minuten das Geschäftsmodell des Investors gekannt. Denn auch in anderen deutschen Städten wie Dortmund oder Hannover haben Mieter immer wieder dieselben Probleme. Doch die Stadt Schwerin hat trotzdem die Wohnungen verkauft - und ihre Mieter gleich mit: Die zumeist Hartz-IV-Empfänger dürfen nur unter ganz bestimmten Auflagen und mit einer Genehmigung vom Jobcenter umziehen.

Wie kündigt man Unkündbare, zwingt Betriebsräte zum Rücktritt? Da bieten Arbeitgeber-Anwälte ihre Hilfe an - mit scheinbar legalen Methoden. Blick hinter die Kulissen der verschwiegenen Branche.

Es gibt zu wenig Pflegepersonal, besonders abseits der Städte ist es schwierig, Hilfe für Pflegebedürftige zu finden. Angehörige von Patienten nehmen die Arbeit oft selbst in die Hand und gehen an ihre Grenzen.

Exakt: Mein Arbeitgeber, mein Gegner (28.06.2017)
Aufhebungsverträge zu miserablen Konditionen und soziale Isolation in der eigenen Firma: Die Kreissparkasse Stendal setzt ihre Mitarbeiter mit absurden Maßnahmen unter Druck – so zumindest Vorwürfe aus der Belegschaft.

Markt: Pflege am Limit? (28.06.2017)
Gemessen an anderen Ländern werden deutsche Patienten von deutlich weniger Pflegepersonal betreut. Das hat Folgen für die Gesundheit der Patienten, aber auch für die des Pflegepersonals. Warum ist das so? Und wie wirkt sich das aus?

Im Internet bestellen ist bequem und günstig. Für diesen Komfort werden aber immer noch viele Mitarbeiter von Paketzustelldiensten schamlos ausgenutzt: Mit Tricks bei Arbeitszeiten und Lohn. Recherchen des Politikmagazins Kontrovers und Panorama 3 des NDR zu den Schattenseiten der schönen neuen Lieferwelt!

Panorama 3: System Hermes: Pakete nur mit Lohntrickserei? (27.06.2017)
Dumpinglöhne beim Paketdienst Hermes sollte es dank TÜV-Zertifikat nicht mehr geben. Doch die Subunternehmer können zu den Preisen, die Hermes anbietet, nicht wirtschaften.

Kontraste: Mogelpackung statt Altersvorsorge: Andrea Nahles' neue Betriebsrente (22.06.2017)
Mit der Reform der Betriebsrenten will sich die SPD einmal mehr als die Partei der sozialen Gerechtigkeit in Szene setzen. Am 01. Juni hat der Bundestag das Gesetz gebilligt, das Andrea Nahles maßgeblich entwickelt hat. Das Versprechen: Vor allem Geringverdiener sollen trotz sinkender gesetzlicher Renten eine sichere Altersversorgung haben. Doch wer genauer hinsieht, stellt fest: Dafür gibt es keine Garantie. Das Ministerium selbst hat das Konzept offenbar nicht durchgerechnet. Sicher ist nur, wer in die unsichere Betriebsrente einzahlt, bekommt am Ende weniger gesetzliche Rente.

Schüler, die in Bayern ihr Abitur machen, müssen sich um ihre Zukunft keine Sorgen machen! Glauben viele, ist aber falsch! Denn im Süden Deutschlands ein 1er Abi zu schaffen, ist viel schwerer als im Norden, wo es inzwischen eine Flut von Bestnoten gibt. Da bei fast der Hälfte der Studiengänge ein Numerus Clausus gilt, dürfen vergleichsweise leistungsstarke Schüler aus Bayern weder Medizin noch Jura studieren. Die Proteste gegen die höchst unterschiedliche Schulpolitik der Bundesländer werden lauter.

Sie kommen aus Polen, Bulgarien oder Rumänien und kümmern sich um all jene, die nicht ins Altenheim wollen oder können: private Pflegekräfte. In gut 200.000 Haushalten, so schätzen Experten, sind inzwischen vor allem Pflegerinnen aus dem Ausland tätig. Sie helfen dem Pflegenotstand ab, doch oft ohne jeden Schutz. Sie arbeiten oft wochenlang rund um die Uhr ohne feste Arbeits- und Freizeiten und dafür bekommen viele nicht einmal den Mindestlohn. Moderne Lohnsklaven, heißt es, die dafür sorgen, dass es Oma gut geht.

In Deutschland gilt der Mindestlohn. Einige rumänische Arbeiter in der Eifel sind jedoch weit davon entfernt. Beschäftigt sind die Mitarbeiter bei einem Unternehmen, das auch unter anderem Pakete von DHL ausliefert. Sind dem Unternehmen die schlechten Arbeitsbedingungen bekannt?

Lohndumping und Dauerstress - Paketzusteller arbeiten bei Subunternehmern oft unter katastrophalen Bedingungen. Politiker und Gewerkschaften fordern, dass auch die Auftraggeber von Subfirmen gesetzlich in die Pflicht genommen werden.

Das Versprechen klingt verführerisch: Im Falle eines Wahlsieges will die SPD kostenlose Bildung für alle anbieten, und zwar schon ab der Kita. Unabhängig vom Einkommen der Eltern sollen die ihre Kleinen ab dem Jahr 2025 kostenfrei betreuen lassen können. So wollen die Sozialdemokraten allen Kindern gleiche Bildungsvoraussetzungen verschaffen und den Eltern helfen, Beruf und Familie unter einen Hut zu bringen. Doch die sind gar nicht so begeistert von der Idee: Die Mehrheit der Eltern ist nach einer aktuellen repräsentativen Umfrage der Bertelsmann-Stiftung durchaus bereit, für die Kinderbetreuung zu zahlen, wenn die dann qualitativ besser würde. Frontal 21 macht den Realitätscheck: Wer profitiert überhaupt von der kostenfreien Kita und wie kann die Betreuung der Kleinsten in Zeiten klammer Kommunen in Deutschland noch finanziert werden?

In Deutschland entscheidet häufig allein der Wohnort darüber, ob ein Patient operiert wird oder nicht. Das ist das Ergebnis einer aufwendigen Recherche im Auftrag des WDR. Ein Journalistenteam hat gemeinsam mit dem Heidelberger Institut für Theoretische Studien (HITS) erstmalig ein Computerprogramm entwickelt und damit die Daten des Statistischen Bundesamtes zu rund 130 Millionen Krankenhausaufenthalten analysiert. Die Auswertung zeigt, wie sehr die ärztliche Behandlung davon abhängt, wo ein Patient lebt und wie profitorientiert ein Krankenhaus ist.

In Deutschland arbeiten rund 1,9 Millionen Menschen "auf Abruf". Sie müssen fast rund um die Uhr in Bereitschaft sein, für einen Hungerlohn und das sechs Tage die Woche. Immer mehr Menschen müssen solche Beschäftigungsverhältnisse hinnehmen. Arbeitsmarktforscher sprechen von "modernen Tagelöhnern". Gerade Familien kämpfen mit der ständigen Unsicherheit, sie können nicht planen – etwa wie sie ihre Kinder betreuen. Gerade im Einzelhandel finden sich viele Jobs auf Abruf. Insbesondere Verkäuferinnen haben mittlerweile häufig einen Vertrag, der ihnen nur zehn bis 15 Stunden pro Woche garantiert. Wer mehr arbeiten will, wartet in ständiger Bereitschaft und springt kurzfristig ein. Das Risiko wird vollkommen auf den Arbeitnehmer abgewälzt. Aktuelle Beispiele für diese "Arbeit auf Abruf" sind sind H&M und der Essenslieferant "foodora".

Elf Monate ist es nun her, dass in der Türkei ein Putschversuch abgewendet wurde. Seitdem geht Staatspräsident Erdogan unerbittlich gegen Kritiker und Gegner vor, insbesondere gegen Mitglieder der so genannten Gülen-Bewegung. Sie werden für den Putschversuch verantwortlich gemacht. Betroffen sind davon auch Mitarbeiter türkischer Unternehmen in Deutschland – mit deutschen Arbeitsverträgen. MONITOR hat mit Menschen gesprochen, die sich systematisch aus ihren Unternehmen gedrängt fühlen. Türkische Gesinnungspolitik auf deutschem Boden? Mit deutschem Arbeitsrecht wäre das kaum vereinbar.

Monitor: Aggressiv und rücksichtlos: Das brutale Vorgehen der libyschen Küstenwache (15.06.2017)
Seit Monaten bilden europäische und deutsche Soldaten Angehörige der libyschen Küstenwache aus. Das Ziel: Die Libyer sollen künftig Schlepper jagen und Menschen aus Seenot retten. Tatsächlich geht die Küstenwache äußerst aggressiv gegen Flüchtlinge vor. Selbst in internationalen Gewässern behindert sie zivile Seenotretter und bringt Flüchtlinge auch unter Einsatz von Waffen zurück ins Bürgerkriegsland Libyen. Laut den Vereinten Nationen drohen ihnen dort Folter, Sklavenarbeit und Tod. Push-Backs durch die Hintertür – mit Unterstützung der Bundesregierung.

ZDF: Wo Armut Alltag ist. Leben in Bremerhaven-Lehe (13.06.2017)
Laut Schuldneratlas ist Bremerhaven-Lehe Deutschlands ärmster Stadtteil. Von 37.500 Einwohnern können 37 Prozent ihre Schulden nicht bezahlen, viele sind arbeitslos und leben von Hartz IV. Wie lebt es sich in einem Stadtteil, in dem Armut Alltag ist?

Hartz-IV-Empfänger haben kaum genug zum Leben. Hohe Mietkosten, für die das Jobcenter nicht aufkommt, bringen die Sozialleistungsbezieher unter das Existenzminimum.

1,99 Euro für 600 Gramm Steak - mit diesem Angebot löste Aldi kürzlich Empörung aus. Billig-Fleisch vom Discounter wird vielfach gekauft. Doch den wahren Preis dafür zahlen andere. Eigentlich gilt in der Fleischindustrie der Mindestlohn. Gewerkschafter kritisieren allerdings systematisches Lohndumping in NRW. So sollen Subunternehmer mit diversen Tricks die Löhne nachträglich drücken.

Bildungsnahe Familien haben es einfacher als bildungsferne. Mariams Eltern haben beide in im ihrem Heimatland Georgien studiert und wissen alle Fördermöglichkeiten für ihre Tochter zu organisieren. Fabians Mutter hingegen kommt aus einer bildungsfernen Familie. Sie will ihren vier Jungen Werte wie Verantwortung, Zusammengehörigkeit und gutes Benehmen beibringen.

Jeder dritte LKW auf deutschen Autobahnen kommt mittlerweile aus Osteuropa. Monatelang sind die Fahrer unterwegs, leben im LKW – und das zu Dumpinglöhnen. Ein Verbot, lange Ruhezeiten auf Rastplätzen zu verbringen, soll die Lage verbessern.

Viele polnische Frauen kommen nach Deutschland, um als Krankenpflegerinnen zu arbeiten. Häufig werden sie von speziellen Agenturen vermittelt. Doch die Bedingungen sind unterschiedlich und können ausbeuterisch sein.

Wohnen soll bezahlbar bleiben. Mit der so genannten Mietpreisbremse wollte man den drastischen Mietanstieg in einigen Orten eindämmen. Doch die Verordnung wirkt nicht, die Mieten steigen stärker als zuvor.

Am Ende steht für viele Eltern nur der Frust. Auch Daniela Kraemer hatte sich Hoffnung gemacht den Zuschlag zusätzlich zu ihrem kleinen Gehalt zu bekommen, um mit ihren Sohn besser durchzukommen. Schließlich wurde der Zuschlag sogar erhöht, wie Familienministerin Manuela Schwesig stolz verkündete. Doch die Familienkasse lehnt bei Daniela Kraemer ab. Erst teilte ihr das Amt mit, dass sie zu wenig verdient, später, dass sie zu viel verdient. Ob und was schief gegangen ist, ist für sie angesichts seitenlanger Berechnungen kaum zu durschauen. Für viele Eltern wirkt der Kinderzuschlag wie ein undurschaubares Glückspiel. Auch Wissenschaftler können nur mit Mühe erkennen, wer überhaupt ein Anspruch hat. Experten und Politiker fordern eine Vereinfachung des Zuschlags. Doch die Politik fürchtet Mehrkosten und Wahlkämpfe kann man mit solchen Themen ohnehin nicht gewinnen.

Zu viele Kinder, zu wenig Zeit, permanenter Stress. Der Arbeitsalltag von vielen Erzieherinnen und Erziehern in Kitas sehr fordernd - oft auch überfordernd. Was muss sich in der Praxis ändern?

Den grünen Strom zahlen wir mit über den Strompreis. Das sei ungerecht, sagen Experten. Damit würden ärmere Haushalte proportional viel stärker belastet als reichere. Wer den Strom nicht mehr zahlen kann, dem wird er abgestellt.

Nach Misshandlungs-Skandalen in Flüchtlingsunterkünften sollte die Sicherheit verbessert werden: Das Land hatte Qualitätsstandards für Sicherheitsunternehmen festgelegt – die nach Westpol-Recherchen aber unterlaufen werden.

Sterben gehört zum Alltag: Lara Meißner ist Krankenpflegerin auf der neurochirurgischen Intensivstation. Die Reportage begleitet die junge Frau in ihrem anstrengenden Arbeitsalltag.

Immer mehr Menschen wohnen in Städten, immer weniger im ländlichen Raum. Wer bleibt, sind häufig nur die Alten. In vielen Orten Norddeutschlands fehlen junge Menschen.

Tabuthema Schulden: unbezahlte Rechnungen, überzogene Konten, Mahnbescheide, am Ende der Gerichtsvollzieher. Schulden können zu einem riesigen Problem werden. Wie können Profis helfen?

Es ist eine Situation, die jeden treffen kann: ein tragischer Unfall, eine unerwartete Krankheit, Demenz im fortgeschrittenen Alter – und schon kann man sich nicht mehr selbst oder nur noch teilweise um die Dinge des täglichen Lebens kümmern. Jemand anders muss die täglichen Belange übernehmen: Überweisungen tätigen, mit Ämtern kommunizieren, wichtige persönliche Entscheidungen treffen. In Deutschland stehen derzeit rund 1,3 Millionen Menschen, die es wegen körperlichen, seelischen oder geistigen Erkrankungen nicht mehr schaffen, ihre Angelegenheiten selbst zu regeln, unter rechtlicher Betreuung, Tendenz steigend. Die meisten Betreuer gehen verantwortungsvoll mit ihrer Aufgabe um - zum Wohle der Betreuten. Doch mitunter bestimmen Betreuer, die den kranken, behinderten oder alten Menschen völlig fremd sind, über Wohnort, Vermögen, ärztliche Versorgung – einfach alles. Mitunter gibt es Angehörige, die mitreden und mitentscheiden möchten, aber nicht dürfen. Und so müssen sie machtlos mitansehen, wie die Familie zerstört wird und das Erbe.

NDR: Lohnsklaven im Norden. Eine Frau kämpft gegen Ausbeutung (12.05.2017)
Viele ausländische Arbeitskräfte - darunter viele Osteuropäer - werden hierzulande ausgebeutet. Die Situation ist so schlecht, dass die meisten zurück in ihre Heimat wollen.

SWR: Wie geht gute Pflege? (11.05.2017)
1,3 ist die durchschnittliche Pflegenote für deutsche Heime. In Wahrheit liegt in der Pflege allerdings vieles im Argen. odysso zeigt, wie sich trotz Geld- und Personalmangel gute Pflege organisieren lässt.

Wer die Supermärkte von Rewe und Edeka besucht, der betritt eine besondere Welt. Die beiden Konzerne präsentieren sich als die Experten im Lebensmitteleinzelhandel. Ihre Märkte haben die Branche in Deutschland geprägt. "Wir lieben Lebensmittel" oder "Dein Markt", die Werbesprüche sollen das Konzept vermitteln. Doch wie gehen die Unternehmen mit ihren Mitarbeitern um? Werden sie genauso geliebt wie die Produkte, die sie verkaufen? Stehen sie ebenso im Mittelpunkt wie die Kunden? SWR-Filmemacher Edgar Verheyen hat bundesweit recherchiert und mit vielen Beschäftigten gesprochen. Sein Fazit: Im Lebensmitteleinzelhandel hat eine soziale Talfahrt begonnen, die noch nicht zu Ende ist.

Heilpraktiker sind keine Ärzte, dennoch diagnostizieren und behandeln sie Krankheiten. Um als Heilpraktiker tätig zu sein, genügt eine bestandene Prüfung beim Amtsarzt des örtlichen Gesundheitsamts. Selbst Heilpraktikerverbände fordern dringend eine Reform der Ausbildung.

Über zwei Millionen Pflegebedürftige in Deutschland werden zu Hause betreut. Trotz der neuen Pflegereform, droht vielen pflegenden Angehörigen ein Leben in Armut.

Keine Papiere, keine Ansprüche, kein Schutz: Sie leben unter uns, "Illegale", "sans papiers" wie sie in Frankreich heißen. Selbst wenn sie mit viel Fleiß ihren Lebensunterhalt mit Schwarzarbeit erwirtschaften und sich keine Straftaten zuschulden kommen lassen: Sie haben als "Wirtschaftsflüchtlinge" in Deutschland keine Chance auf eine nachträgliche Legalisierung ihres Aufenthaltes.

Viele Freiberufler kommen mit ihrem Einkommen kaum über die Runden. Oft legen Krankenversicherungen ein viel zu hohes Einkommen zugrunde. Für die Altersvorsorge bleibt kaum etwas übrig. Ein Problem, das sich zuspitzt.

Für Leiharbeiter ist es schwierig, einen Kredit zu bekommen. Trotz anderslautender Aussagen der Banken werden Leiharbeiter wegen des Kreditrisikos offenbar als Kunden zweiter Klasse behandelt.

Fast ein Jahr ist es her, dass in Bad Godesberg der damals 17-jährige Niklas P. an den Folgen einer Schlägerei gestorben ist. Die Tat wurde relativ schnell als Zeichen dafür gewertet, dass in Bad Godesberg einiges schief läuft. Vor allem kulturelle Spannungen und soziale Unterschiede prägen den Ort nach dem Wandel vom Diplomatenviertel zum normalen Stadtteil. In der Hier und heute-Reportage erzählt Jörg Stolpe von einem Stadtteil, der tief gespalten ist, aber in dem auch um Lösungen gerungen wird.

NDR: Zu stolz für die Stütze (21.04.2017)
Warum Menschen auf Hartz IV verzichten.

Exakt: Pflegende am Limit (19.04.2017)
73 Prozent aller Pflegebedürftigen werden zu Hause gepflegt, von ihren Angehörigen. Rund zwei Drittel von ihnen schaffen das ohne professionelle Hilfe. Aber der Preis ist hoch.

Tausende Flüchtlinge, die ursprünglich in den Osten Deutschlands kamen, sind zur Familie oder zu Bekannten in den Westen gezogen. Das Geld für Unterbringung und Integrationskurse aber blieb absurderweise im Osten.

In kaum einem anderen Land gibt es so viele Krankenhäuser wie in Deutschland. Das Betreiben der Kliniken kostet viel Geld und oft fehlen Erfahrung und Spezialisierung. Ist eine Konzentration nach dänischem Vorbild sinnvoll?

Im Bundestagswahlkampf plündern Politiker gern die Rentenkasse. Die zum Teil dramatischen Folgen merkt die Gemeinschaft der Pflichtversicherten oft erst Jahre später – wenn das Rentenniveau durch die teuren Wahlgeschenke sinkt.

Ein syrischer Zahnarzt arbeitet in der Spülküche, eine iranische Hebamme sitzt arbeitslos zu Hause. Ein Frisör soll noch mal eine dreijährige Ausbildung machen. Können wir uns das leisten? In Deutschland herrscht Fachkräftemangel. Dabei sind zirka 15 Prozent der Asylbewerber gut qualifiziert, so das Bundesarbeitsministerium. Das Integrationsgesetz verspricht: Deutschkurse, schnelles Ankommen in der Arbeitswelt. Wenn da nicht die Bürokratie wäre. Auch im dritten Jahr des Flüchtlingszustroms sitzen die Menschen immer noch monatelang in Unterkünften, ohne dass sie gefördert oder gefordert werden. Erst nach der Anerkennung ihres Asylantrags, die viele Monate dauern kann, fragen Jobcenter nach Beruf und Ausbildung und werden Deutschkurse verpflichtend. Asylbewerber, die mehr wollen als essen, schlafen und warten, werden immer noch ausgebremst. Behörden, Berufsverbände, Handwerkskammern, Innungen zeigen sich unflexibel, prüfen monatelang Zeugnisse und verweigern mit Paragraphen-Reiterei die Berufsanerkennung. "ZDFzoom" fragt: Behindern Regelungswut und Bürokratie die Eingliederung von Asylbewerbern? Wo steht Deutschland im Jahr drei des Flüchtlingszustroms?

SWR: "Abgehängt! Diezemanns Reisen ins arme Deutschland" (12.04.2017)
Wie in einem Land Armut und Reichtum verteilt sind, gehört den brisantesten gesellschaftlichen Fragen. Wächst die Zahl derer, die von wachsendem Wohlstand abgehängt werden? Vergrößert sich die Kluft zwischen arm und reich? SWR-Reporter Kai Diezemann unternimmt eine Reise ins arme Deutschland. 942 Euro - wer ein Nettoeinkommen hat, das unterhalb dieser Grenze liegt, gilt in Deutschland als "armutsgefährdet". Das sind in unserem Land etwa 12 Millionen Menschen. Einer von ihnen ist Lothar G., ein ehemaliger Koch. SWR-Reporter Kai Diezemann trifft ihn bei der Mainzer "Tafel", wo sich Menschen mit geringem Einkommen mit Lebensmitteln versorgen können. Lothar G. hatte in seinem Berufsleben viele Saison-Verträge ohne soziale Absicherung, außerdem öfters auch Jobs im Ausland. Jetzt im Alter hat er nur Anspruch auf eine karge Rente. Einschließlich zusätzlicher Grundsicherung vom Staat kommt er 788 Euro. Mehr ist nicht drin. Und das heißt: er muss mit jedem Cent rechnen. Nach Abzug der Miete des 14 Quadratmeter Apartments und der Kosten für Medikamente bleiben ihm zum Leben rund 330 Euro im Monat. Ohne das Brot, Obst und Gemüse, das er sich alle drei bis vier Tage von der Tafel holt, würde er nicht klar kommen, sagt er. Trotzdem ist er optimistisch, beklagt sich nicht. Er komme über die Runden, auch weil er Freunde hat, die ihm manchmal aushelfen, wenn es ganz eng wird mit dem Geld, erzählt er.
Lother G. gehört zu einer jener Gruppen, die am meisten von Armut gefährdet sind: Geringverdiener, die wenig fürs Alter vorsorgen konnten. Aber auch Alleinerziehende und Familien mit mehreren Kindern sind stärker von Armut bedroht als der Rest der Gesellschaft. Und trotzdem gibt es politischen Streit darüber, ob Deutschland insgesamt immer weiter auseinander driftet. Der Chef des Paritätischen Wohlfahrtsverbandes Ulrich Schneider konstatiert eine immer größer werdende Ungerechtigkeit in Deutschland. Armutsforscher Georg Cremer von der Caritas hält dagegen. Er sagt, Armutsprobleme würden skandalisiert, das werde dem Sozial-Staat nicht gerecht und spiele Populisten in die Hände. Was stimmt? Kai Diezemann sucht nach Antworten. Spricht mit armen Menschen und Experten. Wie fühlt sich Armut an in Deutschland 2017?

SWR: Harte Arbeit - schlechter Lohn (12.04.2017)
In Deutschland nehmen ungeschützte Beschäftigungsverhältnisse rasant zu. Millionen Menschen besitzen nur noch befristete Arbeitsverträge oder leben von Niedrigeinkommen. Eine Entwicklung, die die Gesellschaft spaltet. Selbst Vorzeigebranchen unterlaufen gute Tariflöhne über Leiharbeit und Werkverträge. Folge: Betroffene erhalten Hungerlöhne, die vom Staat aufgestockt werden müssen.

Fast drei Jahre lang hat der Rumäne Mihai Prefac in Hamburg auf dem Jungfernstieg gebettelt. Täglich gingen Hunderte an ihm vorbei - doch die wenigsten nahmen ihn wahr.

Diebesjagd und Demo, tragischer Unfall und Terrorabwehr. Die Polizei ist rund um die Uhr im Einsatz. Nie zuvor war sie in Deutschland so wichtig wie heute, nie zuvor stand sie so unter Druck.

Zeit haben für Familie und für den Beruf - ein Wunsch, den so gut wie alle Eltern haben. Doch die wenigsten können eine solche Balance auch leben.

Sie wohnen an der Autobahn-Raststätte in ihrem Sprinter. Geschlafen wird in einem kleinen Kasten über dem Führerhaus, gekocht auf der Ladefläche - wenn die gerade mal leer ist. Polen, Rumänen und Bulgaren leben hier als moderne Nomaden. Ihr Geld verdienen sie als Kurierfahrer, immer auf Abruf, jede Nacht an einem anderen Ort. Sie fahren für große Unternehmen und kleine Speditionen. Je nach Auftragslage ihrer Subfirma. Angestellt werden sie in ihrem Heimatland - für umgerechnet 300 Euro im Monat. Das Reporterduo Löbl und Onneken ist in eine Lieferanten-Szene eingetaucht, in der es kaum geregelte Fahr- und Ruhezeiten gibt und Selbstausbeutung auf der Tagesordnung steht. Mit den Sprinter-Kolonnen aus Osteuropa können deutsche Kraft- und Paketfahrer nicht mithalten. Die arbeitswilligen Kollegen, die nicht an gesetzliche Bestimmungen, geschweige denn den Mindestlohn gebunden zu sein scheinen, gefährden direkt ihre Arbeitsplätze. Konflikte sind an der Tagesordnung.

Während für den Intensiv-Bereich oder die Pflege inzwischen Personalschlüssel vorgegeben werden, gilt das für Hebammen in einem normalen Kreissaal nicht. Bis zu vier Geburten müssen sie gleichzeitig betreuen. Die Folge: Überforderte Hebammen flüchten aus den Krankenhäusern und suchen sich eine andere Tätigkeit.

Überfüllte Wartezimmer, stundenlanges Warten, überlastetes Personal – das ist Alltag in den deutschen Notaufnahmen. Dabei ist jeder dritte Patient gar kein Notfall und könnte vom kassenärztlichen Bereitschaftsdienst behandelt werden. Die Folgen für tatsächliche Notfall-Patienten und das Gesundheitssystem sind weitreichend. Über Lösungsansätze wird bereits seit Jahren diskutiert.

In Duisburg lebt mittlerweile jedes dritte Kind unter 18 von Hartz IV. Manchmal bedeutet das, dass die Kinder ohne Frühstück oder Mittagessen bleiben. Nicht jede Schule bietet warmes Mittagessen, und nicht alle Eltern sorgen mittags für ihre Kinder. Morgens ab 6 Uhr schmieren die Mitarbeiter des Kindermittagstischs 800 Brote und verteilen sie anschließend an den Schulen in der Umgebung. 400 Kinder erhalten so allein in Duisburg ihr Frühstück. Und manche von ihnen bekommen beim Kindermittagstisch auch Mittagessen. Für eine Woche arbeitet Donya, bei der Initiative „Immersatt“ in Duisburg mit. Die Initiative hat sich zum Ziel gesetzt, bedürftige Kinder und Jugendliche in der Umgebung gesund satt zu kriegen.

Die Arbeitslosenquote unter schwerbehinderten Menschen ist doppelt so hoch wie die Nichtbehinderter. Dabei sind Firmen ab einer gewissen Größe sogar verpflichtet, Menschen mit Handicap einzustellen. Die meisten Unternehmen zahlen aber lieber eine gesetzliche Ausgleichsabgabe. Woher kommt diese Scheu? Wie geht es den Schwerbehinderten dabei? Und: Kann sich unsere Volkswirtschaft das überhaupt leisten?

Altersarmut wirksam zu bekämpfen, ist Ziel der Rentenreformpläne der Großen Koalition. Besonders häufig betroffen sind Menschen, die wegen Krankheit nicht mehr arbeiten können. Doch die bisherigen Reformpläne erweisen sich als Mogelpackung.

Arzneimittel, die wochen-, oder sogar monatelang nicht lieferbar sind, gehören für Apotheker inzwischen zum Alltag. Nun schlagen Experten Alarm, denn Lieferengpässe bei Arzneimitteln gefährden inzwischen auch die Versorgung der Patienten.

Etwa 25.000 Schwestern arbeiten in Deutschland für das Deutsche Rote Kreuz (DRK). Viele von ihnen sind dauerhaft in einem Krankenhaus eingesetzt, um dort nach dessen Weisung gegen Entgelt tätig zu sein.

Deutschkurse für Flüchtlinge werden aus dem Topf der Arbeitslosenversicherung bezahlt. Zudem ist deren Erfolg fragwürdig. Das kritisiert nun auch der Bundesrechnungshof.

In der großen Flüchtlingswelle waren auch zahllose Minderjährige. Viele sind in Familien untergekommen, aber tausende sind schlicht "verschwunden". Wie kann das sein? Die Recherchen führen in eine kaum für möglich gehaltene Halbwelt.

Rund 3,7 Millionen Jugendliche unter 18 Jahren sind in Deutschland laut einer Studie der Kinder- und Jugendhilfe sozial abgehängt, weil ihre Eltern arbeitslos und von Armut bedroht sind.

 Ausbildungsbetriebe, Berufsschulen und selbst Universitäten schlagen Alarm: Viele Schulabgänger können nicht mehr richtig schreiben.

Rund 1,5 Millionen Angestellte wissen nicht, ob ihr Lohn zum Leben reicht. Sie arbeiten nur, wenn der Chef sie braucht.

Immer mehr Menschen wünschen sich einen flexibleren Übergang in den Ruhestand - aus ganz unterschiedlichen Gründen.

"Wir schaffen das!", auf diesen Satz der Kanzlerin haben viele Flüchtlinge vertraut. Es war ein Versprechen, dass ihre Kinder die Chance bekommen sollen, sich in Deutschland zu integrieren. Doch gerade in der Schule hapert es an der Umsetzung. Galten die "Willkommensklassen" lange als erster Schritt in die deutsche Gesellschaft, so stellt sich inzwischen heraus: Willkommensklassen sind oft eine bildungspolitische Sackgasse . Es mangelt an Konzepten für den Übergang in die Regelschule, an Lehrern, unterstützendem Personal und an Unterrichtsmaterialien.

BR: Jung, motiviert, schwer vermittelbar! - Menschen mit Handicap (15.03.2017)
Die Arbeitslosenquote unter schwerbehinderten Menschen ist doppelt so hoch wie die Nichtbehinderter. Die meisten Unternehmen zahlen lieber eine gesetzliche Ausgleichsabgabe als Menschen mit Handicap zu beschäftigen. Woher kommt diese Scheu? Und: Kann sich unsere Volkswirtschaft das überhaupt leisten? Wie gelingt mehr Inklusion am Arbeitsplatz? Wo muss die Politik nachbessern, damit Chancengleichheit für Menschen mit Behinderung möglich ist?

ARD: Heute jung – morgen arm. Was wird aus unserer Rente? (27.03.2017)
Wie ist das, wenn man den 50. Geburtstag feiert und plötzlich scheinen Rente und Älterwerden ganz nahe und man überlegt: Wird das Geld später reichen? Werde ich genug haben, um den jetzigen Lebensstandard zu halten? Mit dieser Frage im Gepäck bricht die Autorin Eva Schötteldreier zu einer Reise durch Deutschland auf. Die 50-jährige Journalistin und Alleinerziehende mit zwei erwachsenen Kindern entdeckt ein Land mit einem Rentensystem in Schieflage. Nur wer von Anfang an mit einem relativ guten Einkommen als Arbeiter oder Angestellter kontinuierlich in das System einzahlt, wird am Ende von der Rente halbwegs leben können. Was aber ist mit jenen, die immer nur befristet oder in Teilzeit Arbeit finden, die mit dem Mindestlohn nach Hause gehen, in Minijobs arbeiten, oder sich um Kinder und alte Eltern kümmern? Werden sie im Alter bestraft? Ja, meinen Sozialexperten, Wohlfahrtsverbände und Kirchen: "Die Altersarmut hängt wie ein Damoklesschwert über unserer Gesellschaft", kritisiert Frank Hensel, Kölner Diözesan-Caritasdirektor: "In den kommenden 15 bis 20 Jahren wird sich das weiter verschärfen". Offenbar stecken mehrere Fehler im System, das eigentlich würdevolles Altern sichern soll. Die Kritiker fragen sich: Warum zahlen nicht alle Berufstätigen in den großen Rententopf? Warum bleiben Freiberufler, Selbständige und Beamte von der Pflicht zur Solidarität befreit? Und warum werden Spitzenverdiener geschont? Die Noten für unser Alterssystem sind im europäischen Vergleich ungenügend, stellt Eva Schötteldreier auf ihrer Reise fest. Und macht sich eine Entdeckungstour zu den Nachbarn, in die Niederlande und die Schweiz – mit spannenden Ergebnissen für eine würdevolle Absicherung im Alter.

Altenpflege ist nichts für Feiglinge. Körperlich anstregend, unterbezahlt und gesellschaftlich wenig respektiert: Claudia Scheidtweiler ist seit 27 Jahren Altenpflegerin. Sie erzählte von ihrem Berufsalltag.

Darüber, wie gerecht es in Deutschland zugeht, wird medial gestritten. Doch die Berichterstattung zu Armut und sozialer Gerechtigkeit lässt die Leser ratlos zurück.

Monique und Aissatou sind zwei von 1,66 Millionen Menschen unter 30 Jahren, die sich ihr Leben eigentlich gerade aufbauen wollen, aber überschuldet sind. Sie shoppen online auf Kredit oder Rechnung, kaufen auf Raten oder schließen Verträge, ohne die Folgen abzuschätzen. Noch nie hat es so viele junge Menschen gegeben, die in die Schuldenfalle gerutscht sind. Seit 2004 hat sich ihre Zahl verdoppelt. Jeder siebte junge Erwachsene kann nicht mehr seine Rechnungen bezahlen.

Die soziale Gerechtigkeit: im Wahlkampf das große Thema der SPD. Ein Dorn im Auge ist Kanzlerkandidat Martin Schulz die sachgrundlose Befristung. Künftig will er es den Unternehmen schwerer machen, solche Arbeitsverträge abzuschließen. Doch das ist nicht so einfach. Viele Arbeitgeber profitieren enorm von den flexibleren Modellen. Sie befürchten: Wenn die Befristung von Arbeitsverträgen erschwert wird, steigt die Arbeitslosigkeit wieder an. Und ausgerechnet der Staat selbst ist kein gutes Vorbild, wenn es um unbefristete Stellen geht.

Plusminus: Renten in Österreich – Vorbild für Deutschland? (08.03.2017)
In Österreich liegt die Durchschnittsrente um 800 Euro höher als bei uns. Dabei ist das Rentensystem ähnlich aufgebaut. Die Angst vor Altersarmut ist viel geringer als in Deutschland. Wie haben die Österreicher das geschafft?

Panorama: Lebenserwartung: Wer wenig hat, ist früher tot (02.03.2017)

Das Winternotprogramm der Stadt Hamburg steht allen Obdachlosen offen. Doch offenbar macht die Stadt Unterschiede zwischen deutschen und rumänischen Obdachlosen.

Frauenhäuser helfen, wenn die Not am größten ist. Sie sind oft der erste und einzige Zufluchtsort vor gewalttätigen Männern.

Es ist der große Erfolg der SPD, das Prestigeprojekt von Andrea Nahles. „Der Mindestlohn wirkt“, mit diesem Slogan zieht die Ministerin durchs Land. Aber kommt er auch bei den Ärmsten an, bei den Mini-Jobbern? Ja, sagt die Bundesregierung. Nur etwa jeder achte geringfügig Beschäftigte bekomme weniger als ihm zusteht. MONITOR hat sich diese Zahlen genauer angesehen. Und festgestellt: Die Aussagekraft der Zahlen ist zweifelhaft. Tatsächlich dürften deutlich mehr Taxifahrer, Putzfrauen oder Kellnerinnen um ihren Mindestlohn geprellt werden als behauptet.

Die deutsche Asylpolitik scheint vielerorts vor allem einem Motto zu folgen: Hauptsache raus! Insbesondere nach Afghanistan wollen Bund und viele Länder verstärkt abschieben – obwohl die Vereinten Nationen dringend vor der sich dramatisch verschlechternden Sicherheitslage warnen. Wer da abgeschoben wird, wird öffentlich kaum diskutiert. Dabei sind viele darunter, die seit Jahren hier leben, Arbeit haben oder eine Ausbildung, und die die deutsche Wirtschaft dringend bräuchte. Eine Reise durch Bayern, wo sich immer mehr Mittelständler über die Abschiebepolitik des Landes empören.

Hartz-IV-Empfänger sitzen zunehmend im Kalten. Zwar zahlen die Jobcenter einen Heizkostenzuschuss, doch dieser deckt in vielen Fällen nicht die realen Kosten bis zum Frühling.

Die heimischen Obdachlosen haben Konkurrenz von Tagelöhnern aus Osteuropa, die sich hierzulande keine Wohnung leisten können. Folge: Die Anlaufstellen sind überfüllt - nicht selten kommt es zu Spannungen.

mehr/wert: Warum Betriebe die Behindertenquote nicht erfüllen (09.02.2017)
Die Wirtschaft brummt. Die Arbeitslosenquote in Bayern ist so niedrig wie seit 20 Jahren nicht mehr. Das könnte auch für behinderte Menschen eine Chance sein. Doch die Arbeitslosenquote bei Behinderten ist viel höher als bei Nicht-Behinderten.

Exakt: Umstrittene Sanktionen gegen Hartz-IV-Empfänger (01.02.2017)
Rund eine Million Mal pro Jahr verhängen Jobcenter Sanktionen gegen Hartz-IV-Empfänger. Das heißt, der Regelsatz wird gekürzt, die Arbeitslosen müssen mit weniger Geld auskommen. Aber Geld streichen ist nicht das einzige Mittel, um Leistungsempfänger zu disziplinieren. Wenn das Jobcenter der Meinung ist, dass die Hilfebedürftigkeit vorsätzlich oder grob fahrlässig herbeigeführt wurde, können auch Geld- und Sachleistungen zurückverlangt werden, oft mit dramatischen Folgen für die Betroffenen.

Der Chef der Dresdner Tafel, Andreas Schönherr, steht seit Längerem in der Kritik. Er quetsche das Geld aus den Ärmsten der Armen, wirtschafte in die eigene Tasche, so die Vorwürfe. Doch was steckt hinter der medialen Schlammschlacht?

Nach außen hin gibt sich die Deutsche Post AG modern und innovativ. Doch hohe Gewinnversprechen an die Aktionäre setzen den Konzern unter Druck. Auch die Konkurrenz macht der Post zu schaffen.

Wir sind in einem Pfandleihhaus in Siegburg und versuchen in einer Reportage Einblicke in das Leben von Menschen zu geben, die Wertgegenstände versetzen wollen, um über die Runden zu kommen.

Die "Mitte" der Gesellschaft fürchtet den sozialen Abstieg. Trotz anhaltend hohem Wirtschaftswachstum nähern sich immer mehr Menschen mit ihrem Einkommen der Armutsgrenze.

Bürger in Not, verloren im Paragrafendschungel des Sozialrechts. Viele suchen Hilfe beim VdK. Einst als Selbsthilfeorganisation für Kriegsopfer gegründet, wandelte sich der VdK zu einem modernen Sozialverband.

Die Gegend "Stendal-Süd" ist trostlos. In der Einkaufspassage hat alles zu gemacht - außer dem Sozialkaufhaus "Brauchbar". Hierher kam unsere Reporterin zum Praktikum. Sie hat erfahren, dass der Verkauf von preiswerten Textilien, Haushaltwaren und Möbeln nicht nur den Nachbarn im Viertel hilft, sondern auch Verkäuferinnen und Möbelschleppern Arbeit gibt. Menschen, die niemand mehr anstellen wollte und die als Langzeitarbeitslose ihre Hoffnung auf einen sinnerfüllten Alltag schon begraben hatten.

Hassobjekt Brummis: Autofahrer schimpfen über die lästigen Lkws. Sie verstopfen Straßen und Rastplätze. Übermüdete Fahrer - eine rollende Lebensgefahr. Und dennoch werden gut 70 % aller Güter über den Asphalt transportiert. Tendenz steigend. Die Schienen hingegen verwaisen. Warum? Osteuropäische Fahrer arbeiten für Dumpinglöhne. Und unter unwürdigen Bedingungen. Und die deutsche Politik sieht zu.

Das finanzielle Ausgleichssystem der Kassen wird von manchen Versicherungen ausgenutzt. Ärzte werden belohnt, wenn sie ihre Patienten auf dem Papier kränker machen. Doch der Diagnose-Schwindel kann fatale Folgen für Betroffene haben.

Die Bundesagentur für Arbeit hat eine Menge Geld in die Hand genommen, um Deutschkurse für Flüchtlinge zu finanzieren. Die Teilnehmerzahlen scheinen nicht gut gewesen zu sein.

Die Beschäftigungszahlen sind gut wie nie. Was sie nicht erzählen, ist die Geschichte von den abgehängten Frauen dahinter, die für Teilzeit- und Minijobs karge Löhne erhalten.

Beide Eltern sind berufstätig, und trotzdem reicht das Geld kaum. In der Mittelschicht gibt es immer mehr Verlierer - trotz Wirtschafts-Wachstum und niedriger Arbeitslosenquote.

Nach einem ereignisreichen und bewegten Leben, fühlen sich viele Menschen am Ende einsam. Die Gründe sind unterschiedlich: Mal gibt es keine Kinder, mal keine Freunde, weil alle früher verstorben sind. In Nordrhein-Westfalen leben rund 1,3 Millionen Menschen im Alter über 65 alleine und ihre Zahl wächst stetig. Oft sind Ärzte, Apotheker und Kassierer ihre einzigen Kontakte. Was läuft falsch in unserer Gesellschaft? Sind uns die vergessenen Alten egal? Wer kümmert sich um sie? Manchmal ist die Einsamkeit für Anne Blum unerträglich. Die Kölnerin war Ballett-Tänzerin und Mannequin, stand im Rampenlicht und hatte zahlreiche Freundschaften – früher. Seit ihr Mann vor sieben Jahren gestorben ist, fühlt sie sich oft einsam, regelrecht vergessen von den anderen. Kinder hat sie nicht. „Jeder ist so sehr mit seinem Leben beschäftigt, da habe ich das Gefühl zu stören“, sagt die 86-Jährige. Doch dann entdeckt sie in einem Flyer ein Angebot, das ein Lichtblick für sie werden könnte: Die sogenannten „Freunde alter Menschen“ sind ein Verein in Köln, der Besuchspatenschaften für alte Menschen anbietet. Anne Blum hat dort angerufen: Vielleicht gibt es dort jemanden, der auch sie mal besuchen kommt? Die Reportage von Jule Sommer und Udo Kilimann erzählt vom Alleinsein und der Hoffnung auf soziale Kontakte.

Umsonst geschuftet? Viele Rentner in Deutschland stellen sich diese Frage. Da trotz eines langen Arbeitslebens nur wenig für sie übrig bleibt, kämpfen sie gegen die Altersarmut.

Es ist kaum vorstellbar: auf einem verlassenen Gelände direkt hinter dem Leipziger Hauptbahnhof, praktisch im Zentrum der Messestadt, hausen Obdachlose in heruntergekommenen ehemaligen Lagerhallen. Ohne Strom, ohne fließendes Wasser, bei eisigen Temperaturen. Kein ungefährlicher Ort - erst kürzlich kam ein Mann hier bei einem Brand ums Leben. Warum Angebote für Wohnungslose nicht jeden erreichen und warum einige das Überwintern in Abrisshallen vorziehen.

Wer vor dem Mauerfall aus der DDR in den Westen kam, wurde so gestellt, als hätte er sein ganzes Leben im Westen gearbeitet – aber nur, wenn er bis 1936 geboren wurde. Für später Geborene führt das oft zu hohen Renteneinbußen.

Seit zehn Jahren gilt in Deutschland eine Krankenversicherungspflicht. Trotzdem sind auch heute noch weit über 100.000 Menschen nicht versichert. Davon betroffen sind vor allem Selbständige, die ihre Beiträge nicht mehr zahlen können. Oft meiden sie aus Angst vor den Kosten Arztbesuche. "Kontrovers" zieht Bilanz: Wie steht es um die Versicherungspflicht zehn Jahre nach ihrer Einführung?

Report München: Ermittlungen gegen VIP-Fahrdienst von BMW (17.01.2017)
Die Berliner Firma Hofer ist ein wichtiger Subunternehmer von BMW. Doch nach Recherchen von report München und der "WirtschaftsWoche" ermittelt die Staatsanwaltschaft gegen das Unternehmen, weil es offenbar jahrelang Scheinselbständige als Fahrer für den BMW-VIP-Shuttleservice eingesetzt hat. Es soll um Sozialbeiträge in Millionenhöhe gehen.

Westpol: Beitragsfreie Kita oder längere Betreuungszeiten? (15.01.2017)
Die SPD möchte, dass Eltern künftig keine Beiträge mehr für die Kita ihrer Kinder zahlen müssen - zumindest für eine Kernbetreuungszeit. Fast eine halbe Milliarde Euro will die SPD dafür ausgeben. Bei CDU, FDP und auch dem grünen Koalitionspartner gibt es bei dem Thema großen Widerstand. Sie wollen das Geld lieber in mehr Personal und längere Betreuungszeiten investieren und an Elternbeiträgen festhalten.

ZDF: Armes reiches Deutschland. Kein Geld für Kinder (15.01.2017)
Fast jedes fünfte Kind in Deutschland gilt als arm oder armutsgefährdet. Mit am stärksten betroffen sind Kinder Alleinerziehender. Doch wie sieht das Leben und der Alltag dieser Kinder aus?

Plusminus: Wie steht es um die Hygiene in deutschen Krankenhäusern? (11.01.2017)
Im Krankenhaus will man genesen. Was aber, wenn man sich dort gefährliche Keime einfängt? "Plusminus" liegen mit CORRECTIV Zahlen aus dem Jahr 2014 vor: Jede vierte Klinik erfüllte damals die Empfehlungen des Robert-Koch-Instituts nicht.

MDR: Rund um die Uhr. Junge Männer als Mädchen für alles (08.01.2017)
Eine Reportage über „Persönliche Assistenten“ vom Menschen mit schwersten Behinderungen.

mehr/wert: Wollen Konzerne ihre Kunden loswerden? (22.12.2016)
Kapitallebensversicherungen sind trotz hoher Kosten bei den Deutschen eine beliebte Altersvorsorge. Wer seinen Vertrag schon vor Jahren abgeschlossen hat, kann sich über einen vergleichsweise hohen garantierten Zins freuen. Doch genau das scheint den Versicherern ein Dorn im Auge zu sein.

Plusminus: Fernfahrer: Die neuen Sklaven im LKW (14.12.2016)
Miese Bezahlung, ein Leben in der Fahrerkabine und verdreckte Raststätten: So sieht der Alltag von Fernfahrern oft aus. Immer mehr deutsche Speditionen melden ihre Flotten in Osteuropa an, um die Kosten weiter zu senken.

WDR: A40 – Eine Autobahn trennt arm und reich (14.12.2016)
Quer durch das Ruhrgebiet führt die A40. Auf den ersten Blick bloß eine Autobahn, beim Blick auf die Bevölkerungsdaten eine Trennlinie: Nördlich dieser Strecke leben die meisten Hartz IV-Empfänger und die meisten Migranten, viele von ihnen nicht freiwillig. Aber hier sind die Mieten billiger - im Süden sind sie unerschwinglich.

Die Beschäftigungszahlen sind gut wie nie. Was sie nicht erzählen, ist die Geschichte von den abgehängten Frauen dahinter, die für Teilzeit- und Minijobs karge Löhne erhalten.

EU-Ausschreibungen sind kompliziert, die Konkurrenz wird immer größer und am Ende zählt nur der Preis. Der Wettbewerb geht dabei meist zulasten der Mitarbeiter. Am Ende wird der Mindestlohn zum Höchstlohn. War das wirklich Sinn der Sache?

Ab Januar wird es noch komplizierter, einen Überblick über die Leistungen seiner Pflegekasse zu bekommen. Heimbewohner und körperlich Kranke müssen mit Nachteilen rechnen. Wir zeigen, wer jetzt aktiv werden sollte, um sich abzusichern.

Das MDR-Magazin Exakt hat mehrere Fälle von Schwarzarbeit und zu geringer Bezahlung auf verschiedenen Weihnachtsmärkten in Mitteldeutschland recherchiert. Demnach melden Standbetreiber ihre Arbeitskräfte als Minijobber an, obwohl sie zehn Stunden täglich auf dem Markt stehen. Andere zahlen keinen Mindestlohn oder lassen ohne Arbeitsvertrag arbeiten, um Steuern und Abgaben zu sparen. Der Zoll müsste die Arbeitsbedingungen eigentlich kontrollieren. Aber er hat offenbar nicht genug Personal, um gegen Schwarzarbeit auf Weihnachtsmärkten vorzugehen.

Deutschland hinkt in der Notfallmedizin hinterher. Das kritisieren Experten und fordern Mindeststandards, zum Beispiel ein festes System der Ersteinschätzung.

Panorama 3: Chaos bei der Paketzustellung (06.12.2016)
In keinem Jahr wurden so viele Pakete ausgeliefert wie 2016. Doch die Bestellfreude der Deutschen ist für die Paketdienste auch ein Fluch: Das Zustellungssystem gerät ins Wanken.

ARD: Wir Sklavenhalter. Ausbeutung in Deutschland (05.12.2016)
"Sklaven und Zwangsarbeiter gibt es bei uns nicht", denken viele. Wir machen uns in Deutschland auf die Suche nach Menschen, die wie Sklaven behandelt werden. Wir treffen Schlachtarbeiter, Pflegekräfte privater Haushalte, Frauen, die nach Deutschland verkauft und prostituiert wurden, und Flüchtlinge, die in Gefahr sind, Deutschlands nächste Schattenarbeiter zu werden.

Unsere Gesellschaft altert. Das heißt, die Menschen leben länger. Doch damit steigt auch die Zahl Menschen, die im Alter auf Unterstützung und Pflege im Alltag angewiesen sind. Das soll die Pflegeversicherung leisten. Doch nach welchen Kriterien entscheidet sie, wer Leistungen aus der Versicherung erhält und welche Leistungen er oder sie bekommt? Im Kampf um eine höhere Pflegestufe mischen viele mit. Aber oft haben die Betroffenen das Nachsehen.

Immer wieder werden Betriebsräte bei ihrer Arbeit behindert und gar eingeschüchtert. Dabei regelt das Betriebsverfassungsgesetz klar, was ein Betriebsrat soll und darf.

Rund 25 Milliarden Euro an Steuergeldern sind seit 2002 zur Förderung von Riester-Verträgen geflossen. Doch seit ein paar Jahren wird kaum mehr geriestert. Eine intransparente Kostenstruktur, verdeckte Klauseln und niedrige Auszahlungen haben dafür gesorgt, dass das Image der Riester-Rente desaströs ist. Mit dem neuen Rentenkonzept, das Bundesarbeitsministerin Andrea Nahles (SPD) jetzt präsentierte, plant die Bundesregierung mit einem sogenannten Standard-Riester und höheren Zulagen einen Neustart dieser privaten Altersvorsorge.

In ihrem Job zählt jede Minute. Rettungssanitäter tragen eine immense Verantwortung, denn oft geht es um Leben und Tod. Für die Patienten ist entscheidend, dass ihre Helfer ausgeruht und konzentriert bei der Arbeit sind. Doch genau hier liegt in Hessen das Problem. Es fehlt an Personal. Deshalb müssen Sanitäter wie Karsten Jakob mehr arbeiten. Mittlerweile fühlt er sich müde und ausgelaugt.
Seit 6:00 Uhr morgens ist er heute im Einsatz und hat bis zum Nachmittag immer noch keine Pause. Durcharbeiten, Überstunden anhäufen - das ist mittlerweile Alltag. Gründe, warum es an Rettungskräften fehlt, ist die Zahl der Einsätze. Die sind in den letzten fünf Jahren um 20 Prozent gestiegen. Außerdem drücken viele Rettungskräfte derzeit die Schulbank. Denn 2014 hat ein Gesetz des Bundes den Beruf des Rettungsassistenten abgeschafft und durch den Notfallsanitäter ersetzt. Das bedeutet für die Rettungsassistenten, dass sie sich weiterbilden müssen. Das dauert bis zu 960 Stunden. Zeit, die sie im Dienst fehlen. "defacto" hat Rettungssanitäter am Limit bei ihren Einsätzen begleitet.

Metoprolol retard, ein Betablocker, ausverkauft! Ein wichtiges Antibiotikum soll in der kommenden Woche wieder voll verfügbar sein. Lieferengpässe bei Arzneimitteln, sie gehören inzwischen zum Alltag in Deutschland. Demnächst wird der Bundesrat über ein neues Gesetz befinden, das diesem Mangel abhelfen soll. Doch daran gibt es Zweifel. Dabei haben die Pharmaunternehmen und Großhändler schon heute einen Sicherstellungsauftrag, dem sie offensichtlich nicht nachkommen.

Die Mietpreisbremse ist ein Prestigeprojekt der Großen Koalition in Berlin. Doch was vor über einem Jahr mit viel Tamtam eingeführt wurde, bringt in der Praxis wenig. Zu kompliziert, zu viele Ausnahmen, keine Sanktionen. Dazu kommt: Dort wo das Wohnungsangebot knapp und Wohnraum deshalb besonders teuer ist, traut sich kaum jemand, gegen Vermieter vorzugehen. Aus Angst, dann gleich wieder aus der Wohnung zu fliegen!

Panorama 3: Überlastung in der Notaufnahme (22.11.2016)
Viele Notaufnahmen sind seit Jahren überlastet. Ärzte und Schwestern müssen neben ihrem Job auch mit dem Patienten-Frust umgehen. Körperliche Gewalt ist keine Ausnahme mehr.
Innerhalb von nur fünf Jahren hat sich in der Notaufnahme des Hamburger Marienkrankenhauses die Zahl der Patienten verdoppelt: Rund 120 bis 140 Menschen suchen hier jeden Tag medizinische Hilfe. Nicht alle sind im engeren Sinne ein Notfall. Dennoch sitzen sie im Wartebereich: der Schnupfen, die Magenbeschwerden, der seit Wochen schmerzende Rücken oder die Blasenentzündung.

WISO: Jeder zahlt: Rentenkasse für alle? (21.11.2016)
In der letzten Sendung wurden drei unterschiedliche Rentenmodelle beleuchtet, die in den sozialen Netzwerken aber durchweg abgelehnt wurden. Die einzige Lösung sei, wenn endlich alle in den Rententopf einzahlen würden, also auch Beamte und Selbständige.

Millionen Menschen engagieren sich in Deutschland. Im Sportverein, bei der Betreuung von Kindern, bei der Hilfe für Obdachlose. Ohne Ehrenamt würde unser Gemeinwesen wohl zusammenbrechen. Die "ZDF.reportage" begleitet einige der ungewöhnlichsten Ehrenamtlichen Deutschlands. Mit dabei sind ein Hartz-IV-Empfänger, der ehrenamtlicher Bürgermeister ist, ein verurteilter Drogenschmuggler und ein Banker.

Sie kämpften schon sehr früh für den Schutz von Arbeitern. Die Vorkämpfer des Arbeiter-Samariter-Bunds organisierten Ende des 19. Jahrhunderts für Arbeiter und Handwerker Erste-Hilfe-Kurse. Hat der ASB die Ideale der Gründungszeit vergessen? Er ist der einzige - nichtprivate - Rettungsdienst in Bayern ohne Tarifvertrag für seine Mitarbeiter.

Die Koalition will die Situation für Behinderte verbessern: mehr Teilhabe, mehr Inklusion, weniger Fürsorge. Behinderte Frauen und Männer sollen so leben können wie Menschen ohne Handicap. Doch der Gesetzesvorschlag, der jetzt auf dem Tisch liegt, hat bei den Betroffenen für Schrecken und Protest gesorgt. Sie sagen: "Das macht uns das Leben noch schwerer!"

Klartext: Ärztemangel in "ärmeren" Bezirken (16.11.2016)
In "reichen" Bezirken Berlins gibt es jede Menge Ärzte, in den "ärmeren" Bezirken deutlich weniger. Lichtenberg und Neukölln wollen das jetzt ändern - und stoßen auf Widerstand.

Klartext: "Winterkinder" und die Vereinbarkeit von Familie und Beruf (16.11.2016)
Berlin: Weil die Kitas vom Senat pro Kind und Monat finanziert werden, müssen die Einrichtungen bereits unmittelbar nach Schuljahresbeginn ihre Plätze wieder auffüllen. Eltern, deren Kinder erst rund um Weihnachten ein Jahr alt werden, haben halt Pech gehabt. Vereinbar mit der Vereinbarkeit von Familie und Beruf? Eher nicht

BR: Pflegen bis zum Umfallen: Wer hilft den Angehörigen? (16.11.2016)
24 Stunden am Tag, 365 Tage im Jahr, keine freie Minute bei oft schwerer physischer aber auch psychischer Arbeit: die Pflege des Partners, eines Kindes, der Eltern geht bei Angehörigen häufig bis an den Rand ihrer Kräfte. Vom Staat fühlen sich die pflegenden Angehörigen im Stich gelassen. Wo bleibt die Unterstützung? Oder setzt der Staat gar auf diese Aufopferungsbereitschaft seiner Bürger?

Plusminus: Trotz Arbeit kaum Rente: Wem droht die Altersarmut? (16.11.2016)
Viele ahnen nicht, wie groß die Not vieler Rentner und Renterinnen wirklich ist. Schon heute kämpfen viele täglich um das finanzielle Überleben. Wissenschaftler warnen jetzt, dass sogar heutige Durchschnittsverdiener später arm sein werden.

ZDFzoom: Das Rentendebakel (16.11.2016)
Die drei Säulen der Altersvorsorge haben tiefe Risse: Die gesetzliche Rente reicht nicht mehr, das Riester-Modell gilt als gescheitert, und die Vorsorge über eine Betriebsrente bröckelt.
Nur 47 Prozent der Geringverdiener haben überhaupt eine Betriebsrente. Die Regierung will dies ändern und neue Anreize für Unternehmen schaffen, eine Betriebsrente einzurichten. Dazu soll es unter anderem staatliche Zuschüsse geben. Gerade Minijobber oder Geringverdiener haben ein Problem, sich zusätzlich noch fürs Alter abzusichern. Es droht die Altersarmut. Um die Versorgungslücke zu schließen, sollen künftig mehr Menschen in eine Betriebsrente einzahlen. Eine Befreiung von Steuern und Sozialabgaben ist im Gespräch. Auch sollen die Unternehmen in Zukunft nicht mehr garantieren müssen, wie hoch die Betriebsrente sein wird. Mit einem Zuschuss von 144 Euro pro Jahr will man einen zusätzlichen Anreiz schaffen. "ZDFzoom" nimmt die Pläne der Bundesregierung unter die Lupe und geht der Frage nach: Kann die geplante Rentenreform die Versorgungslücke schließen oder ist sie nur ein Tropfen auf den heißen Stein? Der Autor der Dokumentation, Detlef Schwarzer, trifft Menschen, die von Altersarmut und einer zu niedrigen Rente betroffen sind sowie Unternehmer, die durch die hohen Betriebsrentenzahlungen Insolvenz anmelden mussten.

WISO: Pensionskassen in der Niedrigzinsphase (14.11.2016)
Die betriebliche Altersvorsorge ist im Prinzip eine gute Idee. Es wird etwas vom Lohn abgezwackt, oft zahlt der Arbeitgeber etwas drauf. In Zukunft könnte die angesparte Rente aber viel kleiner ausfallen als gedacht.

BR: Kinder hinter verschlossenen Türen (12.10.2016)
Einschlüsse in sogenannte Time-Out-Räume, nachts in ein „Spezialbett“ oder auch ins eigene Zimmer: Solche Maßnahmen werden auch heute noch in manchen Einrichtungen für Kinder mit Behinderung angewandt. Das hatten Recherchen des Bayerischen Rundfunks im April dieses Jahres aufgedeckt. Nun haben weitere Recherchen ergeben: Auch in Heimen für „schwer erziehbare“ Jugendliche gehören Freiheitsbeschränkungen zum Alltag. Veraltete Pädagogik? Oder notwendige Strenge?

mehr/wert: Arbeiten für Dumpinglöhne (10.11.2016)
Viele Rentner haben einen Nebenjob, um die Rente aufzubessern. Aber häufig werden sie mit Löhnen unterhalb des Mindestlohns ausgebeutet.

WDR: Care-Slam - Der große Pflegenotstand (10.11.2016)
Schichtsystem, schlechte Bezahlung, hohe körperliche und psychische Belastung, immer Stress und Druck, ausgelaugt mit 50, wenig Anerkennung. Wer möchte schon so einen Job? Aber genauso sieht es aus, wenn man in der Pflege arbeitet. Und das sind überwiegend Frauen. Bis zum Jahr 2030 wird es eine große Versorgungslücke im Pflegebereich geben. Das ist das Ergebnis einer aktuellen Studie der Bertelsmann-Stiftung. Ein Grund: fehlendes Personal. Es gibt immer mehr ältere Menschen in unserer Gesellschaft, aber immer weniger Menschen, die in der Pflege arbeiten wollen. Offen über die Probleme zu sprechen, ist für viele Pflegerinnen und Pfleger schwierig – viele haben Angst um den Job. Beim CareSlam trauen sie sich. Es ist ein Sprachrohr, um die alltägliche Überlastung, den Druck und Stress zu verarbeiten

Kontrovers: Wenn Opfer keinen Schutz bekommen (09.11.2016)
Jede vierte Frau erlebt in ihrem Leben häusliche Gewalt - so die Statistik. Das sind allein in Bayern jedes Jahr 140.000 Frauen. Frauenhäusern sollten Opfern von Gewalt Zuflucht bieten. Eigentlich. Doch weil es in Bayern zu wenig Plätze gibt, wird jede zweite Frau abgewiesen. Und auch bei ihrer täglichen Arbeit stoßen die Häuser ständig an ihre Grenzen.

Westpol: Obdachlos sind andere (06.11.2016)
Lebenskrise, Arbeitslosigkeit, Wohnungsverlust. Alles Zutaten für die Obdachlosigkeit. Wer denkt, es trifft immer nur die anderen könnte falsch liegen. Nicht bezahlbarer Wohnraum ist immer häufiger ein Grund für das Leben auf der Straße. Wir schildern zwei Schicksale in denen Menschen aus der Mitte der Gesellschaft mit dem Leben auf der Straße konfrontiert wurden. Zeigen, dass es auch strukturelle Probleme sind, die politisch gelöst werden müssen.

Westpol: Personalnot in NRW-Gefängnissen? (06.11.2016)
In diesem Jahr ist die Anzahl der Menschen, die sich in einer Justizvollzugsanstalt das Leben nahmen zum Vergleich der Vorjahre deutlich angestiegen. Schon jetzt um 36 Prozent. Weitere Probleme in den Gefängnissen ist Gewalt gegen Bedienstete und der Häftlinge untereinander. Zur Zeit ist in einigen Haftanstalten ein Angestellter für die Betreuung von 40 Häftlingen verantwortlich. Unverantwortlich findet die Gewerkschaft und fordert ein Personalaufstockung von 1000 Justizvollzugsangestellten.

Westpol: Mit System - Kränker als Krank (06.11.2016)
Ein Anruf beim Arzt und die Bitte, den Patienten kränker zu diagnostizieren als er es eigentlich ist. Beispiel: aus Übergewichtig wird Adipositas- und davon profitiert ausgerechnet die Krankenkasse des Versicherten. Denn je mehr chronisch Kranke, desto höher die Ausgleichszahlungen durch den Gesundheitsfonds. Der Patient erfährt meist nicht einmal etwas von seiner Akte und seiner chronisch kranken Einstufung.

NDR: 7 Tage... im Knast (06.11.2016)
Weggeschlossen in einer neun Quadratmeter großen Zelle - darin leben für Monate oder Jahre. Was macht das Leben im Knast aus den jungen Inhaftierten?

NDR: Zwischen Leben und Tod - Traumberuf Krankenpflege? (04.11.2016)
Sterben gehört zum Alltag: Lara Meißner ist Krankenpflegerin auf der neurochirurgischen Intensivstation. Die Reportage begleitet die junge Frau in ihrem anstrengenden Arbeitsalltag.

SWR: Abgehängt und ohne Zukunft? Langzeitarbeitslose auf Jobsuche (03.11.2016)
Auf dem deutschen Arbeitsmarkt sieht es vergleichsweise gut aus, die Erwerbstätigenzahlen steigen. Doch eine Gruppe hat nichts von dem positiven Trend, im Gegenteil: Insgesamt gibt es in Deutschland mehr als eine Million Langzeitarbeitslose, also fast 40 Prozent aller Arbeitslosen. Ihre Zahl hat sich in den letzten fünf Jahren trotz besserer Gesamtlage kaum verändert. Im letzten Jahr ist sie sogar noch leicht angestiegen. Vor allem Ältere oder gering qualifizierte Personen finden so gut wie nie eine (neue) sichere Beschäftigung, von der man einigermaßen leben kann. Langzeitarbeitslose haben nicht nur mit persönlichen Problemen und Vorurteilen zu kämpfen, sondern auch damit, dass viele Fördermaßnahmen zurückgefahren wurden oder ohnehin nur kurzfristige Jobs ohne Lebensperspektive brachten. Nicht einmal jeder fünfte Langzeitarbeitslose hat in den letzten Jahren einen neuen bezahlten Arbeitsplatz gefunden. Bei den über 55-Jährigen sind fast 50 Prozent der Arbeitslosen länger als ein Jahr ohne Job. Viele werden nie wieder eine Chance bekommen, selbst wenn sie besser ausgebildet sind als Jüngere. Fördermaßnahmen sind in den letzten Jahren erheblich zurückgefahren worden, und Besserung ist derzeit nicht in Sicht. Auch im Saarland nicht, wo die Zahl der Langzeitarbeitslosen in den letzten Jahren wie festbetoniert bei rund 14.000 liegt. Nachdem vor kurzem auch noch die Bürgerarbeit abgeschafft wurde, die im Saarland besonders stark genutzt wurde, ist die Situation für Langzeitarbeitslose noch aussichtsloser geworden. Früher gab es viele einfache Arbeiten, die einen schnellen Einstieg ermöglichten und oft sogar erstaunliche Aufstiegschancen boten. Seitdem hat die Spezialisierung ständig zugenommen. Die Aufgaben wurden anspruchsvoller, die ganze Arbeitswelt hat sich immer weiter ausdifferenziert. Deshalb verrät eine Durchschnittszahl wie die Arbeitslosenquote heute weniger über die Chancen des Einzelnen als je zuvor. Experten und Sozialverbände wissen schon lange: Ohne einen dauerhaften Dritten Arbeitsmarkt werden diese Personen bis zum Lebensende abgehängt bleiben. Lars Ohlinger hat sich mit seinem Kamerateam auf den Weg gemacht, um die Schattenseiten des Arbeitsmarkts auszuleuchten und mit Menschen zu sprechen, die selten zu Wort kommen, weil sie von Politik und Medien allzu häufig übersehen werden.

SWR: Köche aus Kenia. Wie das Handwerk um Arbeitskräfte ringt (03.11.2016)
Harald W., Inhaber einer Autowerkstatt an der Südlichen Weinstraße, kann es kaum fassen: Seit fünf Jahren findet er keinen geeigneten Lehrling mehr, dabei war Automechaniker doch für Jungs mal der Traumberuf schlechthin! In den kleinen Ortschaften zwischen Rheinebene und Pfälzer Wald zählen mittlerweile selbst Fahrzeugmechaniker, Elektriker, Heizungsbauer zu den Engpassberufen. Ähnlich ist die Lage in fast allen westlichen Bundesländern. Stefan O., Heizungsbauer in der Pfalz musste bereits Aufträge ablehnen, so geht es nicht weiter. Im Kellerbüro des Handwerkers sitzt ein junger Personalvermittler, der arbeitslose spanische Elektriker und Installateure aus Valencia nach Deutschland bringt. Sind die Spanier die Retter in der Not? In der Küche der traditionsreichen Weinstube von Ulli und Wolfgang R. steht seit kurzem Teresa, eine junge Frau aus Kenia am Herd: Wer von unseren Jugendlichen will denn heute noch Koch lernen - hier, in einer Dorfwirtschaft? Für Theresa ist die Lehre in Deutschland die Chance ihres Lebens. Wird sie durchhalten? Ihre Wirtsleute fragen sich: Köche aus Kenia - kann das gut gehen? Das SWR Fernsehen begleitet das Werben, Suchen und Finden um neue Arbeitskräfte in der Südpfalz.

Kontrovers: Kein Geld für wichtige Therapien (02.11.2016)
Am Anfang steht eine psychische Krankheit. Dann folgt oft Langzeitarbeitslosigkeit. Doch was wenn die Krankheit nicht erkannt und ordentlich behandelt wird? Es gibt gute Ansätze, wie direkt in Jobcentern psychische Erkrankungen diagnostiziert werden können und anschließend für eine angemessene Behandlung gesorgt wird. Doch weil Gelder dafür fehlen, werden sie oft nicht ausreichend umgesetzt: Und das obwohl diese Angebote sich unterm Strich sogar lohnen. Kontrovers über Maßnahmen, die Menschen helfen würden, Kosten sparen könnten und trotzdem viel zu selten angeboten werden.

Report Mainz: Krankenhäuser missachten Frühchenrichtlinie (01.11.2016)
Frühgeborene sind Hochrisikopatienten. Deshalb gibt es Vorgaben, wie viel Personal die Kliniken für ihre Versorgung vorhalten müssen - doch viele Krankenhäuser erfüllen sie nicht.

Report Mainz: Die alltägliche Hartz-IV-Willkür (01.11.2016)
Hartz-IV-Empfänger, die Termine beim Job-Center versäumen oder angeblich gegen Mitwirkungspflichten verstoßen, müssen mit harten Sanktionen rechnen. Bis zu 100 Prozent kann die Regelleistung gekürzt werden. Experten kritisieren das seit langem, weil Menschen somit unter dem gesetzlich garantierten Existenzminimum leben müssen.

Dazu auch eine längere Fassung des Interviews: Report Mainz fragt Prof. Stefan Sell (01.11.2016)

Panorama 3: Arbeit auf Abruf: Das Leiden der Arbeitnehmer (01.11.2016)
Auch der Hamburger Flughafen beschäftigt Mitarbeiter auf Abruf. Dieses Modell hat viele Vorteile für den Arbeitgeber, aber deutliche Nachteile für die Arbeitnehmer.

Westpol: Mängel bei privaten Pflegeheimen (30.10.2016)
Immer mehr Menschen sind im Alter auf ein Pflegeheim angewiesen. Die Wirtschaft hat das längst als lukratives Geschäftsfeld erkannt. Mittlerweile gibt es doppelt so viele private Pflegeheime wie noch Ende der 90er Jahre. Doch eine Studie hat jetzt festgestellt, dass die profitorientierten Heime bei der Qualität meist schlechter abschneiden als die gemeinnützigen.

NDR: 7 Tage... in der Putzkolonne (30.10.2016)
Wie ist es, für andere sauber zu machen? Eine Arbeit zu haben, die belächelt und oft nicht wahrgenommen wird. Und was macht das mit den Menschen, die sie täglich machen?

Frontal 21: Ausverkauf der Arbeitnehmerrechte - Die Tricks der Möbelkette XXXL (25.10.2016)
Die österreichische Möbelhaus-Kette XXXLutz ist auf Expansionskurs, möchte größer werden als das Konkurrenzunternehmen IKEA. In Deutschland kauft XXXLutz seit Jahren kleine und mittelständische Familienunternehmen auf. Doch die Übernahmen gehen auf Kosten der Arbeitnehmer und ihrer Rechte, kritisiert die Gewerkschaft ver.di. Frontal 21 ist einigen Fällen nachgegangen – zum Beispiel in Oberhausen. Hier versprach das Möbelunternehmen, für die Mitarbeiter werde sich nichts ändern. Doch kaum war der Kauf besiegelt, wurden die Möbelhäuser in zwei Unternehmen getrennt: In einem blieben Vermögenswerte wie Immobilien und Waren, im anderen lediglich die Mitarbeiter. Nach kurzer Zeit kündigte XXXLutz den Vertrag mit der Personal–Dienstleistungsgesellschaft. Einige Mitarbeiter wurden bei neuen Servicegesellschaften wieder eingestellt, allerdings zu schlechteren Konditionen. Doch für viele, hauptsächlich Betriebsräte, ältere Arbeitnehmer und Schwerbehinderte, war es ein Rausschmiss auf Raten. "Speziell bei der Übernahme in Oberhausen waren wir in einer schwierigen Situation", begründet Deutschland-Chef Alois Kobler die Entscheidung des Einrichtungskonzerns. "Das Unternehmen hat Riesenverluste gemacht und wir mussten schnell Lösungen finden." Doch Frontal 21 liegen mehrere Urteile von Arbeitsgerichten vor, die diese Lösungen nicht akzeptieren.

Frontal 21: Gefährliche Wartezeit - Überfüllte Notaufnahmen im Krankenhaus (25.10.2016)
Volle Flure, lange Wartezeiten, gestresstes Personal – Alltag in Deutschlands Notaufnahmen. Jedes Jahr steigt die Zahl der Patienten, die eine Rettungsstelle aufsuchen, um mindestens fünf Prozent. Im letzten Jahr waren es rund 20 Millionen Menschen, die in den Notaufnahmen behandelt wurden. Doch ein Drittel von ihnen sind sogenannte Bagatellfälle, könnten ebenso gut im ambulanten Dienst oder vom kassenärztlichen Bereitschaftsdienst behandelt werden. Sie verursachen milliardenhohe Defizite für Krankenhäuser und nehmen den eigentlichen Notfällen Behandlungszeit. Eine Lösung für dieses Dilemma sind sogenannte Portalpraxen im Krankenhaus, in denen der Patient nach einer professionellen Ersteinschätzung zu einem anwesenden Hausarzt oder in die Notaufnahme eingeteilt wird.

defacto: Wie sich die Taxibranche um den Mindestlohn drückt (23.10.2016)
Taxifirmen müssen ihren Fahrern mindestens 8,50 Euro pro Stunde zahlen. Doch halten sich alle an den Mindestlohn? "defacto" hat sich bei Frankfurter Taxifahrern umgehört und erfahren: Die Praxis sieht erschreckend anders aus. Die Fahrer berichten uns von Tricks, die ihre Chefs einsetzen, um den Mindestlohn zu unterlaufen: so werden sie gezwungen, weniger Arbeitsstunden aufzuschreiben, als sie geleistet haben oder die Gebühren bei Kreditkartenzahlung zu übernehmen.

Westpol: Zerrissene Flüchtlingsfamilien (23.10.2016)
Eine Klagewelle überrollt die Verwaltungsgerichte: 19.500 Flüchtlinge klagen für besseren Schutz durch das Gesetz, vor allem Syrer. Denn viele werden nicht mehr als Flüchtlinge nach der Genfer Konvention anerkannt, sondern erhalten nur noch sogenannten subsidiären Schutz.

Westpol: Steuererklärung in der Warteschleife (23.10.2016)
Wie hoch ist der tägliche Druck, der auf den Mitarbeitern in den Finanzämtern liegt? WESTPOL hat Informationen erhalten, wonach der sehr hoch sein soll. Grund: Eine sehr knapp bemessene Personaldecke. Und das hat offenbar Folgen.

Zur Sache Rheinland-Pfalz: Immer mehr polnische Pflegekräfte arbeiten im Land (20.10.2016)
Die meisten Menschen möchten im Alter zu Hause wohnen und auf keinen Fall ins Altersheim, auch wenn sie gebrechlich werden. So war es auch bei der mittlerweile 99-jährigen Elisabeth Zutter aus Zweibrücken. Sie wird von einer polnischen Pflegekraft betreut und ist damit zufrieden. Der Markt mit Pflegekräften aus Osteuropa boomt - egal, ob die nun legal oder illegal hier beschäftigt sind. Das sagt eine Mainzer Wissenschaftlerin. Allerdings ist es nicht immer einfach, eine seriöse Agentur zu finden. Katharina Singer über Vor- und Nachteile osteuropäischer Pflegekräfte.

mehr/wert: Pflegepaten: Ein Mittel gegen Einsamkeit (20.10.2016)
Eine gute Pflege ist nicht immer eine Frage des Geldes. Gute Ideen, der Wille zum sozialem Engagement und zur Mitmenschlichkeit zählen oft mehr. So wie in Isny. Wenn man keine Angehörigen mehr hat, ist man in vielen Pflegeheimen verlassen und aufgegeben. Einsamkeit ist oft das größte Problem im Alter. Nicht so in St. Elisabeth. 40 ehrenamtliche Helfer unterstützen die Arbeit der Pfleger. Sie kommen stundenweise und machen Nebentätigkeiten wie Essen austeilen, Fahrdienste, Vorlesen oder einfach nur da sein. So bleibt den Fachkräften mehr Zeit für eine würdevolle Pflege.

Plusminus: Was die Beamtenversorgung den Steuerzahler kostet (19.10.2016)
Bei der Diskussion um sinkende Renten und längere Erwerbszeiten wird eine Berufsgruppe ausgeklammert: die Beamten. Noch immer bekommen sie eine Pension von 70 Prozent ihres letzten Gehalts, ohne dafür selbst Beiträge zahlen zu müssen.

Panorama 3: Unverkäufliches Haus gilt Jobcenter als Vermögen (18.10.2016)
Sozialleistungen erhält Roman Benter nur als Darlehen, seit fast eineinhalb Jahren. Denn für das Jobcenter Anklam ist sein Haus Vermögen - obwohl es als unverkäuflich gilt.

WISO: Diagnosemanipulation der Krankenkassen (17.10.2016)
Wie Krankenkassen mehr Geld erhalten, wenn sie ihre Patienten kränker machen, als sie sind. Ein Skandal mit System.

Westpol: Armes NRW - Der Schulden-Alltag (16.10.2016)
In keinem anderen Bundesland sind Menschen so stark von Armut bedroht wie in NRW. Die Schuldnerquote ist im Ruhrgebiet besonders hoch. WESTPOL begleitet 3 Menschen, die täglich mit den Miesen kämpfen: Ein Gerichtsvollzieher, eine Schuldnerin und eine Insolvenz-Beraterin.

Zur Sache Rheinland-Pfalz: Mitarbeiter in der Flexi-Falle (13.10.2016)
Auf Abruf zur Arbeit: Laut DGB-Studie sind schon fünf Prozent aller Beschäftigten davon betroffen. Sie befinden sich in der sogenannten Flexi-Falle. Immer erst "auf Bestellung" zur Arbeit gehen zu dürfen.

Zur Sache Rheinland-Pfalz: Weniger Lohn für externe Mitarbeiter (13.10.2016)
Es stehen schwere Vorwürfe gegen die Drogeriekette Rossmann im Raum. Lässt sich die "Zwei-Klassen-Arbeit" in Deutschland noch stoppen? Oder: Ist gute Arbeit für alle eine Illusion?

Zur Sache Baden-Württemberg: Wie Konstanz gegen Bettelbanden vorgehen will (13.10.2016)
Sie kauern vor Geschäften, humpeln durch die Straßen, betteln Touristen an. In Konstanz sind an manchen Tagen gut ein Dutzend Bettler unterwegs.

Plusminus: Alkoholkonsum: Milliardenkosten für die Gesellschaft (12.10.2016)
Die gesellschaftlichen Kosten des Alkoholkonsums in Deutschland sind deutlich höher als angenommen. Auf 58 Milliarden Euro pro Jahr schätzt sie eine neue Studie. Da die Zahl der Alkoholiker weiter steigt, fordern Experten jetzt Maßnahmen.

Plusminus: Sozialer Aufstieg: Wie Bildungsschichten ausbremsen (12.10.2016)
Sozialer Aufstieg ist meist ein leeres Versprechen. Wer hierzulande in eine Geringverdiener-Familie hineingeboren wird, wird mit 75-prozentiger Wahrscheinlichkeit selbst ein Geringverdiener, so eine Studie der OECD. Aber woran liegt das?

Was!: Wie Bau-Standards die Mieten hochtreiben (12.10.2016)
"Bezahlbares Wohnen" mit Quadratmeterpreisen deutlich unter zehn Euro – bleibt auch nach der Berlin-Wahl ein wichtiges Thema. Doch selbst wenn man bei Baustoffen und Verarbeitung einsparen würde, halten viele Bau- und Wohnungsfirmen das für nicht mehr realistisch. Sie sehen die gesetzlichen Vorschriften und die hohen Standards als Ursache für die steigende Miete.

Report München: Pflegen bis zum Umfallen: Wenn Angehörige ihre Lieben versorgen (11.10.2016)
Seit zwei Jahren begleiten wir zwei Frauen, die ihre Angehörigen pflegen. Ihr Leben ist ein unglaublicher Kraftakt: mit mehreren Jobs, um die Pflege zu finanzieren. Mit stundenlangen Einsätzen beim Aufstehen, Waschen und Essen. Die Bundesregierung wollte die häusliche Pflege mit den Pflegestärkungsgesetzen verbessern. Doch nach wie vor tragen Angehörige die Hauptlast – und auch das Armutsrisiko.

Zur Sache Rheinland-Pfalz: Kleine Kliniken in ländlichen Regionen bedroht. Neue Studie zu Krankenhäusern in Rheinland-Pfalz (06.10.2016)
Mehrere Kliniken im Land wurden bereits geschlossen. Dieses Schicksal droht offenbar weiteren Häusern. Das Überleben hängt nicht zuletzt mit der Bettenanzahl zusammen. Notwendige Gegenmaßnahmen werden aber gerade von den bedrohten Häusern abgelehnt.

Das neue Bundesteilhabegesetz weckt Hoffnungen. Die Regierung lobt das Gesetz als eines der großen sozialpolitischen Reformen.Menschen mit Behinderungen, wie beispielsweise Matthias Grombach, wollen es trotzdem verhindern; sie fürchten noch mehr Armut, weniger Freiheit, vor allem kein selbstbestimmtes Leben mehr.


Seit Jahren gehen immer mehr Patienten in die Notaufnahmen - auch weil sie keine Termine bei Haus-und Fachärzten bekommen. Doch die vielen ambulanten Fälle sind ein Verlustgeschäft für die Kliniken. Die Folgen sind gravierend: es muss am Personal gespart werden und das bekommt der Patient zu spüren. Doch die Lobby der Kassenärztlichen Vereinigungen blockiert eine bessere Vergütung der Notaufnahmen. Und die Politik wagt keinen Systemwechsel.

Report Mainz: Der Vorzeigeunternehmer Rossmann steht erneut in der Kritik (04.10.2016)
Mitarbeiter von Fremdfirmen in "Rossmann"-Filialen klagen über schlechte Arbeitsbedingungen und Bezahlung.

Westpol: Zu wenig Hilfe für Alleinerziehende (02.10.2016)
Rund die Hälfte der unterhaltspflichtigen Elternteile in Deutschland zahlen für ihre Kinder nicht, 25 % nur unregelmäßig. In diesen Fällen springt der Staat ein, jedoch längstens sechs Jahre lang und nur bis zum 12. Lebensjahr des Kindes. Alleinerziehende fühlen sich im Stich gelassen.

Mit einem unkomplizierten Bluttest lässt sich schon in frühen Schwangerschaftswochen nachweisen, ob das Kind mit Behinderungen wie dem Down-Syndrom auf die Welt kommen wird. Würde der Bluttest Regelleistung, hätte das gesellschaftliche Folgen.

Als Alex P. aus Osteuropa nach Hessen kam, wollte er bei einer Spedition in Limburg anfangen als LKW-Fahrer, um seine Familie zu ernähren. Doch was ihn hier erwartete, damit hätte er in seinen kühnsten Träumen nicht gerechnet: 208 Stunden Arbeit für pauschal 1.500 Euro brutto im Monat, sechs Tage die Woche auf dem LKW, ohne ein Zimmer, ohne Küche, ohne Dusche oder Toilette - nur einen Gartenschlauch zum Waschen, berichten uns Alex P. und andere Mitarbeiter der Spedition.

Die Kapital-Lebensversicherung - das Lieblingsvorsorgeprodukt der Deutschen - wird wegen der geringen Zinsen unattraktiv. Und viele, die auf eine hohe Auszahlungssumme gesetzt haben, werden bitter enttäuscht.

Sobald Behinderte während der Arbeit auf Hilfe angewiesen sind, die die Sozialhilfe zahlt, durften sie bisher nur 2.600 Euro ihres Verdienstes ansparen. Im neuen Teilhabe-Gesetz werden diese Freibeträge zwar deutlich angehoben, doch wer arbeitslos wird oder in Rente geht, muss seine Ersparnisse wieder zur Bezahlung der Sozialleistungen einsetzen. Altersarmut droht.

Eco (SRF): Schweizer Altersvorsorge: Untauglich für die digitale Welt (27.09.2016)
Sie wird kontrovers und intensiv diskutiert: die Reform der Schweizer Altersvorsorge. Debattiert wird über die demografische Entwicklung und deren Folgen für die Finanzierung der Sozialwerke. Das ist zwar wichtig, aber zu eng fokussiert. Denn Digitalisierung, neue Arbeitsmodelle, moderne Lebensentwürfe und Wachstumsaussichten werden dabei viel zu wenig berücksichtigt.

FAKT: Illegaler Markt für Vermittlung von Wohnungen an Flüchtlinge (27.09.2016)
In deutschen Großstädten hat sich nach Recherchen des ARD-Magazins FAKT ein illegaler Markt zur Vermittlung von Wohnungen an Flüchtlinge entwickelt. In Leipzig, aber auch Städten wie Berlin, Düsseldorf, Dortmund und Hannover vermitteln illegale Makler gegen Zahlung von mehreren Hundert bis zu mehreren Tausend Euro Wohnungen. Darunter sind nach FAKT-Recherchen auch Wohnungen kommunaler Wohnungsgesellschaften wie der Leipziger Wohnungs- und Baugesellschaft LWB.

Noch immer gibt es Menschen in Deutschland, die nicht krankenversichert sind. Viele von ihnen sind Mittelständler - kleine Selbständige, die ihre Beiträge nicht mehr zahlen konnten.

Mit 16 kam Abi nach Hamburg. Er lebte auf der Straße, klaute, für den Marokkaner gab es keine Zukunft. Ein Boxtrainer hat ihn aus dem Kreislauf aus Drogen und Kriminalität herausgeholt.

Deutschland ist ein Volk von Mietern. Doch es gibt immer weniger bezahlbare Wohnungen. Die Mieten sind explodiert und in nur fünf Jahren mancherorts um ein Drittel gestiegen. Die politische Antwort auf den Missstand sollte die gesetzliche Mietpreisbremse sein, die seit Juni 2015 gilt. Doch aktuelle Erhebungen zeigen: Sie hat versagt! In deutschen Städten werden die zulässigen Höchstmieten in großem Stil überschritten.

Täglich werden in Deutschland hunderttausende Patienten befördert. Wir haben eine Stichprobe in Berlin gemacht: Ungesicherte Tragestühle und nicht zugelassene Transportgestelle kamen häufig vor.

Westpol: Neue Jobs für Langzeitarbeitslose (25.09.2016)
Der Wirtschaft geht es gut, den Finanzen von Bund und Land geht es prächtig mit all den vielen Steuereinnahmen, aber die Langzeitarbeitslosen merken nichts davon.

Phoenix Runde: "Arm oder reich - Wie gespalten ist Deutschland?" (23.09.2016)
Anke Plättner diskutiert u.a. mit Ursula Weidenfeld (Publizistin) und Julia Friedrichs (Autorin)

Die Hälfte der Deutschen ist mit unserem Bildungssystem unzufrieden. Viele Eltern suchen die "Heilung" in sogenannten Reformschulen. Doch denen macht der Staat es nicht gerade leicht.

Deutschland ist ein Volk von Mietern. Doch es gibt immer weniger bezahlbare Wohnungen. Die Preise sind explodiert – in nur fünf Jahren sind Mieten mancherorts um ein Drittel gestiegen. Die Mietpreisbremse hat daran wenig geändert. Viele Familien finden keine Bleibe in den Städten. Experten sprechen sogar von einer Wohnungsnot. ZDFzoom fragt: Warum wird Wohnen immer mehr zum Luxus?

SWR: Gute Pflege - Eine Frage der Haltung? (21.09.2016)
betrifft untersucht am Beispiel eines guten Heims, wie trotz der marktüblichen finanziellen Bedingungen qualitätsvolle und menschenwürdige Pflege möglich ist. Woran wird gute Pflege sichtbar und wie wirkt sie sich auf pflegebedürftige alte Menschen im Heim positiv aus?

Frontal 21: Missbrauch bei der Leiharbeit - Ausbeutung mit staatlicher Hilfe (20.09.2016)
Tomaten oder Paprika aus Deutschland – "Made in Germany“, das ist für den Verbraucher immer noch ein besonderes Gütesiegel. Nur weiß der Kunde nicht, unter welchen Arbeitsbedingungen das Gemüse geerntet wurde. Seit Jobs in vielen Ländern Europas knapp geworden sind, kommen Erntehelfer als Saisonkräfte auch aus Spanien nach Deutschland. Hugo B. wurde direkt in Madrid angeworben. Er landete als Leiharbeiter bei windigen Vermittlern, die mit seiner Not Geschäfte machten und ihn nicht nur um seinen Lohn betrogen haben. Deutsche Behörden sahen dabei zu. Ob Gewerbeamt, die Berufsgenossenschaft oder das Wirtschaftsministerium - sie alle haben mit ihrer Untätigkeit den Betrügern in die Hände gespielt. Frontal21 über Erntehelfer aus Spanien und deutsche Ämter als Helfer für Betrüger auf dem Arbeitsmarkt.

So manche gesetzliche Krankenkasse setzt auf fragwürdige Methoden, um die Einnahmen zu steigern. Sogenannte Codierexperten werden in Arztpraxen geschickt, um dort Ärzte zu überreden, ihre Patienten kränker einzustufen, als ursprünglich diagnostiziert. Die Kasse bekommt dann mehr Geld aus dem Gesundheitsfond. Physiotherapeuten und Logopäden hingegen wird schon wegen kleiner formaler Fehler im Rezept die Bezahlung gestrichen, obwohl die Behandlung längst stattgefunden hat.

Die Zahlen steigen stetig auch in Hessen: Landesweit waren im vergangenen Jahr 144.405 junge Menschen unter 18 Jahren betroffen. Die Kinder leben meistens in Familien, die Hartz IV beziehen. Spitzenreiter ist nach einer aktuellen Studie der Bertelsmann-Stiftung die Stadt Offenbach. Jedes dritte Kind ist dort von Armut betroffen. Es folgen Wiesbaden, Kassel, Frankfurt und Darmstadt.

Wer spart, sorgt vor. An diesen Satz glaub(t)en die Deutschen. Doch in Zeiten von Null- und Negativzinsen gilt er nur noch bedingt. Renten- und Lebensversicherer zahlen oft nicht mehr die in Aussicht gestellten Renditen. Die von langer Hand geplante Altersvorsorge ist für viele kein Garant mehr für einen sicheren Ruhestand. Das löst Zukunftsängste aus.

Was!: Roboter im Altenheim (14.09.2016)
Roboter sind zuverlässig, kennen keine Arbeitszeiten und Urlaubsanträge: daher kommen sie mittlerweile auch in vielen Bereichen zum Einsatz. Schließlich sind sie längst über das Stadium von Hilfsarbeitern hinaus. Im Moment testet man, ob sie in Altenpflegeheimen das menschliche Personal entlasten können.

Panorama 3: Die gefährliche Markt-Macht von Flixbus (13.09.2016)
Flixbus dominiert den Fernbusmarkt mit über 80 Prozent - die Löhne der Busfahrer werden gedrückt, knapp kalkulierte Reisezeiten machen es schwer, Lenk- und Pausenzeiten einzuhalten.

Report Mainz: Der alltägliche Kampf von Eltern mit Behinderung (13.09.2016)
Die Kinder sind gesund, doch Ihre Eltern haben eine Behinderung. Damit das funktioniert, sind solche Familien oft auf staatliche Unterstützung angewiesen. Doch statt unbürokratischer Hilfe, erfahren viele behinderte Eltern nur Ablehnung.

Eco (SRF): Pensionskassen überwälzen Risiken auf die Versicherten (12.09.2016)
Die Renditen sind tief. Die Lebenserwartung steigt. Das bringt Pensionskassen in Schwierigkeiten. Immer mehr Kassen wollen darum ihren Versicherten keine monatliche Rente mehr zahlen, sondern zwingen sie dazu, das Alterskapital bei der Pensionierung vollumfänglich zu beziehen. Das trifft vor allem Arbeitnehmer im so genannten Überobligatorium der zweiten Säule – sie tragen das Risiko.
WDR: Am Ende arm - Überleben mit kleiner Rente (12.09.2016)
Zehn Euro hat Angelika Zwering aus Monheim im Portemonnaie. Damit muss sie noch neun Tage bis zum Ende des Monats auskommen. Dann wird ihre nächste Rente überwiesen. Essen wird sie bis dahin haltbare Lebensmittel, die sie sich als Vorräte angeschafft hat. Aber ihren kaputten Staubsauger kann sie nicht reparieren lassen. Die Wohnung fegt sie mit dem Besen. Wienand Nitschke schläft seit zweieinhalb Monaten schlecht. Der Wuppertaler ist 63, geht jetzt in „Zwangsrente“ und muss außerdem Grundsicherung beantragen. Er macht sich Sorgen, ob er alle Unterlagen eingereicht hat und das Geld rechtzeitig auf seinem Konto ist. Falls nicht, kann er Miete und Strom nicht zahlen. Schon jetzt als Langzeitarbeitsloser kommt er mit dem Geld nur aus, weil er zweimal am Tag zur Wuppertaler Tafel geht. Andreas Lämmerhirt (53) ist selbständig mit einem Putz- und Bügelservice im Bergischen Land. Seine kleine Firma wirft so wenig Gewinn ab, dass er sich keine private Altersvorsorge leisten kann. Schon heute ist ihm klar, dass er so lange arbeiten wird, wie der Körper mitmacht und danach wahrscheinlich dennoch in die Altersarmut rutscht. Wie kann es sein, dass immer mehr Menschen im Alter arm sind? Und wie kommen sie damit zurecht? Hier und Heute hat Menschen besucht, die bis an ihr Lebensende jeden Euro zweimal umdrehen müssen.

Monitor: Geschäfte mit Todkranken: Der boomende Markt der Intensiv-Pflege (08.09.2016) 10:35 Min. Intensivpflege am Lebensende: Was für Betroffene und Angehörige eine extreme Belastung darstellt, ist für Pflegeeinrichtungen – auch – ein Milliardengeschäft. Immer mehr Menschen werden dabei in so genannten Pflege-WGs betreut: Diese unterscheiden sich oft kaum von stationären Einrichtungen, werden als ambulante Einrichtungen aber viel besser vergütet. Ein massiver Fehlanreiz, sagen Experten und Politiker, der auch dazu führt, dass Patientenwohl und Patientenwille nicht immer an erster Stelle stehen.

Rund 51.000 unbegleitete minderjährige Flüchtlinge leben in Deutschland. Viele von ihnen sind traumatisiert von Krieg, Flucht und der Trennung von der Familie. Nach geltendem Recht werden alleinstehende Minderjährige in der Regel aufgrund der Vorerfahrungen in einer Jugendhilfeeinrichtung intensiv betreut. Aber das ist der Regierung offenbar zu teuer: Laut einem internen Arbeitsentwurf seien viele minderjährige Flüchtlinge sehr selbstständig und bedürften nur einer Betreuung von „ausgesprochen niedriger Intensität“. Ein Zwei-Klassen-System zu Lasten der Flüchtlinge, sagen Experten.

Fakt: Deutsch-Kurse: Wie viel Geld mit wenig Erfolg ausgegeben wurde (06.09.2016)
Über 200.000 Flüchtlinge haben sich 2016 für Deutschkurse angemeldet. Geprüft wurde keiner. Kursanbieter wurden weiterbezahlt, wenn Teilnehmer gar nicht mehr erschienen.

Umschau: Wie der Staat bei Betriebsrenten abkassiert (06.09.2016)
Viele Arbeitnehmer haben eine betriebliche Altersvorsorge abgeschlossen und das staatlich gefördert. Doch durch eine Gesetzesänderung holt sich der Staat das Geld wieder zurück.

Jahrzehntelang war die Lebensversicherung ein Lieblingskind der deutschen Sparer. Doch jetzt bricht bei vielen Versicherten diese Altersvorsorge weg.Besonders dramatisch: Tausende haben ihre Immobilien mit Lebensversicherungen finanziert. Ihnen fehlt plötzlich viel Geld, um ihre Darlehen zu bezahlen. Wer ist verantwortlich für diese Misere?

Deutschland geht es gut, könnte man meinen. Die Wirtschaft läuft, die Steuerquellen sprudeln, die Arbeitslosenquote ist niedrig. Und dennoch fühlen sich Millionen Menschen abgehängt. Das Gefühl kommt nicht von ungefähr. Denn in Deutschland ist die Ungleichheit zwischen Einkommen und Vermögen tatsächlich besonders hoch. Und viel häufiger als anderswo bestimmt die Herkunft den Lebensweg. Frontal21 hat mit einem Immobilienmillionär, mit Normalverdienern, mit einem Brautpaar, und mit Schülern, die die Zukunft noch vor sich haben, über Gerechtigkeit gesprochen und gibt Einblicke in das reiche Deutschland, in das arme Deutschland - und in die Kluft dazwischen.

Hunderte Güterzüge fahren täglich über deutsche Gleise. Signale, Weichen, Bahnübergänge - zu jedem Zeitpunkt muss ein Lokführer höchst konzentriert sein, denn bei einem Unfall mit Personenzügen könnten die Folgen katastrophal sein. Aber wie sieht die Wirklichkeit aus? Ein Lokführer, der fünf Jahre im Güterverkehr gearbeitet hat, berichtet Panorama 3, dass die Regelarbeitszeit von acht Stunden häufig überschritten wird: "Die Fahrzeiten werden sehr weit gestreckt. Das längste, was ich gefahren bin, waren 15 Stunden. Am Stück. Also ohne jetzt die Lok zu verlassen." Er erzählt, dass bei solchen Fahrtzeiten nicht nur die Konzentration nachlasse, sondern er bereits auch schon eingeschlafen sei. Über eine Stunde habe er einmal auf einer fahrenden Lok geschlafen. Die zur Sicherheit installierte Sicherheitsfahrschaltung (Sifa), die im Regelfall alle 30 Sekunden unterbrochen werden muss, bediene man nach einigen Jahre als Lokführer buchstäblich im Schlaf. "Meine Frau Frau sagt mir, dass mein Fuß beim Schlafen immer das imaginäre Pedal der Sifa drückt."

Adressen gehen verloren, Bescheide werden fehlerhaft oder gar nicht zugestellt: Das Bundesamt für Migration steht unter massivem Druck. Exklusiv für die ARD gewährt es nun Einblicke in sein Innenleben.


Leih- und Werkvertragsarbeiter verdienen oft weniger als die Stammbelegschaft. Das soll sich seit Jahren schon ändern. Jetzt hat die Bundesregierung einen neuen Gesetzentwurf vorgelegt. Hält er, was er verspricht?

ZDFzoom: Werkstatt oder Hörsaal? (27.07.2016)
Deutschland hat so wenig Auszubildende wie noch nie: Bis jetzt sind noch rund 41 Tausend Stellen nicht besetzt. "ZDFzoom" analysiert, warum Jugendliche und Betriebe nicht zusammen finden.

Plusminus: Missstände im Pflegeheim (20.07.2016)
Warum Täter nur selten verurteilt werden

Monitor: Deutschlands Reiche - die unbekannten Wesen (14.07.2016)
„Ungleichheit geht uns alle an“, verkündet Ministerin Andrea Nahles (SPD) und will dem Problem mit dem Armuts- und Reichtumsbericht der Bundesregierung, der im Herbst präsentiert wird, auf den Grund gehen. Dabei ist schon jetzt klar, dass der Bericht die Ungleichheit in Deutschland nur unzureichend abbilden wird, denn über Einkommen und Vermögen der reichsten Menschen in Deutschland gibt es keine zuverlässigen Zahlen. Wissenschaftler haben für MONITOR bisher unveröffentlichte Daten über die Einkommen der Reichen analysiert. Danach ist der Einkommensanstieg im obersten Prozent der Bevölkerung weitaus größer als bisher bekannt. Experten fordern angesichts der neuen Daten deutlich höhere Spitzensteuersätze.

Markt: Schuhe "Made in Europe" (13.07.2016)
Immer öfter steht in Schuhen "Made in Europe". Klingt gut, aber irgendwie auch unkonkret. Was genau heißt "Made in Europe"? Markt begibt sich auf Spurensuche in Osteuropa und zeigt, zu welchen Bedingungen unsere Schuhe produziert werden.

ZDF: 40 Stunden schaff' ich nicht. Wenn die Leistung nicht mehr reicht (12.07.2016)
Der Wiedereinstieg in das Arbeitsleben bedeutet für viele Menschen eine große Hürde. Gerade nach einer schweren Erkrankung, wenn Vollzeit nicht mehr geht. Dazu kommt die Angst vor einem wirtschaftlichen Abstieg, vor finanziellen Engpässen. Unsere Protagonisten Rainer, Sabrina, Katharina sind nach langer Krankheit nur noch eingeschränkt arbeitsfähig.

Report München: Next stop: unbekannt (11.07.2016)
In Deutschland werden derzeit knapp 9.000 unbegleitete minderjährige Flüchtlinge vermisst. Sie verschwinden vom Radar der Behörden. Einige von ihnen werden nach Recherchen von report München in illegale Geschäftsbereiche gedrängt.

Report Mainz: Krankenkassen verweigern häufig Reha - Patienten droht Pflegebedürftigkeit (05.07.2016)
Die 89-jährige Maria B. ist schwer gestürzt und hat sich dabei die Schulter gebrochen. Ihre Tochter hatte Angst, dass sie jetzt zum Pflegefall werden könnte. Um das zu verhindern, sollte die Dame schon kurz nach der Operation in einer Reha-Klinik mobilisiert werden. Doch die Krankenkasse sah dafür keine Notwendigkeit. Eine "ambulante Behandlung" sei ausreichend, schreibt sie der Patientin und empfiehlt unter anderem eine "medikamentöse Schmerztherapie". Da die Tochter davon überzeugt ist, dass ihre Mutter nur mit Schmerzmitteln nie mehr ihren Arm heben können wird, legt sie Widerspruch gegen die Entscheidung der Kasse ein. Gesundheitsökonomen, wie Prof. Heinz Rothgang von der Universität Bremen, sehen einen Anreiz für Krankenkassen, Reha für Pflegebedürftige nicht zu bewilligen. Die Krankenkasse muss zwar für die Behandlung zahlen, wenn aber Patienten dadurch später oder gar nicht pflegebedürftig werden, profitiert in erster Linie die Pflegekasse. Gesundheitspolitiker der CDU, wie der Bundestagsabgeordnete Erwin Rüddel, wollen das jetzt ändern. Derjenige, der von der Reha profitiere, solle sie auch bezahlen – nämlich die Pflegeversicherung. Davon aber müssen die CDU-Politiker erst einmal den Gesundheitsminister aus der eigenen Partei überzeugen.

Klartext: Gute Noten, schlechte Bildung? (29.06.2016)
Mitten in die Hochzeit der Bewerbung um Ausbildungsplätze ließen sie ihren Brandbrief platzen: Lehrer eines Berliner Oberstufenzentrums beklagen, die Schulen der Hauptstadt produzierten vermehrt "funktionale Analphabeten". Der Vorwurf: Um Berlins notorisch schlechte Schulabschlussstatistik etwas besser aussehen zu lassen, würden seit Jahren die Anforderungen gesenkt. Die Folge: viele Schüler schafften weder die gymnasiale Oberstufe noch eine normale Ausbildung.

Plusminus: Rentenreformen – Wer verliert am meisten? Der Streit um das Rentenniveau (08.06.2016)
Dass die ständigen Senkungen des Rentenniveaus viele Kleinverdiener später in die Altersarmut führen werden, hat sich inzwischen herumgesprochen. Wer heute schon am Existenzminimum lebt, wird im Alter erst recht knapp bei Kasse sein. Doch die größten Verlierer der Reformen sind Menschen, die heute noch in bescheidenem Wohlstand leben, später aber ebenfalls an den Rand zur Armut abrutschen.

Frontal 21: Ende der Ausbeutung? - Die Versprechen der Leiharbeitsreform (07.06.2016)
Monatelang haben Union und SPD um neue Regeln für Leiharbeit und Werkverträge gerungen. Vergangene Woche hat nun das Bundeskabinett den Gesetzentwurf von Bundesarbeitsministerin Andrea Nahles (SPD) auf den Weg gebracht. Ziel des neuen Gesetzes ist, den Missbrauch bei Leiharbeit und Werkverträgen zu bekämpfen. Wichtigste Neuerung: Zeitarbeiter sollen künftig den gleichen Lohn wie die Stammbelegschaft erhalten, wenn sie neun Monate im Unternehmen arbeiten. Mehr Transparenz soll das Gesetz aber auch bei der Frage bringen, wann tatsächlich ein Werkvertrag und wann ein normales Arbeitsverhältnis vorliegt. Mitarbeiter eines Matratzenherstellers in Sachsen haben allerdings schon jetzt wenig Hoffnung, dass die neue Reform an ihrer Situation etwas ändern wird. Wie viele Beschäftigte überhaupt noch zur Stammbelegschaft zählen, will das Unternehmen gegenüber Frontal21 nicht nennen. Es verweist darauf, dass man sich an die Gesetze halte. Doch Gewerkschafter rechnen vor: Von der ehemaligen Stammbelegschaft sind von 230 noch weniger als 100 Mitarbeiter vorhanden - dafür 200 Fremdarbeiter eines Personaldienstleisters, viele davon aus Polen. Sie nähen und verpacken zum Mindestlohn. Frontal21 geht den Fragen nach: Mit welchen Absichten ein Unternehmen systematisch seine Stammbelegschaft reduziert und ob daran die neue Leiharbeitsreform künftig etwas ändern wird.

NDR: Polizei unter Druck (06.06.2016)
Für immer mehr Einsätze braucht die Polizei immer mehr Kräfte. Doch die gibt es nicht. Wie sieht Dienst von Polizisten aus, die ungezählte Überstunden vor sich herschieben?

Trotz offiziell guter Pflegenoten treten in den meisten deutschen Pflegeheimen gravierende Mängel auf. Das zeigen Recherchen von correctiv.org in Kooperation mit dem NDR, für die Daten von 13.000 Heimen ausgewertet wurden. Die Analyse zeigt auch deutliche regionale Unterschiede.

Wojtek ist die ganze Woche über unterwegs. Sein Job: Briefe von einem Briefsortierzentrum der Deutschen Post zum nächsten fahren. Für einen Subunternehmer, im Auftrag der Post. Hunderte Kilometer fährt er täglich, in einem Kleintransporter. Und mit dem fährt er nicht nur, darin lebt er. Nachts muss er auf dem Boden im Laderaum schlafen. Denn von seinem geringen Lohn kann er sich keine Unterkunft leisten. Und von seinem Arbeitgeber bekommt er keine Hilfe. Vielen Fahrern geht das inzwischen so. Die Post tut so, als ginge sie das nichts an. Dabei schlafen einige der Fahrer in ihren Transportern sogar auf Post-Gelände.

„Rechtsvereinfachung“. Unter diese harmlose Überschrift stellt die Bundesregierung die aktuelle Hartz-4-Reform. Weniger Bürokratie, klarere Regeln, keine Kürzungen. So verkauft auch SPD-Arbeitsministerin Nahles die Änderungen. Der aktuelle Gesetzentwurf aber stellt viele Hartz-4-Empfänger schlechter. Besonders betroffen sind Alleinerziehende und ältere Arbeitslose. Wie passt das zum Versprechen der SPD, sich stärker für soziale Gerechtigkeit einzusetzen?

Exakt: Arbeiten trotz Rente (01.06.2016)
Bei immer mehr Menschen kann von „Ruhestand“ keine Rede mehr sein. Sie arbeiten weiter – weil sie es müssen. Denn allein mit dem Geld aus der Rentenversicherung kommen sie nicht über die Runden.

Wohlstand nur für wenige: Während die Unternehmensgewinne sprudeln, fürchten viele Deutsche den sozialen Abstieg. Woher kommt die Ungleichheit in Deutschland?

Helmut Engel hat vor fast einem Jahr ALG II beantragt und bis heute keinen Cent gesehen. Immer neue Forderungen hatte das zuständige Jobcenter an den 62-Jährigen: Er sollte unzählige Unterlagen beibringen, deren Prüfung monatelang dauerte. Vorläufiger Höhepunkt: Man schlug ihm vor, seine Mutter zu verklagen, um an den Pflichterbteil für das Haus seiner Eltern zu kommen.

Wir schauen hinter die Kulissen des Internetkaufhauses. Fast jeder Wunsch wird dort erfüllt – in Rekordzeit. Trotz der Akkordarbeit sind die Jobs begehrt, Bewerber gibt es viele.

So viel Betrug gab es in der Baubranche vermutlich noch nie, warnen Experten. Der aktuelle Bau-Boom lockt vor allem Betrüger aus Ost- und Südosteuropa an. Leidtragende sind die Bauarbeiter, die keine Löhne erhalten – und der deutsche Staat.

Viele Arbeitnehmer haben einen Teil vom Nettolohn umgewandelt und in eine betriebliche Altersvorsorge investiert. Doch wer so für das Alter vorgesorgt hat, muss oft doppelt Sozialbeiträge zahlen und wird vom Staat um das Ersparte geprellt.

Immer wieder bekommen Hartz-IV-Empfänger zu wenig Geld vom Jobcenter, weil ihre Bescheide falsch sind. Ihre Möglichkeiten, sich dagegen zu wehren, sollen mit der geplanten Hartz-IV-Reform für viele drastisch verschlechtert werden.

Einst als Übergangslösung für einen richtigen Job gedacht, ist sie für viele die berufliche Endstation: der Minijob. Doch wie könnte eine Lösung dafür aussehen? 

Plusminus: Rentenbesteuerung – Doppelt abkassiert vom Staat (11.05.2016)
Seit 2005 wird Steuer auf die Rente fällig, eine Doppelbesteuerung darf es aber nicht geben. Nun zeigt eine aktuelle Studie: Vielfach wird doppelt zur Kasse gebeten. Handlungsbedarf sieht das Bundesfinanzministerium bislang dennoch nicht.

Kontrovers: Schlecht bezahlte Sprachlehrer (11.05.2016)
Sprachlehrer sollen Flüchtlingen Deutsch beibringen und helfen, diese Menschen bei uns zu integrieren. Eine wichtige Aufgabe - doch an Wertschätzung fehlt es! Diese Lehrer verdienen oft so wenig, dass sie kaum davon leben können. Dabei wäre Geld da,

Kontrovers: Armut, Abzocke oder beides? (04.05.2016)
Echt bedürftig oder kriminell? Bettler auf unseren Straßen. Viele stammen aus Südosteuropa. Was treibt diese Menschen nach Bayern? Kommen sie freiwillig oder werden sie gezwungen? Hilft eine Spende wirklich den Bettlern? Oder dubiosen Hintermännern? Kontrovers auf einer schwierigen Spurensuche.

Kontrovers: Bayerns Schwimmbäder in Gefahr? (04.05.2016)
Der Traumjob Bademeister droht Baden zu gehen. Hohe technische Anforderungen, schwierige Arbeitszeiten und schlechte Bezahlung – der Beruf ist nicht mehr attraktiv. Rund 2.500 Bademeister fehlen deutschlandweit. Auch in Bayern suchen viele Kommunen verzweifelt – damit den Bädern nicht die Schließung droht!

Report München: Wie die Politik vor der Pharmalobby einknickt (03.05.2016)
Immer öfter fehlen in Deutschland wichtige Arzneimittel. Aktuell müssen Krebstherapien verschoben werden, weil ein Pharmahersteller zum wiederholten Male nicht liefern kann. Report München über das fragwürdige Agieren der Hersteller und über einen Gesundheitsminister, der die Gefährdung der Patienten nicht wahrhaben will.

Report München: Wie deutsche Sozialgesetze Missbrauch Tür und Tor öffnen (03.05.2016)
Erst der Arbeitsvertrag mit einem Mini-Gehalt, dann die Kündigung und dann wohl ganz legal Geld vom Staat: Nach Recherchen von report München und dem Landshuter Wochenblatt gibt es das oft bei rumänischen Bürgern aus Landshut.

Westpol: Tricks gegen Mitbestimmung (01.05.2016)
Seit mehr als 40 Jahren dürfen Arbeitnehmer in deutschen Unternehmen mitbestimmen, und zwar nicht nur über den Betriebsrat, sondern auch den Aufsichtsrat. So schreibt es das Mitbestimmungsgesetz vor. Für gewisse Unternehmensformen gilt es jedoch nicht. Und so wählt besonders der Einzelhandel mit Vorliebe Gesellschaftsformen, die die Mitarbeiter bei wichtigen Entscheidungen außen vor lassen.

Westpol: Längere Schulpflicht für Flüchtlinge? (01.05.2016)
Junge Flüchtlinge zwischen 18 und 25 Jahren zum Teil keinen Schulabschluss - aber auch keinen Anspruch auf einen Schulplatz in NRW. Unternehmen und Experten wollen das ändern, scheitern aber am politischen Willen und an bürokratischen Hürden.

Panorama: Integrationskurse: Geht nicht, kann nicht, darf nicht (28.04.2016)
Hunderttausende Flüchtlinge müssen Deutsch lernen und in die Gesellschaft integriert werden. Doch die Zulassung von Lehrern für Integrationskurse scheitert oft an der Bürokratie.
Arbeiten mit 65 plus: Immer mehr Menschen gehen im Rentenalter noch einer Arbeit nach. Viele Ruheständler wollen das, aber immer mehr müssen im Alter auch dazuverdienen, so auch Malou Gillessen. Gearbeitet hat sie schon mit 17, später Jahrzehnte als Altenpflegerin. 43 Jahre lang hat sie eingezahlt und erhält trotzdem nur eine Rente an der Armutsgrenze. Deshalb muss die Kölnerin mit weit über 70 Jahren immer noch arbeiten, inzwischen bildet sie Pflegeassistenten aus. Die Zahl derer, die von ihrer Rente allein nicht leben können, hat sich in den vergangenen zwölf Jahren verdoppelt. Rund eine Million Menschen sind schon heute auf Grundsicherung oder Wohngeld angewiesen. Und Prognosen zeigen: Wer etwa 40 Jahre lang 2.100 Euro brutto im Monat verdient, bekommt demnächst eine Rente nur noch auf Hartz IV-Niveau. Etwa die Hälfte der Bevölkerung wird so als Rentner in der Sozialhilfe landen. Und die Politik hat immer noch kein Konzept dagegen. Frontal21 über Rentner mit einem Lebensabend auf Hartz IV-Niveau.
Report Mainz: Dubiose Firmen lassen Bulgaren im großen Stil aufstocken (26.04.2016)
Ein Jobcenter-Leiter schlägt Alarm. Mit einem neuen Trick werden bulgarische Arbeiter auf Kosten des deutschen Sozialsystems ausgebeutet.

Exakt- Die Story: Wie soll ich das bezahlen? - Schulden im Alter (20.04.2016)
Inkassofirmen haben eine neue Problemgruppe ausgemacht: Immer mehr Senioren können ihre Rechnungen nicht mehr bezahlen. Fünf Prozent aller über 60-Jährigen sind aktuell überschuldet. Die Zahl steigt seit Jahren. Wie kommt das? "Exakt - die Story" trifft Betroffene, zeigt Analysen und beleuchtet die strukturellen Probleme der zunehmenden Altersarmut.

ARD: Billigkraft statt Babysitter - Au Pairs in Deutschland (18.04.2016)
Aufräumen, Bügeln, Putzen, Kochen - manchmal von sechs Uhr morgens bis zehn Uhr abends, sieben Tage die Woche. So manches Au-Pair-Mädchen aus dem Ausland endet als Billigkraft in "besseren" deutschen Familien. Statt Babysitting, Auslandserfahrung und Kulturaustausch erwartet die jungen Au-Pairs die tägliche Ausnutzung in gut verdienenden Familien.

Monitor: Altersarmut - Was tun? (14.04.2016)
Die gesetzliche Rente kaputt reformiert, die Riester-Rente gescheitert. Deutschland droht die Altersarmut. Aber ein Zurück zur gesetzlichen Rente scheint für die Bundesregierung ein Tabu: Nicht finanzierbar wegen zu hoher Rentenbeiträge, heißt es immer wieder. Dabei zeigt unser Nachbarland Österreich, wie es gehen könnte: mit einer Einheitsrente, in die auch Selbständige und Beamte einzahlen. MONITOR hat die Auswirkungen einer solchen Versicherung für Deutschland berechnen lassen – mit erstaunlichen Ergebnissen.

Exakt – Die Story: Das Märchen vom Fachkräftemangel (13.04.2016)
Thomas Prügner hat sein Ingenieurstudium mit "gut" abgeschlossen, arbeitete danach als Fahrzeugingenieur, allerdings befristet. Seit Monaten sucht der Dresdener nun eine neue Stelle, hat deutschlandweit etliche Bewerbungen geschrieben. Bisher allerdings ohne Erfolg. Thomas Prügner verzweifelt: "Wie können Unternehmen denn über fehlende Ingenieure klagen? Ich würde so gern als Ingenieur arbeiten und kassiere nur Absagen. Für mich absolut unverständlich!" Laut Verband Deutscher Ingenieure sollen bundesweit über 60.000 Ingenieure fehlen. Trotzdem finden engagierte und qualifizierte Menschen wie Thomas Prügner keinen Job. Karl Brenke vom Deutschen Institut für Wirtschaftsforschung spricht deshalb von einem Märchen beim Fachkräftemangel, gerade bei Ingenieuren. Unternehmen würden den Fachkräftemangel gern heraufbeschwören, um Gehälter zu drücken und Fachkräfte günstig aus dem Ausland holen zu können. Gibt es also gar keinen Fachkräftemangel? Im Handwerk und in naturwissenschaftlichen Berufen fehlen tatsächlich Leute. Der Mittelstand beklagt nach eigenen Angaben deshalb bundesweit Milliardenverluste. So sucht die Elektronik-Firma ISG in Halle seit Monaten Fachkräfte. Auf offene Stellen kommen zu wenig Bewerber, sagt Martin Eckard, Personalverantwortlicher der ISG: "Momentan ist es ganz schwierig. Zu wenig Bewerbungen gehen ein und die sind dann oft auch noch schlecht." Inzwischen arbeiten dort Leute aus Spanien, Tschechien oder Moldawien. Wer ist schuld am Fachkräftemangel? Und welche Folgen hat dieser? Sind ausländische Fachkräfte oder gar Flüchtlinge die Lösung? "Exakt - Die Story" blickt mit Unternehmen, Jobsuchenden, ausländischen Fachkräften und Experten hinter das Phänomen Fachkräftemangel.

NDR: Helios: Reihenweise kündigen Ärzte und Pfleger (06.04.2016)
Keine gute Stimmung in der Belegschaft der privaten Helios-Klinik in Schleswig. Reihenweise kündigen Ärzte und Pfleger. Offenbar wegen unzumutbarer Arbeitsbedingungen.

ZDF: Unsere ungerechte Gesellschaft. Precht im Gespräch mit dem Soziologen Prof. Heinz Bude (03.04.2016)
Immer mehr Bürgerinnen und Bürger haben den Eindruck, dass die Macht, das Geld oder die Werte in unserem Land nicht mehr gerecht verteilt sind. Rechte Populisten, wie die AfD, profitieren von dieser Stimmung. Deutschland ist ein reiches Land. Lange waren wir stolz auf unseren Wohlfahrtsstaat. Doch wie gerecht geht es bei uns wirklich zu? Diese und weitere Fragen stellt Richard David Precht dem Soziologen Prof. Heinz Bude
Exakt: Selbstbestimmte Pflege auf der Kippe (30.03.2016)
Steffen Kürschner aus Sachsen-Anhalt ist schwerstbehindert, braucht rund um die Uhr Pflege und Betreuung. Trotzdem führt er in seinem eigenen Zuhause ein einigermaßen selbstbestimmtes Leben. Ermöglicht durch das sogenannte Assistenz-Arbeitgeber-Modell, mit dem Behinderte ihre Pflege selbst organisieren können. Doch die Selbstbestimmung steht auf der Kippe, weil die für das Budget zuständige Sozialagentur Gelder kürzen will.

Klartext: 10 Jahre Brandbrief: Die Rütli-Lektion (30.03.2016)
Exakt vor zehn Jahren baten die Lehrer der Rütli-Schule um die Auflösung ihrer Schule - zu viel Gewalt und Aggression schienen den Unterricht unmöglich zu machen. Doch ein kluges pädagogisches Konzept hat die Schule befriedet. Wenige Kilometer entfernt leidet die Wolfgang-Amadeus-Mozart-Schule heute unter ähnlich schlimmen Bedingungen. Hat Berlins Schulpolitik nichts gelernt?

Klartext: Arme gegen Arme? (30.03.2016)
"Die Flüchtlinge kriegen fast alles, für uns Deutsche macht ihr nichts" - dieses Gefühl ist seit ein paar Monaten besonders bei hilfebedürftigen Deutschen verbreitet. Und genau da knüpfen fragwürdige rechte Initiativen an und versuchen diese Ängste für ihre Zwecke zu nutzen. KLARTEXT schaute nach: Werden Lebensmittel und Spenden für "deutsche" Bedürftige tatsächlich knapper? Es ist mehr als genug für alle da - sagen jedenfalls Betreiber caritativer Organisationen.

Plusminus: Plus für die Altersvorsorge? (30.03.2016)
Millionen Menschen bangen in Zeiten der Null-Zins-Politik um ihre Alters-Rücklagen. Riester hat sich als kompletter Fehlschlag erwiesen. Jetzt soll die so genannte "Deutschland-Rente" Abhilfe schaffen. Was steckt dahinter? Wer soll zahlen?

Plusminus: Nullzins-Politik: Altersvorsorge in Gefahr (23.03.2016)
Die Europäische Zentralbank hat den Leitzins auf null Prozent gesenkt. Mit der Politik des billigen Geldes schafft EZB-Chef Mario Draghi neue Probleme: Millionen Sparer müssen um ihre private Altersvorsorge bangen.

Frontal 21: Integration von Flüchtlingskindern. Zu wenig Lehrer und Erzieher (22.03.2016)
Integration ist wichtig - je früher damit begonnen wird, umso besser gelingt das. Möglichst bald, möglichst gut sollen deshalb Hundertausende zugewanderter Flüchtlingskinder in Schulen und Kitas betreut werden, darin sind sich Experten und Politiker einig. Wie ist das zu schaffen?

Panorama 3: Betreuungskräfte pflegen - trotz Verbots (22.03.2016)
Betreuungskräfte stopfen die Lücken, die der Pflegenotstand reißt. Da die Pflegekräfte häufig nicht ausreichen, müssen sie mit anpacken, obwohl sie dazu nicht ausgebildet sind.

NDR: Ehrenamt unter Druck (21.03.2016)
Sie engagieren sich freiwillig für Flüchtlinge, Obdachlose in Altenheimen und Sportvereinen - ehrenamtliche Helfer. Zieht sich der Staat womöglich zu stark zurück?

SWR: Gute Zähne nur für Reiche? (16.03.2016)
Christina Fries gehört zur Heerschar von Patienten, die ratlos über komplizierten Heil- und Kostenplänen brüten. Bei der von ihrem Zahnarzt empfohlenen Behandlung soll die Familienmutter über 28.000 Euro dazu bezahlen - ihre Krankenkasse beteiligt sich mit knapp 2000 Euro. Wenn es um Zahnersatz geht, wird es teuer für Patienten. Über 75 Prozent der Leistungen werden in Deutschland mittlerweile privat in Rechnung gestellt. Familienmutter Christina Fries ist deshalb seit zwei Jahren auf der Suche nach einer für sie bezahlbaren Lösung. Auch Rentnerin Rita Sauer aus Hannover gehört zur immer größer werdenden Patientengruppe, für die der Gang zum Zahnarzt den Einstieg in den finanziellen Ruin bedeutete. Die gesetzlich versicherte Seniorin sollte über 30.000 Euro dazu bezahlen. Sie musste die Behandlung mittendrin abbrechen, lebt seit acht Jahren mit einem Kurzzeit-Provisorium im Mund und steht aufgrund der Zahnarztforderungen vor der Privatinsolvenz. Ihr Alltag ist von Besuchen bei Beratungsstellen, Zahnarztpraxen und Anwaltskanzleien bestimmt. Autor Thomas Karp begleitet Christina Fries, Rita Sauer und viele andere auf ihrem Leidensweg und ist auch mit der Kamera bei Versuchen dabei, eine günstigere Behandlung in osteuropäischen Zahnkliniken zu finden.

Frontal 21: Sprachlehrer für Flüchtlinge – Schlecht bezahlt und ausgenutzt (15.03.2016)
"Helfen und Geld verdienen“ - so wirbt der Verband der Fahrschulen im November 2015, neben Führerscheinprüfungen auch Deutsch für Flüchtlinge anzubieten. Finanziert werden diese Einstiegskurse von der Bundesagentur für Arbeit. Mindestens 4,50 Euro gibt es pro Teilnehmer und Unterrichtseinheit. Besondere Qualifikationen sind nicht erforderlich. Von solchen Bedingungen können Sprachschulen bei ihren regulären Integrationskursen nur träumen, erklärt Hartmut Wessel, Leiter einer Sprachschule in Bonn. Das zuständige Bundesamt für Migration und Flüchtlinge fordert deutlich mehr von den eigens zertifizierten Sprachlehrern, zahlt aber so wenig, dass die von ihrer Arbeit kaum leben können. Als Freiberufler müssen die Lehrer ihre Krankenkassen- und Rentenversicherungsbeiträge komplett selbst zahlen - wer krank wird, bekommt nichts. Da bleibt vielen gerade einmal 1.000 Euro netto im Monat. Die Folge: Qualifizierte Lehrer suchen sich eine besser bezahlte Alternative. Dabei werden sie gerade jetzt dringend benötigt. Bundesinnenminister Thomas de Maizière (CDU) erklärt, er halte eine höhere Eigenbeteiligung der Asylbewerber für richtig. “Dann können wir auch den Lehrkräften mehr bezahlen“, so der Bundesminister. Kritiker aus seiner eigenen Partei hingegen fordern deutlich mehr finanzielle Mittel seitens der Bundesregierung.
“Frontal 21“ geht der Frage nach, warum der Staat ausgerechnet bei denen spart, die für eine erfolgreiche Integration der Flüchtlinge so wichtig sind.

Frontal 21: Digitale Arbeitswelt – Veränderte Arbeit, vernichtete Jobs (15.03.2016)
Durch die digitale Revolution verändert sich die Arbeitswelt rasant. Viele Deutsche haben Angst, dass die Digitalisierung ihren Job überflüssig macht. Fest steht: Hundertausende werden in den nächsten Jahren ihre Jobs verlieren, prognostizieren Experten. Betroffen sind Branchen wie das Versicherungsgewerbe, aber auch Berufsfelder wie Sachbearbeiter. Die moderne Arbeitswelt sucht vor allem nach Akademikern, der ständige Wandel macht Weiterbildung zur Pflicht. Ob die digitale Revolution mehr Jobs killt als schafft, weiß heute niemand genau. Denn es werden durch die Digitalisierung auch neue Jobs entstehen. Jobs wie die der Crowdworker: Selbstständige digitale Arbeiter, die Aufgaben erledigen, die früher von Stammbelegschaften übernommen wurden. Bei Crowdworkern verschwimmt die Grenze zwischen Arbeit und Freizeit, Selbstbestimmung und Selbstausbeutung. Die Weiterentwicklung von Outsourcing heißt Crowdsourcing.

Frontal 21: Enteignete Sparer - Null Zinsen, null Rendite, null Vorsorge (15.03.2016)
Die Europäische Zentralbank hat den Leitzins auf null Prozent gesenkt und eine lang anhaltende Tiefzinsphase angekündigt. Was Kredite verbilligt, macht eine nachhaltige Altersvorsorge fast unmöglich. Denn gerade die Deutschen setzen auf Lebensversicherungen, Riester-Produkte und Sparbücher. Und die bringen kaum noch Rendite, ganz im Gegenteil: Rechnet man die Inflation mit ein, verlieren die Deutschen Geld. Alternativen für die Vorsorge sind Immobilien: Doch die Preise sind in den vergangenen Jahren in die Höhe geschnellt. Und von Aktien lassen die Deutschen am liebsten die Finger. Die Politik aber hat das gesetzliche Rentenniveau abgesenkt. Die private Vorsorge sollte die Lücke schließen. Doch nach 15 Jahren Riester-Rente steht fest: Das funktioniert nicht. Nun ist die Politik ist gefragt, neue Lösungen anzubieten. Denn sonst könnte Armut im Alter bald ein Massenphänomen werden. Frontal21 über die Nullzins-Entscheidung der EZB, die die falsche Rentenpolitik verschärft.

Frontal 21: Kämpfer für Ghetto-Rente vor Gericht. Justizminister verklagt Sozialrichter (15.03.2016)
Der Essener Sozialrichter Jan-Robert von Renesse, der sich große Verdienste in der Ghettorenten-Gesetzgebung erworben hat, muss sich in einem Disziplinarverfahren vor dem Richterdienstgericht Nordrhein-Westfalen verantworten. Kläger ist der Landesjustizminister, der ihm vorwirft, er habe durch seine überzogene Kritik in Zeitungs- und Rundfunkbeiträgen dem Ansehen der Gerichtsbarkeit geschadet. "Medialer Höhepunkt“ der Verunglimpfungen durch Renesses, so heißt es in der Klageschrift, seien dessen Interviewaussagen in einem Beitrag von Frontal21 im Dezember 2012.

NDR: Cannabis für alle? (01.02.2016)
Hasch und Marihuana sind gesellschaftlich weit verbreitet. Viele Fachleute halten die Drogenpolitik für gescheitert. Aber sollte Cannabis wirklich legalisiert werden?

Frontal 21: Pflegefall Altenpflege – Zu wenig Zeit, zu wenig Lohn und Personal (08.03.2016)
Lange Arbeitszeiten, schlechte Bezahlung und kaum gesellschaftliche Anerkennung - der Beruf des Altenpflegers gilt als wenig attraktiv. Zudem verdienen Altenpfleger deutlich weniger als ihre Kollegen in der Krankenpflege – und fühlen sich deshalb als Pfleger zweiter Klasse. Dabei werden mit Blick auf die demografische Entwicklung in Deutschland dringend mehr Fachkräfte in der Altenpflege benötigt. Denn nicht nur die Anzahl der zu pflegenden Personen nimmt rasant zu, auch mangelt es zunehmend an jungem, qualifiziertem Nachwuchs. Um mehr Jugendliche für den Beruf zu begeistern, hatte deshalb das Bundesministerium für Familie im Jahr 2012 eine Ausbildungsoffensive gestartet. Die Voraussetzungen für eine dreijährige Ausbildung zur examinierten Altenpflegefachkraft sind gering. Zudem will die Bundesregierung künftig die Pflegeausbildung generalisieren und die bisher getrennten Pflegeberufe Krankenpflege, Altenpflege und Kinderkrankenpflege zu einem einheitlichen Berufsbild zusammenfassen. Doch Kritiker befürchten, dass spezielle Kenntnisse der Altenpflege bei einer künftig generalisierten Ausbildung verloren gehen und sich viele in Richtung Krankenpflege orientieren werden, so dass es am Ende immer weniger Altenpflegepersonal geben wird.

Altenpfleger - Pfleger zweiter Klasse? (08.03.2016)
Frontal21 hat Markus Mai, Präsident der Pflegekammer, gefragt, wie die Altenpflege der Zukunft aussehen sollte und wie man die Arbeits- und Ausbildungsbedingungen verbessern kann.

Frontal 21: Arbeitsvisa für Balkan-Flüchtlinge – Zu viele bürokratische Hürden (08.03.2016)
Rund 21.000 Menschen wurden letztes Jahr bundesweit abgeschoben, darunter viele Asylsuchende aus dem Westbalkan. Da sie kaum Aussicht auf ein Bleiberecht in Deutschland haben, kehren immer mehr Kosovaren, Albaner und Serben freiwillig zurück in ihre Heimat. Ihre Hoffnung: mit einem Arbeitsvisum legal nach Deutschland zurückzukehren. Diese Möglichkeit sieht die neue Beschäftigungsverordnung vor, die letzten Herbst bei der Verschärfung des Asylrechts beschlossen wurde. Die Opposition kritisiert: Das Angebot der Bundesregierung sei halbherzig, die bürokratischen Hürden, ein Arbeitsvisum in Deutschland zu bekommen, viel zu hoch. Frontal21 zeigt am Fall von Besim Hasani aus dem Kosovo, wie steinig dieser Weg sein kann.

Fakt: Lageso steht erneut in der Kritik (01.03.2016)
Das Lageso wird inzwischen von einem ehemaligen McKinsey-Mitarbeiter geleitet. Nicht nur die Opposition kritisiert die ungesunde Nähe zwischen der Regierung und dem Unternehmen.

ZDFzoom: Integrations-Wirrwarr. Große Pläne, kleine Schritte (02.03.2016)
Auch im zweiten Jahr des Flüchtlingszustroms gibt es in Sachen Integration noch keine klare einheitliche Linie, jedes Bundesland wurschtelt vor sich hin. Es herrscht Integrations-Chaos. Fördern und Fordern sei das Gebot der Stunde, sagt die Politik. Doch wie das aussehen soll, wird weiterhin diskutiert. Immer noch warten in Massenunterkünften Asylbewerber darauf, dass sie mehr tun können als essen und schlafen.

ZDF: Wie gut sind unsere Krankenhäuser? (01.03.2016)
Unnötige Operationen, Behandlungsfehler, rote Zahlen – Deutschlands Kliniken stehen in der Kritik. "ZDFzeit" prüft, wie es um unsere Krankenhäuser bestellt ist. Die finanzielle Ausstattung ist auf jeden Fall üppig: 87 Milliarden Euro fließen jährlich in die Klinikkassen. Trotzdem lässt die Behandlungsqualität zu wünschen übrig. Durch Fehler kommt es pro Jahr sogar zu geschätzt 19.000 Todesopfern. Experten machen den enormen wirtschaftlichen Druck dafür verantwortlich. Die Kliniken sollen effizienter arbeiten. Sie kämpfen um Bettenauslastung und lukrative Eingriffe. Wegen neuer Fallpauschalen hat sich die durchschnittliche Liegedauer in den vergangenen 20 Jahren nahezu halbiert. Im gleichen Zeitraum wurden zusätzlich rund 50.000 Pflegestellen abgebaut. Eine Krankenschwester versorgt hierzulande seitdem 10,3 Patienten, in Norwegen dagegen nur 3,8. Das Nachsehen haben vor allem die Patienten: Personalknappheit führt nicht nur zu Behandlungsfehlern, auch notwendige Hygienemaßnahmen sind nicht umsetzbar. Lebensgefährliche Infektionen mit resistenten Keimen können schnell die Folge sein. Warum kriegen deutsche Kliniken dieses Problem nicht in den Griff? Sind Patienten nur noch Fallzahlen, die Geld bringen?

Panorama 3: Integrationslehrer arbeiten zu Billiglöhnen (23.02.2016)
Lehrer, die Deutsch als Fremdsprache unterrichten, sind unabdingbar für die Integration von Flüchtlingen. Doch viele können von ihren niedrigen Honoraren nicht leben.

ARD: Wie solidarisch ist Deutschland? – Warum Arme arm bleiben und die Reichen reicher werden (15.02.2016)
Reiche werden reicher – Arme bleiben arm, während die "Mitte" gegen den Abstieg kämpft. Ein verblüffender Befund, glaubt man dem Deutschen Institut für Wirtschaftsforschung; die Unternehmen boomen, doch die Löhne stagnieren, gleichzeitig wächst die Ungleichheit bei den Vermögen. Die Kluft zwischen denen, die sehr viel haben und jenen, die mit wenig oder sehr wenig auskommen müssen, ist heute besonders groß. Deutschland nimmt bei der Vermögensungleichheit in der Eurozone inzwischen einen enttäuschenden Spitzenplatz ein.
Was ist passiert? Wo bleibt die Beteiligung der Reichen und Superreichen? Wann wurde der breite politische Konsens aufgekündigt, dass Wachstum allen zugute kommen soll?
Die Filmemacherin Eva Schötteldreier macht sich auf die Suche nach Antworten und entdeckt ein Land, dessen soziale Balance deutlich angeschlagen ist. Sie trifft Starökonomen, Wissenschaftler, Familien, Millionäre, Hartz-IV-Bekämpfer und Sozialethiker.
Der beunruhigende Tenor: Bis weit in die 70er Jahre war man sich einig, dass die steuerlichen Lasten und Abgaben - je nach eigenen Kräften - relativ gleichmäßig verteilt werden sollten. Dieses Prinzip gilt nicht mehr. Trotz anhaltend hohem Wirtschaftswachstum rutschen immer mehr Menschen ab, vor allem die Mittschicht gerät unter Druck: Sie sind beim Steuerzahlen Spitze, ebenso bei den Sozialabgaben. Im Alter oder aber mit Kindern werden sie zu Verlierern. Lösungen und Alternativen zur sozialen Schräglage sind in Sicht, brauchen aber die radikale Abkehr vom Bestehenden.

WDR: Patientenabzocke - Wohin geht das Geld im Gesundheitssystem? (20.01.2016)
Sind wir im deutschen Gesundheitssystem rundum versorgt? Oder ist das eine Illusion? Ärzte und Krankenpfleger klagen seit Jahren über Überlastung – es fehlt also an Personal, an GELD fürs Personal. Andererseits berichten Ärzte, dass Operationen stattfinden, die eigentlich unnötig sind. Aber das Krankenhaus bekommt dann mehr Geld. Eine junge Ärztin sagt: „Ich bin manchmal nicht sicher, ob ich den Menschen helfe oder nicht mehr schade!“

ARD: Profit statt Patientenwohl? (14.01.2016)
Längst übernehmen große Konzerne wie Rhön, Helios, Sana und Asklepios flächendeckend ehemals kommunale oder kirchliche Kliniken und verändern damit die Krankenversorgung grundlegend. Zunehmend werden auch Arztpraxen aufgekauft und zu profitablen Gesundheitszentren ausgebaut. Private Zusatzversicherungen sollen zudem für eine bessere stationäre Versorgung sorgen - natürlich in den eigenen kommerziellen Kliniken. Das Ziel der großen Medizinkonzerne ist eindeutig: die Gesundheitsversorgung soll Rendite einbringen. Patienten sind "Kunden", es geht um "Stückkosten".

Alle Welt redet von Starbucks, Amazon, IKEA, etc., weil diese Mega-Konzerne sich steuersparende Modelle in Luxemburg eingerichtet hatten. Weniger spektakulär, aber genauso effizient, ist die Art und Weise wie ein US-Mittelständler namens Whitesell eine in Insolvenz befindliche Schraubenfabrik mit vier deutschen Standorten und 1.300 Beschäftigten übernimmt und sie dann mit voller Absicht gegen die Wand fährt.

In Berlin sind unter den Augen der Polizei und des Berliner Senats "rechtsfreie Räume" entstanden. Drogendealer und kriminelle Antänzer beherrschen zahlreiche öffentliche Plätze. Weil sie kaum mit Konsequenzen rechnen müssen, gehen die Kriminellen immer aggressiver vor.  Geschäftsleute werden bedroht, Frauen sexuell belästigt. Während Bayern eine Null-Toleranz-Linie in Sachen Drogen- und Kleinkriminalität verfolgt, glänzt die Berliner Politik durch Konzeptlosigkeit. 

Jahrzehntelang verdienten Sparkassen kräftig daran, das Geld der Sparer mit höheren Zinsen an Unternehmen und Privatleute zu verleihen. Nun klagen Sparkassen: die Niedrigzinsphase und die Konkurrenz der Online-Banken würden ihr Geschäftsmodell kaputt machen. ZDFzoom-Autor Detlef Schwarzer geht der Frage nach, ob die Sparkassen noch ihrem gesetzlichen Auftrag nachkommen. Denn Sparkassen müssen dem Gemeinwohl dienen und der Bevölkerung in allen Regionen sichere Geldgeschäfte ermöglichen. So steht es in den Sparkassengesetzen. Sparkassen sind öffentlich-rechtliche Kreditinstitute mit eingebauter politischer Kontrolle, einzigartig im Bankenwesen. Sie wurden vor mehr als 200 Jahren gegründet, um der Massenarmut entgegenzuwirken und den ärmeren Schichten das Ansparen von sicherem Kapital zu ermöglichen. Die Sparkassen werden kontrolliert von Verwaltungsräten, in denen auch Politiker sitzen. Doch was taugt diese Kontrolle? Es gebe Vorstandsgehälter bei Sparkassen, die dreimal so hoch seien wie das der Bundeskanzlerin, sagt Bankenprofessor Ralf Jasny im Interview. In der Vergangenheit häuften sich zudem Fälle von Amtsmissbrauch.Die ZDFzoom-Doku lässt Zweifel aufkommen, ob es sie wirklich noch gibt, die gute alte Sparkasse, die nur für ihre Kunden da ist.

Kurt W. ist Mitte vierzig und beruflich voll ausgelastet. Er wohnt in Berlin und seine Mutter in der Nähe von Osnabrück. Da die Mutter deutliche Anzeichen von Demenz aufweist, muss er jetzt handeln.

Frau M. kann es nicht fassen. Die wohlhabende Bonner Beamtenwitwe hält den Beschluss des Betreuungsgerichts in den Händen. Ihre jüngste Tochter hat sie entmündigen lassen - gegen ihren und den Willen ihrer anderen Töchter. Und wer sich einmal im Netz des Betreuungssystems verfangen hat, kann sich nur schwer daraus wieder befreien.

Sie ist Münchens größte Touristenattraktion: die BMW Welt. Doch hinter den Kulissen brodelt es schon lange. Der Großteil der Beschäftigten ist über einen Personaldienstleister angestellt - zu deutlich schlechteren Konditionen als BMW-Mitarbeiter. Jetzt hat BMW dem Personaldienstleister für Januar das Budget gekürzt und die Allgemeinheit soll mit Kurzarbeitergeld die Gehälter mitfinanzieren.

Hunderttausende Flüchtlinge wollen in Deutschland ein neues Leben beginnen. Eine Riesen-Herausforderung, sie zu integrieren. Überall im Land gibt es Kurse, in denen Sprache, Orientierung, Werte vermittelt werden. Aber klappt das? Was läuft gut, wo hakt es?

ZDF: Polizei in Not. Überlastet und kaputt gespart? (27.01.2016)
Immer mehr Einsätze, immer weniger Personal – die Polizei in Deutschland ist in Not. In den vergangenen Jahren wurden mehr als 16 000 Stellen gestrichen. Viele Polizisten arbeiten am Limit.

WISO: Flüchtlinge: Integration in den Arbeitsmarkt (25.01.2016)
Wie funktioniert die Integration von Flüchtlingen in den Arbeitsmarkt? Wie lange werden Flüchtlinge Hartz IV beziehen? Wir haben zwei Brüder aus Syrien begleitet.

Kontraste: Wachpolizisten als billiger Polizeiersatz (21.01.2016)
Über Jahre hinweg haben Sachsen und andere Bundesländer bei der Polizei gespart. Jetzt sollen in dreimonatigen Schnellkursen so genannte Wachpolizisten ausgebildet werden, um die Personallücken bei der Polizei zu schließen. Doch Kritiker warnen: Wachpolizisten seien auf riskante Situationen nicht ausreichend vorbereitet.

Exakt: Förderung für Langzeitarbeitslose - ein Flop? (20.01.2016)
Mit Förderprogrammen wollte Arbeitsministerin Nahles mehr als 30.000 Langzeitsarbeitslosen wieder zu Jobs verhelfen. Experten kritisieren die Förderung als Symbolpolitik.

Plusminus: Gute Rendite – Das Comeback der gesetzlichen Rente (20.01.2016)
Ab 50 Jahren die gesetzliche Rente durch Extrabeiträge aufstocken – eine geplante Gesetzesänderung, hinter der ein lukratives Angebot steckt. "Plusminus" zeigt, wie es sich lohnen kann.

Plusminus: Neue Ideen – Wie Flüchtlinge in Arbeit kommen (20.01.2016)
Ein Arbeitsplatz ist die beste Integration für Flüchtlinge. Aber die klassische Lehre ist kaum zu schaffen und Geringqualifizierte seien zu teuer, behaupten Arbeitgeber. "Plusminus" zeigt Fallbeispiele und diskutiert Lösungen.

Plusminus: Schlecht versorgt – Wie Kliniken an Dementen scheitern (20.01.2016)
Ein Klinikaufenthalt wirft demenzkranke Menschen oft völlig aus der Bahn. Häufig geht es danach direkt ins Pflegeheim. Demenzstationen gibt es kaum. Patienten und Angehörige bleiben die Verlierer, wenn nur Marktgesetze greifen.

WDR: Patientenabzocke: Wohin geht das Geld im Gesundheitssystem? (20.01.2016)
Sind wir im deutschen Gesundheitssystem rundum versorgt? Oder ist das eine Illusion? Ärzte und Krankenpfleger klagen seit Jahren über Überlastung – es fehlt also an Personal, an Geld fürs Personal. Andererseits berichten Ärzte, dass Operationen stattfinden, die eigentlich unnötig sind. Aber das Krankenhaus bekommt dann mehr Geld. Eine junge Ärztin sagt: „Ich bin manchmal nicht sicher, ob ich den Menschen helfe oder nicht mehr schade!“

WISO: Briefträger unter Druck (18.01.2016)
Wie geht es Beschäftigten der Deutschen Post? Ist deren Zustellbezirk zu groß, so dass sie ihre Arbeit nicht richtig schaffen können? Postmitarbeiter machen dafür die Software IBIS verantwortlich.

ARD: Ware Mädchen (11.01.2016)
Etwa 8.000 Frauen bieten allein in Berlin ihren Körper zum Kauf an. Viele von ihnen haben keinen Pass und sprechen kein Deutsch. Es sind Frauen ohne Rechte, eingesperrt und fremdbestimmt. Junge Frauen aus Rumänien, zum Teil Minderjährige, müssen bis zu 15 Männer am Tag mit Sex bedienen, häufig ohne Schutz und ohne Auszeit bei Krankheiten.

rbb: Zu hohe Mieten verdrängen Kitas (07.01.2016)
Immer mehr kleine Kindertagesstätten können die steigenden Mieten in Berlin nicht mehr tragen und müssen aufgeben oder werden gekündigt. Derzeit zählt der Dachverband der Kinder- und Schülerläden 30 Kündigungsverfahren. Betroffen sind vor allem die kleinen unabhängigen Einrichtungen, die in den 1980er-Jahren von Eltern gegründet wurden.

Schulen sind längst nicht mehr nur öffentliche Bildungsinstitute. Mit Schulen lässt sich viel Geld verdienen. Bildung gilt international als starker Wachstumsmarkt. Analysten sprechen schon heute von einem Volumen von 5,6 Billionen US-Dollar. «ECO» zeigt, wer daran verdient.

Dieser Winter wird anders als jeder zuvor: Für die Flüchtlinge, die zum ersten Mal die kalte Jahreszeit in Deutschland, im Südwesten erleben - in Sicherheit vor Krieg und Terror, doch in provisorischen Unterkünften. Aber auch für die Behördenmitarbeiter und die ehrenamtlichen Helfer, deren Adventszeit in diesem Jahr stressig wird statt still und geruhsam. SWR-Reporter sind seit mehreren Monaten überall da unterwegs, wo Flüchtlinge ankommen, wo Baden-Württemberger und Rheinland-Pfälzer ihnen begegnen: in Zeltstädten und bei Behörden, in Schulen und Unternehmen. Bei Hilfsaktionen ebenso wie bei Demonstrationen. Da, wo Neuankömmlinge und Alteingesessene aufeinander zugehen - und da, wo es Probleme gibt. Am Beginn der kalten Jahreszeit zeigt das SWR Fernsehen, was man wissen muss zum wichtigsten Thema dieses und wohl auch des kommenden Jahres. Der Film blickt auf die aktuelle Lage: Wie ist die Situation von Flüchtlingen, ihren Helfern und der Kommunen am Beginn des Winters? Haben sich Behörden und Zivilgesellschaft inzwischen eingestellt auf den Zustrom von Schutzsuchenden? Sind sie gerüstet für Schnee und Kälte? Er blickt zurück und zeigt, was hat sich seit den dramatischen Wochen im Sommer entwickelt hat. Und er blickt nach vorn: Auf die Herausforderungen der Wintermonate und die Veränderungen, vor denen unsere Gesellschaft steht.

Amazon: nah am Kunden, hochmotivierte und zufriedene Mitarbeiter - so verkauft sich die Firma beim Pressetermin. Doch gleichzeitig beschweren sich Mitarbeiter über schlechte Bezahlung und Schikanen. Kontrovers über das System Amazon.

Tagtäglich werden Menschen vor Gericht falsch begutachtet und landen in der Psychatrie. Warum haben Gutachter eine solche Macht? Wer kontrolliert sie, wie wird die Qualität von Gutachten überprüft? Fragen, die sich nicht erst seit dem spektakulären Fehlgutachten von Gustl Mollath stellen.


Wirtschaftlich geht es Deutschland gut, doch die Einkommensschere geht weiter auseinander. Wie viel Lohn ist angemessen und gerecht? "ZDFzeit" schaut sich die Gehaltsstufen in Deutschland genauer an und trifft zehn Menschen mit unterschiedlichen Berufen und Einkommen.

Frontal 21: Einmal Hartz IV, immer Hartz IV – Arbeitslose in der Falle (08.12.2015)
Seit mehr als zehn Jahren ersetzt nun Hartz IV das Arbeitslosengeld II. Anfang 2005 ist das "Gesetz über die Grundsicherung für Arbeitssuchende" in Kraft getreten. Im Zuge der „Agenda 2010“ sollte mit der Kombination von Arbeitslosenhilfe für Langzeitarbeitslose und Sozialhilfe die Zahl der Erwerbslosen gesenkt werden. Heute zählt die Statistik in Deutschland zwar nur noch 2,63 Millionen Menschen als arbeitssuchend. Die Arbeitslosenzahl ist damit auf dem niedrigsten Stand seit mehr als 24 Jahren. Trotz Beschäftigungswunder gibt es in Deutschland aber immer noch sechs Millionen Hartz IV-Empfänger und mehr als eine Million Langzeitarbeitslose. Frontal21 zieht Bilanz und trifft Menschen, die durch die Agenda 2010 wieder Arbeit finden sollten, nach mehr als zehn Jahren Hartz IV aber immer noch im Teufelskreis "Fordern und Fördern" feststecken.

Frontal 21: Angst vor Flüchtlingen – Europa zieht die Zäune hoch (08.12.2015)
Das Schengen-Abkommen, einer der größten Erfolge der Europäischen Union, droht zu scheitern. Mittlerweile wird in Berlin und Brüssel offen über das Ende der Reisefreiheit und die Rückkehr von Schlagbäumen an den Grenzen diskutiert. Es wäre ein Rückfall in ein längst vergangenes Europa. Dabei geht es derzeit um die Verteilung von gerade mal 800.000 Flüchtlingen. Trotzdem können sich die 28 EU-Länder mit ihren 500 Millionen Bürgern nicht einigen, diese Menschen gerecht zu verteilen. Die Slowakei, Polen und Ungarn möchten am liebsten gar keine Flüchtlinge. Slowaken und Ungarn klagen gar gegen die Verteilung beim Europäischen Gerichtshof. Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) verliert langsam die Geduld mit den osteuropäischen Regierungschefs. Eine gerechte Verteilung der Flüchtlinge sei nicht irgendeine Petitesse, sagte sie Ende November im Bundestag, „sondern die Frage, ob der Schengen-Raum auf Dauer aufrechterhalten werden kann.“ Unterdessen ziehen immer mehr europäische Staaten Zäune an den Binnengrenzen hoch. Es ist der vergebliche Versuch, Flüchtlingsströme einzudämmen und zu kontrollieren. Schon jetzt ist Europas Schutzwall mehr als 235 Kilometer lang. Frontal21 über die Gefahr des Scheiterns von Schengen, das nicht nur eine Blamage für die Europäer, sondern gleichzeitig ihre größte Niederlage wäre.

Plusminus: Lieferengpass bei Medikamenten: Gefahr für Patienten? (02.12.2015)
In Krankenhäusern fehlen immer häufiger Arzneimittel wie Antibiotika und Krebsmedikamente. Die Lieferengpässe sind für Ärzte oft überraschend und für einige schwerkranke Patienten lebensbedrohlich.

SWR-Fernsehen: Pflegekräfte aus Fernost. Tübingen für immer? (02.12.2015)
Die Uniklinik Tübingen integriert in einem Programm dringend benötigte Pflegekräfte aus dem Ausland. Die Krankenpfleger aus den Philippinen plagt neben Sprachkursen und Prüfungen das Heimweh. Derweil wird in Süditalien für die Neugeborenenstation nach Krankenschwestern und Pflegern geworben.

Frontal 21: Staat behindert Behinderte – Auf dem Arbeitsmarkt ausgegrenzt (01.12.2015)
Behinderte müssen am Arbeitsleben teilhaben können. Das ist in Deutschland per Gesetz geregelt. Und das verlangt auch die Behindertenrechtskonvention der Vereinten Nationen. Sie ist am 26. März 2009 für Deutschland verbindlich in Kraft getreten. Ziel der Konvention ist es, den „vollen und gleichberechtigten Genuss aller Menschenrechte und Grundfreiheiten durch alle Menschen mit Behinderungen zu fördern, zu schützen und zu gewährleisten und die Achtung der ihnen innewohnenden Würde zu fördern“. Doch auf dem Arbeitsmarkt ist die Inklusion behinderter Menschen noch weit von den UN-Zielvorgaben entfernt. In der alltäglichen Praxis werden sie nach wie vor ausgegrenzt, das bestätigen auch Behinderten- und Wohlfahrtsverbände. Deshalb haben die Vereinten Nationen die Bundesregierung angemahnt, für ein Ende der Ausgrenzung von Behinderten auch auf dem Arbeitsmarkt zu sorgen. Frontal21 zeigt am Beispiel eines Gehörlosen und eines Sehbehinderten, wie Menschen mit Handicap durch Behörden benachteiligt werden.

Report München: Europa vor dem nächsten Flüchtlingsstrom (01.12.2015)
Was kaum bekannt ist: Der Iran bietet seit Jahren Unterschlupf für knapp vier Millionen Flüchtlinge aus dem Nachbarstaat Afghanistan. Viele Afghanen leben bereits in dritter Flüchtlingsgeneration im Iran – und meist als Bürger zweiter Klasse. Die Flüchtlingsbewegungen nach Deutschland im Sommer haben ihnen Hoffnung auf eine bessere Zukunft gemacht. Mit Kampagnen will sie die deutsche Botschaft in Kabul nun von der Flucht nach Europa abhalten. Doch lassen sich die Afghanen davon beeindrucken?

45 Min: Die Herausforderung. Die Flüchtlinge, die Politik und wir (30.11.2015)
Zunächst wurden die Flüchtlinge herzlich empfangen. Jetzt brechen Konflikte auf, die Hilfsbereitschaft wird auf die Probe gestellt. Sind wir an den Grenzen unserer Möglichkeiten angelangt?

Westpol: Langzeitarbeitslose in der Flüchtlingshilfe (29.11.2015)

Report Mainz: Armutsrisiko Berufsunfähigkeit (24.11.2015)
Es ist eine schon fast in Vergessenheit geratene politische Entscheidung: 2001 hat der damalige SPD-Arbeitsminister Walter Riester, die Absicherung gegen Berufsunfähigkeit aus der Rentenversicherung gestrichen. Doch die Absicherung mit privaten Berufsunfähigkeitsversicherungen funktioniert häufig nicht.
Es trifft vor allem Menschen, die es am dringendsten brauchen würden. Menschen in sogenannten "Risikoberufen" wie Dachdecker, Maurer oder Krankenschwestern. Sie werden von den Versicherern ebenso wie Menschen mit Vorerkrankungen systematisch aussortiert. Und auch die, die eine Versicherung erhalten haben, gehen im Ernstfall häufig leer aus. Experten schätzen, dass nur 70 Prozent derjenigen, die eine Leistung beantragen, diese am Ende auch erhalten. Verbraucherschützer und Wissenschaftler fordern jetzt: Die Absicherung muss wieder eine gesetzliche Leistung werden.

Kontraste: Mit den Gewerbeaufsichtsämtern gegen Pflegenotstand bei Helios-Kliniken (19.11.2015)
Der Pflegenotstand in den Krankenhäusern gefährdet seit Jahren Patientenleben: Hygienemängel und fehlende Aktivierung nach schweren Erkrankungen gehören zum Alltag. Für viele private Krankenhäuser wie den Helios-Konzern zählt indes vor allem der Gewinn. Und deshalb wird am Personal gespart: Überstunden und fehlende Pausen, so klagen Mitarbeiter, gehören zum Alltag. Jetzt versuchen Betriebsräte mit Hilfe der Gewerbeaufsichtsämter die Einhaltung der Arbeitszeiten durchzusetzen, umso mehr Personal in die Kliniken zu bekommen.

Plusminus: Rentenerhöhung: Warum Ruheständler trotzdem verlieren (11.11.2015)
Vor kurzem erreichte Rentner die freudige Botschaft: Im nächsten Jahr sollen die gesetzlichen Renten kräftig steigen. Damit bekommen alle Rentner mehr Geld und auch künftige Rentner sollen profitieren. "Plusminus" hat nachgerechnet.

Plusminus: Flüchtlinge: Wie Investoren Kasse machen (11.11.2015)
Die Kommunen sind am Limit: Hunderttausende Flüchtlinge sind in diesem Jahr bereits nach Deutschland gekommen. Alle müssen untergebracht und versorgt werden. Für Investoren eine gute Zeit, um schnelle Geschäfte zu machen.

Report München: Krisenmanagement in Kliniken und Notunterkünften (10.11.2015)
Ihre Flucht dauert wochenlang – an der Grenze sind die Flüchtlinge erschöpft. Viele sind krank, vor allem Kinder. In Europa hoffen sie auf Hilfe, doch deutsche Kliniken müssen sich erst auf die neuen Herausforderungen einstellen – Sprachbarrieren, seltene Krankheitsbilder, fehlende Betten und fehlendes Personal. report München über Ärzte, die am Limit sind und nach mehr Koordination durch Politik und Behörden rufen

Monitor: Deutschland überfordert? Was kostet die Integration? (05.11.2015)
Rekord-Überschüsse, Rekord-Arbeitsplätze, Rekord-Rentenerhöhung. Trotzdem glauben mehr und mehr Menschen, dass Deutschland durch die Zuwanderung von Flüchtlingen auch finanziell überfordert ist. Und während die Politik über Abschottung und Obergrenzen diskutiert, wird das Thema Integration – mal wieder – auf die lange Bank geschoben. Was aber kostet die Integration von Millionen Flüchtlingen tatsächlich? Was müsste in Bildung, Arbeit, Wohnungen investiert werden? Und würde uns das tatsächlich überfordern? MONITOR-Reporter waren in ganz Deutschland unterwegs – und präsentieren die Rechnung.

ZDFzoom: Abkassiert beim Zahnarzt? (05.11.2015)
Jeder Deutsche geht im Schnitt einmal im Jahr zum Zahnarzt. ZDFzoom fragt: Warum werden Millionen Menschen beim Zahnarzt so massiv zur Kasse gebeten?

Plusminus: Viel Geld für viel Leid: Wie Gerichtsgutachter Familien zerstören (04.11.2015)

Frontal 21: Alleinerziehende in Wohnungsnot - Mit Kind im Obdachlosenheim (03.11.2015)
Wie schwer es ist, eine bezahlbare Wohnung vor allem in Großstädten wie Berlin, Hamburg oder München zu finden, erleben besonders Alleinerziehende. Seit Jahren steigen die Mietpreise. Dazu stellt der Wohngeld- und Mietenbericht 2014 fest: "Die höchsten Steigerungen der Angebotsmieten gab es 2014 vor allem in Ballungsregionen und Universitätsstädten." Demnach haben vor allem einkommensschwächere und sogar Haushalte mit mittleren Einkommen Schwierigkeiten, eine bezahlbare Wohnung zu finden. Eine Folge des angespannten Wohnungsmarktes sind in diesen Regionen zunehmend auch Zwangsräumungen. In Berlin etwa nehmen selbst landeseigene Wohnungsbaugesellschaften, die laut Satzung eigentlich der Wohnraumversorgung breiter Bevölkerungsschichten dienen sollen, wenig Rücksicht auf die soziale Situation ihrer Mieter. Sie nutzen den geringsten Anlass zur Kündigung und sind verantwortlich für circa 20 Prozent aller durchgeführten Zwangsräumungen in der Stadt, so das Ergebnis einer aktuellen Studie der Humboldt-Universität Berlin. Die vielleicht traurigste Folge dieser Entwicklung: Rund 2500 Kinder sind nach Schätzungen der Arbeiterwohlfahrt in Obdachlosenheimen untergebracht. Frontal21 hat alleinerziehende Mütter getroffen, denen eine Zwangsräumung droht oder die mit ihren Kindern in Obdachlosenheimen leben müssen, weil sie auf dem Wohnungsmarkt keine Chancen mehr haben.

Report Mainz: Ausbeutung von Schlachtern (03.11.2015)
Regelmäßige Doppelschichten von bis zu 20 Stunden am Tag und dazu Gewaltandrohungen des Subunternehmers, wenn Arbeiter die Doppelschichten nicht leisten wollen. Diesen Hinweisen geht REPORT MAINZ auf dem Schlachthof von Danish Crown in Essen/Oldenburg nach.

Panorama: Lufthansa: Gewerkschaft hilft beim Lohn sparen (29.10.2015)
Eigentlich sind Gewerkschaften ja vor allem dafür da, die Rechte der Arbeitnehmer zu schützen. Doch bei der Lufthansa-Tochter LSG, zuständig für Essen und Getränke an Bord, war das über Jahre offenbar etwas anders. Mindestens ein Jahrzehnt lang hat Ver.di mehr oder weniger tatenlos dabei zugesehen, wie Teilzeitkräfte auf Abruf - nach Meinung von Arbeitsrechtlern rechtswidrig - diskriminiert und bei den Lohnzusatzleistungen betrogen wurden.

Kontraste: Wie Politik und Bürger neue Sozialwohnungen verhindern (22.10.2015)
Flüchtlinge, die in Containerdörfern leben: Spätestens jetzt wird klar, es fehlen hunderttausende Sozialwohnungen in Deutschland. Für Flüchtlinge wie für Geringverdiener. Die größte Freifläche in Berlin ist das Tempelhofer Feld, doch nach einem Bürgerentscheid darf dort nichts gebaut werden. Trotz Wohnungsnot, die Bürgerinitiative bleibt bei ihrem "Nein". Und auch die Politik scheint den Ernst der Lage nicht zu erkennen: Der Bund hat zwar seine Mittel für den Sozialen Wohnungsbau aufgestockt, aber das reicht bundesweit gerade mal für 12.000 Neubauten jährlich, obwohl 140.000 Sozialwohnungen gebraucht werden.

Kontraste: Der ganz normale Wahnsinn im Flüchtlingsheim (22.10.2015)
Vor drei Jahren zogen Kontraste-Autoren für vier Wochen in ein Asylbewerberheim und lebten dort gemeinsam mit den Flüchtlingen. Die Zustände in dem voll belegten Heim waren damals erschreckend: mangelhafte Hygiene, unzumutbare Bürokratie. Was ist inzwischen aus den Menschen geworden? Jetzt besuchten die Autoren erneut das Heim.

Plusminus: Pleiterisiko Betriebsrenten: Wenn alte Zusagen zur drückenden Last werden (21.10.2015)
Tausende Unternehmen haben ihren Mitarbeitern Betriebsrenten versprochen, die jedoch für immer mehr Firmen zu einem wachsenden Risiko werden. Viele Unternehmen haben auf gute Geschäfte vertraut und für die Auszahlung keine ausreichende Vorsorge getroffen. Durch die niedrigen Zinsen werden die Zusagen nun teuer und für manche sogar zur existenziellen Gefahr.

Report Mainz: Die neuen Tricks der Fleischmafia (06.10.2015)
Beim Fleischgipfel mit Bundeswirtschaftsminister Gabriel hat sich Branche verpflichtet die Bedingungen für osteuropäische Arbeiter zu verbessern. Wieder einmal - doch die Recherchen von REPORT MAINZ zeigen, dass an den Machenschaften der Subunternehmer nichts geändert hat.

defacto: Schwieriges Erwachsenwerden - Wenn Heimkinder zu alt für die Betreuung sind (04.10.2015)
Sie sind gerade volljährig geworden und müssen schon ausziehen. So ist es Benny Carina und Celine gegangen, die Jahre ihrer Kindheit in einem Heim verbracht haben.

frauTV: Die Mütterrente: Ein großes Versprechen mit vielen Ausnahmen (01.10.2015)
"Wenn wir die Lebensleistung von Müttern anerkennen, dann schaffen wir mehr Gerechtigkeit!", so die Bundesministerin für Arbeit und Soziales, Andrea Nahles zur Einführung der Mütterrente. Und viele Mütter hofften, gerade wenn sie kleine Renten haben und mit jedem Cent rechnen müssen, auf etwas mehr Geld. Doch viele Mütter gehen leer aus und erhalten keinen oder einen reduzierten Zuschlag. Warum das so ist?

Zur Sache Rheinland-Pfalz!: Azubi mit 50 oder gut ausgebildeter Flüchtling? (01.10.2015)
Jahr für Jahr sank die Zahl der Arbeitslosen in Deutschland. Damit könnte 2016 Schluss sein. Flüchtlinge, deren Asylantrag bewilligt wurde, kommen nun nach und nach auf den Arbeitsmarkt. Gleichzeitig warten auch viele Langzeitarbeitslose auf einen Job. Kommt es nach der Vollbeschäftigung jetzt zu einem Verdrängungswettkampf?

Plusminus: Betreuungs-Assistenten: Billige Arbeitskräfte? (16.09.2015)
Pflegeheime und -dienste suchen händeringend Arbeitskräfte. Auch schlecht bezahlte Betreuungs-Assistenten, darunter Quereinsteiger ohne fachliche Qualifikation, werden für Tätigkeiten eingesetzt, die sie eigentlich nicht übernehmen dürfen.

Die Welle der Flüchtlinge setzt viele Kommunen und Landkreise unter Druck. Die Suche nach Unterkünften ist schwierig. Immer mehr Privatbetreiber haben nun die Flüchtlinge als lukrative Einnahmequelle entdeckt. Überforderte Kommunen vergeben die Aufträge teilweise ohne Ausschreibung, auch Kontrollen finden kaum statt.

Viele Patienten sind nach der OP dringend auf Anschlusspflege angewiesen – doch die Krankenkassen müssen nicht zahlen. Die Versorgungslücke trifft jedes Jahr 75.000 Menschen.

Wenn der andere Elternteil nicht zahlt, bekommen Alleinerziehende und ihre Kinder vom Staat einen Unterhaltsvorschuss. Doch die Dauer der Zahlung ist begrenzt. Mit dem Auslaufen rutschen viele in die Armut.

Über 16.000 Mitarbeiter der Supermarktkette Kaiser’s Tengelmann bangen um ihren Arbeitsplatz, wissen nicht genau, wie es weitergeht. Die Lebensmittelkette schreibt seit Jahren Verluste, und Firmenlenker Karl-Erivan Haub ist überzeugt: Nur der Komplettverkauf an EDEKA könne viele Arbeitsplätze retten. Doch Bundeskartellamt und Monopolkommission lehnen die Übernahme ab. Ihre Begründung: EDEKA werde auf dem Lebensmittelmarkt zu mächtig. Nun müssen Haub und EDEKA auf eine Erlaubnis des Bundeswirtschaftsministers hoffen. Der Antrag auf Ministererlaubnis ist gestellt: Sigmar Gabriel (SPD) soll den Verkauf genehmigen, weil der Millionendeal dem Gemeinwohl diene. Für den Fall, dass der Wirtschaftsminister sich anders entscheiden sollte, hat Haub die Konsequenzen schon mal vorgerechnet: "Das würde das Aus für 8000 Arbeitsplätze bedeuten." EDEKA als Retter? Der bedeutendste deutsche Lebensmittelhändler besteht zum größten Teil als Zusammenschluss selbstständiger Kaufleute. Er wirbt mit dem Slogan „Wir lieben Lebensmittel“. Doch gilt das auch für die Mitarbeiter? Immer wieder gab es Vorwürfe: angeblich schlechte Bezahlung, angeblich schlechtes Arbeitsklima, angeblich kaum betriebliche Mitbestimmung. Frontal21 über einen schweren Verdacht: Kommt es zum Millionendeal auf Kosten der Arbeitsplätze?

Panorama 3: Dumpinglöhne für Erntehelfer (15.09.2015)
Im Supermarkt bleibt Gemüse günstig, trotz Mindestlohn. Denn wer den zahlt, macht Verluste, wie Bauer Behr aus Seevetal. Für ihn lohnt sich der Anbau vieler Sorten nicht mehr.

45 Min (NDR): Die Zukunft der Arbeit (14.09.2015)
Mehr als die Hälfte der Arbeitsplätze wird in den kommenden 20 Jahren verschwinden. Maschinen werden die Arbeit übernehmen. Wie sieht die Arbeitswelt heute schon aus?

Kontraste: Lohndumping bei ambulanten Intensivpflegekräften. Wie Krankenkassen das Risiko für schwerst kranke Patienten ignorieren (10.09.2015)
Tausende Patienten sind deutschlandweit rund um die Uhr auf ambulante Intensivpflege angewiesen. Das kostet die Kassen pro Patient monatlich rund 20.000 Euro. Seit Jahren versuchen die Kassen die Preise zu drücken. Die Folge: Die Patienten können sich nicht immer darauf verlassen, von gut geschulten und qualifizierten Intensivpflegekräften betreut zu werden.

Seit Jahren wird es uns eingebläut: Nur wer privat vorsorgt, kann seinen Lebensstandard im Alter halten. Eine ausreichende gesetzliche Rente sei unbezahlbar. Nun aber zeigt sich, auch mit der privaten Vorsorge klappt es nicht wie geplant.

Das Studium ist die schönste Zeit des Lebens – so schwärmen gestandene Akademiker gerne, wenn sie an ihre eigenen Hochschuljahre zurückdenken. Damals hatte man Zeit, sich zu entfalten, etwas zu erleben, die Persönlichkeit reifen zu lassen. Wer allerdings heutzutage studiert, braucht vor allem gute Nerven, erheblichen Ehrgeiz, stabile Ellbogen und am besten vermögende Eltern. Anders ist ein erfolgreicher Abschluss an einer Uni kaum zu bekommen.

Mehrere Wochen lang waren die Panorama Reporter in Deutschland unterwegs. Dabei haben sie überbordende Hilfsbereitschaft kennengelernt, Bürgermeister, die alles geben, um die Flüchtlinge unterzubringen, ehrenamtliche Helfer, die vor Ort versuchen müssen, mit der Situation klarzukommen, Polizisten, die an den Grenzen Züge kontrollieren und dem Strom der Flüchtlinge oft hilflos gegenüberstehen; aber auch überfüllte Flüchtlingsheime, in denen sich Stress und Gewalt entladen und Ausländerfeinde, die das Chaos als Rechtfertigung für ihre Hetze benutzen. Und sie haben erlebt, dass sich fast alle in einem Punkt einig sind: die Bundesregierung hat bisher kein Konzept, wie sie mit den drängenden Fragen der Flüchtlingsproblematik umgehen soll. Zwar hat sie jetzt mehr Geld versprochen, doch letztlich agiert sie noch immer planlos.

Die Brezeln mit Butter waren lange der Renner in Seppls Zuckerbäckerei. Dann wurden sie plötzlich zu Ladenhütern, jedenfalls auf den Abrechnungen. Erst als der Unternehmer einen Detektiv einschaltet, wird klar: Zwei seiner Mitarbeiter hatten falsch abgerechnet, Geld in die eigene Tasche gewirtschaftet.
Dreiste Methoden, wie sie Arbeitgeber vielfach erleben. Mal sind es Brezeln, mal ein paar Kulis, mal geht es um Veruntreuung in Millionenhöhe. Was treibt die Arbeitnehmer, die zu prellen, von denen sie leben? Den Rauswurf zu riskieren? Oft sei es Frust, sagen Experten. Wer sich schlecht behandelt fühlt, innerlich gekündigt hat, lässt eher mal etwas mitgehen, macht eher blau oder Dienst nach Vorschrift.
Immer mehr Unternehmen erkennen aber, dass schlechte Stimmung am Arbeitsplatz nicht nur Mitarbeiter krank machen kann, sondern auch den Umsatz drückt. Kein Wunder, dass immer mehr Chefs „Feel-Good-Manager“ anheuern, die den Spaß am Job zurückbringen sollen.

Report Mainz: Wohin mit anerkannten Flüchtlingen? (25.08.2015)
Immer mehr Flüchtlinge kommen nach Deutschland. Der Anteil derer, die ein dauerhaftes Bleiberecht bekommen, steigt. Gleichzeitig sinkt seit Jahren der bezahlbare Wohnraum, vor allem in den Ballungszentren. Experten und Politiker warnen vor "sozialem Sprengstoff".

Report Mainz: Alt, krank, ausgelaugt (25.08.2015)
Es ist ein Knochenjob - mit hohen körperlichen und seelischen Belastungen. Schichtdienst, Notfälle, Blaulichtfahrten - gerade älteren Rettungskräften setzt der Beruf im Alter stark zu.

Sie nennen sie zynisch „Sterbezimmer“. Keine Fenster, kein Telefon, kein Internet. Jeden Tag 8 Stunden lang abgestellt, sinnlose Aufgaben, abgeschnitten vom Büroalltag, mit nur einem Ziel: Die Arbeitgeber wollen ihre Mitarbeiter so mürbe machen, dass sie freiwillig kündigen.
Die Arbeitswelt ist internationaler geworden, die Arbeitsverhältnisse vielfältiger. Immer mehr Menschen arbeiten in nicht klassischen Beschäftigungsmodellen. Sub-Sub-Sub-Unternehmer aus Osteuropa bieten ihre Mitarbeiter zu Dumpinglöhnen an, umgehen alle deutschen Gesetze. Amerikanische Großkonzerne geben sich als cool und modern, fordern aber extreme Leistungen oder drücken sich, wenn es um Sozialleistungen geht.
Die Arbeitswelt 2015, rau und gnadenlos. Kein Wunder, dass viele Arbeitnehmer unter Burnout leiden und für Monate ausfallen. Ein persönliches Drama nicht nur für die Betroffenen. Für die Wirtschaft bedeutet das Produktionsausfälle in Milliardenhöhe.

ARD: Steuerfrei e. V. (24.08.2015)
Elitäre Vereine wie der Berliner Golfclub am Wannsee, knallharte Industrie-Lobbygruppen wie die Deutsche Gesellschaft für Wehrtechnik und Kommerzverbände wie der Deutsche Fußballbund - anhand dieser drei brisanten Beispiele schauen die Autoren Sascha Adamek und Martin Hahn hinter die Kulissen angeblicher Gemeinnützigkeit. Wohl selten wurden Journalisten so häufig vor die Tür gesetzt. Besonders beim DFB stießen die Autoren auf eine Mauer des Schweigens über die Frage, wohin die im internationalen Fußball-Zirkus verdienten Millionen genau fließen. Gleichzeitig klagen Vereine, die oft Hunderten Kindern und Jugendlichen das Fußballspielen im Ort ermöglichen, über Finanznöte. Manchen droht die Pleite.

In Deutschland werden sie gesucht und in Spanien gibt es viele gut ausgebildete Pfleger, die dort keine Arbeit finden. Das passt gut zusammen. Doch viele Spanier kehren enttäuscht in ihre Heimat zurück.

40 Prozent aller Rewe-Märkte werden inzwischen von selbständigen Kaufleuten geführt.  Was dynamisch und erfolgreich daher kommt, hat für die Beschäftigten oft gravierende Konsequenzen: Diese Betriebe fallen aus der Tarifbindung, die Einkommen sinken um 20 bis 30 Prozent. Die vereinte Dienstleistungsgewerkschaft Verdi  beobachtet, dass zunehmend, bis auf wenige Positionen in den Märkten, Menschen nur noch zum Mindestlohn beschäftigt werden. Arbeitsmarktexperten wie Prof. Stefan Sell von der Hochschule Koblenz fordern deshalb die Bundesregierung zum Handeln auf. Die Allgemeinverbindlichkeit von Tarifverträgen soll wiederhergestellt werden. Die Arbeitgeber haben diese Forderung bereits abgelehnt.

Aus Liebe nicht ins Heim: Diese Entscheidung kann teuer werden, denn Angehörige, die kranke Menschen zuhause pflegen, können in schwere Geldnöte geraten. Rund 1,25 Millionen Menschen werden laut Statistischem Bundesamt in Deutschland von ihren Angehörigen gepflegt. In extremen Fällen kann für diese am Ende der Gang zum Sozialamt oder zum Schuldenberater stehen.

Die Erdbeersaison ist in vollem Gange. 150.000 Tonnen werden alleine in Deutschland gepflückt, unter welchen Voraussetzungen ist vielen unbekannt. ZDFzoom hat auf Erdbeerhöfen recherchiert und zum Teil menschenunwürdige Arbeitsbedingungen vorgefunden. In der Hitze zusammengebrochene Erntehelfer, Arbeitszeiten von 16 Stunden am Tag, bezahlt werden nur 10 Stunden.

Das Gesetz, das seit Juli 2014 in Kraft ist, ist Teil des Rentenpakets der Großen Koalition – doch während die Rente mit 63 boomt, entwickelt sich die Flexi-Rente zum Ladenhüter.

Den Ausbildungsbetrieben fehlt der Nachwuchs. Gleichzeitig kommen zur Zeit tausende Flüchtlinge nach Deutschland, darunter viele junge Menschen, die hier unbedingt arbeiten wollen. Warum also nicht die jungen Flüchtlinge ausbilden?
Einschüchtern, Abmahnen, Mobben – wenn es um das Einschränken von Arbeitnehmerrechten und das Verhindern von Betriebsräten geht, lassen sich manche Unternehmen einiges einfallen.

Die Schere zwischen Arm und Reich geht in Deutschland immer mehr auseinander. Das trifft auch die Rentner. Seit 2006 hat sich die Zahl der in Armut lebenden Rentner vervierfacht. Konkret heißt das: Wer als Alleinstehender weniger als 979 Euro netto im Monat zur Verfügung hat, ist arm. 37 Grad begleitet Rentner, die ums tägliche Überleben kämpfen. Solange sie bei stabiler Gesundheit sind, geht das ganz gut - aber was, wenn sie krank werden?

Beim Autobauer BMW wurde offenbar über Jahre gegen das Betriebsverfassungsgesetz verstoßen. Nach Frontal21-Recherchen verfügen BMW-Betriebsräte über sogenannte Sozialkassen mit zum Teil sechsstelligen Euro-Beträgen.

Im Tarifkonflikt bei der Post hat die Gewerkschaft die Abwicklung der Billigtochter "DHL Delivery" nicht durchsetzen können. Arbeitsrechtler befürchten dauerhaften Dumpinglohn.

Kein Dach über dem Kopf, krank, verzweifelt - in die Bahnhofsmission kommen Menschen, die am Ende sind. Alex lebt seit acht Jahren auf der Straße. Drei Nächte hat er nicht geschlafen. Um halb fünf Uhr morgens kommt er völlig verwirrt in die Bahnhofsmission. Wieder einmal. "Ich lande immer auf Polizeirevieren und in Krankenhäusern. Ich mag nicht, wenn man mich einschließt, ich krieg Klaustrophobie." In dieser Nacht wird Alex wieder nicht schlafen und stattdessen orientierungslos durch die Stadt irren.
Penner, Obdachlose, Landstreicher werden Alex und die anderen genannt. Aber was sind das für Menschen, die nichts mehr haben? Wie leben sie, und wovon träumen sie? Für sieben Tage arbeiten Julian Amershi und Nikolas Migut in einer Bahnhofsmission. Sieben Tage zwischen Armut und Hoffnung.

Der Mindestlohn gilt – flächendeckend, unbegrenzt. Das jedenfalls behauptet die Politik. Wir ziehen eine erste Bilanz des größten sozialpolitischen Experiments seit den Hartz-Reformen.
Unsere Reporter besuchen Arbeitnehmer und Arbeitgeber, aber auch Gewerkschaften und Behörden. Und: Wir begleiten einen Arbeitssuchenden auf seiner Bewerbungstour durch Nordrhein-Westfalen. Der gelernte Koch nimmt jeden Job an, den er kriegen kann. Egal, ob als Kurierfahrer, Reinigungskraft oder Tankstellen-Aushilfe. Wer zahlt den Mindestlohn? Wer zahlt ihn nicht? Denn genau darum geht es.

"Du bist doch nicht etwa müde, Ella?!" Susanne schiebt ihrer Kollegin Ella einen Kaffee über den Tisch. Was folgt, ist ein Gähnen als Antwort. Doch, Ella ist müde. So wie ihre vier Kollegen auch, hier im dunklen Flur eines Bürogebäudes irgendwo in Berlin um 4.15 Uhr am Morgen: Schichtbeginn für die Putzkolonne. Sieben Tage arbeiten die NDR Autoren Johanna Leuschen und Benjamin Arcioli in der Putzkolonne mit - sie leeren Mülleimer, wischen Flure, saugen Büroböden und putzen Toiletten. Jede Nacht von 4.15 Uhr bis 9.00 Uhr morgens. Sie wollen wissen, wie das ist, für andere sauber zu machen. Einen Job zu haben, für den man manchmal bemitleidet wird.
Eine Arbeit, die mal belächelt und oft genug einfach nicht wahrgenommen wird. Und was macht das mit den Menschen, die sie tagtäglich ausüben? "7 Tage... in der Putzkolonne" ist ein Fim über die, die viel zu selten gesehen werden. Atmosphärisch und eindrucksvoll zeigt er eine Welt geprägt von harter Arbeit und wenig Anerkennung - und wie trotz allem Zufriedenheit gelingen kann.

Die Kita-Platz-Garantie steht Familien seit 2013 gesetzlich zu. Das heißt, sie haben Anspruch auf einen sicheren Platz für alle Kinder ab dem ersten Geburtstag. Und sie dürfen eine hohe Qualität der Betreuung erwarten. Erfahrene Erzieherinnen und moderne Bildungspläne sollen helfen, die Kleinen so richtig schlau zu machen. Das dürfte wohl die Idealvorstellung vieler Eltern sein, wenn sie an die Kita-Platz-Garantie denken. Doch wie sieht die Wirklichkeit aus?

die story zeigt, wie Alleinerziehende in den deutschen Rechtssystemen durchs Raster fallen und dadurch, so das Fazit einer großen Studie, „systematisch benachteiligt“ werden. Die Wut und die Enttäuschung der Betroffenen ist groß. Sie wünschen sich vor allem eins: „Wir sind auch Familie. Und wir wollen endlich auch so behandelt werden.“

Pflegepersonal hat es schwer. Sie pflegen im Akkord. Zu viele Patienten, zu wenig Zeit: Realität in vielen deutschen Krankenhäusern. Wie gehen Krankenpfleger mit der größer werdenden Belastung um?

Plusminus: Arbeit für Zuwanderer – so klappt es mit der Integration (03.06.2015)
Massenunterkünfte und Arbeitsverbot: Das war lange das Schicksal vieler Zuwanderer. Damit wird Potenzial verschenkt und Frustration bei Zuwanderern wie Einheimischen geschürt. Dass es auch anders gehen kann zeigt unser Beispiel aus Hessen.

Klartext: Eltern gehandicapter Kinder am Rande der Verzweiflung (10.06.2015)
Die bürokratischen Hürden, die Eltern behinderter Kinder in vielen Belangen nehmen müssen, sind oft absurd und bringen die Eltern an den Rand der Verzweiflung. Das wollen nun einige von ihnen nicht mehr hinnehmen und fordern in Berlin einen "Lotsendienst". Eine gute Idee, die in anderen Städten bereits getestet wurde und mit der man auch viel Geld sparen könnte – findet Andrea Everwien.
Frontal 21: EU versperrt Flüchtlingswege – Schiffe versenken im Mittelmeer (09.06.2015)
Mit einer großangelegten Militäroperation im südlichen Mittelmeer wollen die EU-Staaten die “irreguläre Migration“ unterbinden. Das hat der Europäische Rat am 18. Mai 2015 in einem als vertraulisch deklarierten Beschluss festgelegt. Dabei sollen Schiffe der sogenannten Schleuser, also der Fluchthelfer, im Rahmen einer Marineoperation abgefangen, beschlagnahmt und zerstört werden. Für die Flüchtlinge ist das eine ausgesprochen schlechte Nachricht. Denn wenn Europa sich abschottet, sind, wie etwa in Syrien, Hundertausende Familien erst recht von Tod und Vertreibung bedroht – von den Truppen des Diktators Assad oder von fanatischen Islamisten wie dem IS.

Report München: Das Geschäft mit Flüchtlingsunterkünften (09.06.2015)
Landkreise und Kommunen suchen händeringend Unterkünfte für Flüchtlinge. Das nutzen mitunter Eigentümer von Immobilien in schlechtem Zustand aus. Sie machen mit der Vermietung ihrer abgewohnten Häuser als Flüchtlingsunterkünfte ein Riesengeschäft.

Frontal 21: Dörfer kämpfen gegen Bürokratie - Veränderung statt Sterben (02.06.2015)
Während der Zuzug in die Städte anhält, verlieren drei Viertel aller Gemeinden in Deutschland Einwohner. Zurück bleiben die Älteren. Sie müssen erleben, wie die letzten Dorfläden schließen und wie ohne Busanbindung einfache Dinge, etwa Arztbesuche, unmöglich werden. Doch jetzt nehmen immer mehr Landbewohner ihr Schicksal in die eigene Hand: Sie gründen selbstverwaltete Einkaufs- und Sozialzentren, schaffen mit Bürgerbussen Alternativen zum fehlenden Nahverkehr oder bringen ihre Dienstleistungen direkt zu den Menschen, wie Kerstin Finger mit ihrer mobilen Zahnarztpraxis. Doch die Zahnärztekammer sieht in dieser fahrbaren Praxis eine unzulässige Konkurrenz zu den niedergelassenen Kollegen. Reiner Klingholz vom Berlin-Institut für Bevölkerung und Entwicklung hat Dutzende solcher Initiativen untersucht. Er weiß von zahlreichen bürokratischen Hürden zu berichten, die die ideenreichen Dörfler zu überwinden haben - damit ihr Dorf nicht stirbt.

Plusminus: Zuwanderer (03.06.2015)
Massenunterkünfte und Arbeitsverbot: Das war lange das Schicksal vieler Zuwanderer. Damit wird Potenzial verschenkt und Frustration bei Zuwanderern wie Einheimischen geschürt. Dass es auch anders gehen kann zeigt unser Beispiel aus Hessen.

Report Mainz: Gerichte setzen auf Berufsbetreuer statt auf Angehörige und Ehrenamtliche (02.06.2015)
In Deutschland steigt der Anteil der Berufsbetreuungen deutlich an, während Familienangehörige und ehrenamtliche Betreuer immer mehr an Bedeutung verlieren. So wurden nach Angaben des Bundesministeriums der Justiz im Jahr 2006 lediglich 31,6 Prozent Berufsbetreuer bestellt. Diese Zahl stieg 2013 schon auf über 40 Prozent an. Der Anteil der ehrenamtlichen Betreuer, zu denen auch Familienangehörige zählen, sank von 67,7 Prozent (2006) auf rund 59 Prozent (2013).
Autorengespräch: Gerichte setzen auf Berufsbetreuer statt auf Angehörige. Moderatorin Birgitta Weber im Gespräch mit Gottlob Schober über seinen Beitrag (02.06.2015)

37 Grad (ZDF): Eltern auf Zeit. Wenn fremde Kinder Hilfe brauchen (02.06.2015)
"Wenn das Jugendamt anruft, dann ist es wieder so weit", sagt Veronica. Für ein paar Wochen oder Monate bekommt ihre Familie nun ein Kind zur Pflege. Welche schlimmen Dinge hat es wohl erlebt? Meistens sind es Babys oder sehr kleine Kinder von minderjährigen Eltern, von Drogenabhängigen oder aus Familien, in denen sich niemand um sie gekümmert hat. "Man weiß nie, was einen erwartet. Wir sind auf alles vorbereitet", sagt Veronica.

die story: Mit Kindern Kasse machen: Auslandsmaßnahmen außer Kontrolle (01.06.2015)
Hunderte Kinder und Jugendliche werden von deutschen Jugendämtern Jahr für Jahr ins Ausland geschickt, in sogenannte „intensivpädagogische Maßnahmen“. Doch viel zu oft stecken dahinter vor allem die Geschäftsinteressen privater Träger. Denn mit Auslandsmaßnahmen lässt sich viel Geld verdienen: Bis zu 8000,00 Euro zahlen Jugendämter, damit es traumatisierten Kindern, die aus ihren Familien geholt wurden, fernab von Deutschland besser geht.

Westpol: Inklusion am Gymnasium (31.05.2015)

Plusminus: Risiko Krankenhaus (27.05.2015)
Neue Studien zeigen, wie gefährlich es am Wochenende im Krankenhaus ist. Insider schildern in "Plusminus" wie Unterbesetzungen immer wieder zu riskanten Situationen führen. Doch auch unter der Woche kommt es zunehmend zu Problemen.

Panorama 3: Arbeitgeber fliehen aus Tariflöhnen (26.05.2015)
Viele sind von Streiks genervt. Doch wie sähe die Arbeitswelt ohne Gewerkschaften aus? Panorama 3 ist dieser Frage nachgegangen - mit niederschmetterndem Ergebnis.

Panorama 3: Patienten leiden unter Regressen gegen Ärzte (26.05.2015)
Jeder Arzt hat pro Quartal ein von den Krankenkassen vorgegebens Budget. Wer zu viel ausgibt, wird regresspflichtig. Doch die Vorgaben seien willkürlich, beklagen Ärzte.

Report München: Wenn pflegende Angehörige überfordert sind (19.05.2015)
Rund 1,8 Millionen Menschen, das sind drei Viertel aller Pflegefälle, werden zuhause von Angehörigen versorgt. Oft jahrelang. Es beginnt liebevoll und endet häufig in Überforderung, Stress und manchmal auch in Gewalt. Was hinter verschlossenen Türen in der häuslichen Pflege passiert, ist eines der großen Tabuthemen der Republik.

37 Grad: Pflege im Akkord. Zwischen Zeitdruck und Zuwendung (19.05.2015)
Wie gehen Krankenpfleger mit den größer werdenden Belastungen in ihrem Beruf um? Fallpauschalen geben vor, wie lange Patienten im Krankenhaus bleiben können - unabhängig vom Gesundheitszustand. Wir begleiten Frank, Christina und Cornelia in ihrem anstrengenden Alltag und fragen Pfleger und Krankenschwestern nach der Freude am Beruf. Wie hoch ist die Belastungen und den Druck durch die gewählte Profession?

WISO: Arbeitskampf bei der Post (18.05.2015)
Streiks sind das gute Recht von Angestellten - manche Chefs wollen das aber nicht wahr haben. WISO Recherchen zeigen, dass auf eine Post-Mitarbeiterin Druck ausgeübt wurde, nicht zu streiken.

Plusminus: Mies bezahlt – Wie Rentner ausgebeutet werden (13.05.2015)
Immer mehr Rentner suchen trotz Ruhestand noch einen Job. Geldmangel, Schulden, Altersarmut, es gibt viele Gründe. "Plusminus" testet spezielle Jobangebote für Senioren. Wir stoßen auf einen Arbeitsmarkt, auf dem es knallhart zugeht.

ZDFzoom: Zoff ums Kiffen. Wie sinnvoll ist die Freigabe von Cannabis? (12.05.2015)
Jeder 4. Deutsche hat schon mal gekifft. Den Fahndern fällt es zunehmend schwer, den illegalen Cannabismarkt zu bekämpfen. Längst sind Anbau und Konsum quer durch die Republik Realität. Die Autoren Özgür Uludag und Daniel Bröckerhoff treffen exklusiv verdeckte Anbauer und Händler, erleben aber auch eines der größten Freigabe-Experimente der Welt in Colorado, USA. ZDFzoom fragt: Hinkt Deutschland bei der Legalisierung hinterher?

Report Mainz: Die Betreuung von traumatisierten Asylbewerbern steht vor dem Aus (12.05.2015)
Die Expertise ist da, das Personal ist da, es wäre alles bereit: 25 spezialisierte Zentren stehen in Deutschland zur Verfügung, um schwer traumatisierte Flüchtlinge behandeln zu können. Doch genau diese Versorgung ist nun gefährdet. Denn die psychosozialen Zentren stehen teilweise vor dem finanziellen Ruin. Hintergrund sind gleich zwei Probleme gleichzeitig: Zum einen ist eine Förderung durch die EU ausgelaufen, seit Monaten kein Cent mehr geflossen. Ob jemals wieder EU-Fördergelder bei den Zentren ankommen, ist noch völlig unklar.
Zum zweiten hat eine Gesetzesänderung seit dem 1. März verheerende Auswirkungen auf die Zentren: Für viele Asylbewerber sind nun nicht mehr die Landkreise, sondern die Krankenkassen zuständig – sie müssten die Therapie übernehmen. Doch die weigern sich: Weil die Traumazentren gar keine Kassenzulassung haben. Wegen dieser bürokratischen Hürde können bereits jetzt Therapien nicht mehr begonnen werden, zahlreiche weitere stehen vor dem Aus. "Das wird eine existentielle Angelegenheit", warnt die Bundesvorsitzende der Arbeitsgemeinschaft der psychosozialen Zentren, Elise Bittenbinder.

Report Mainz: Wieso kleine Bäckereien keine Überlebenschance haben (12.05.2015)
Immer mehr Handwerksbäcker können bei den Dumpingpreisen der Discounter nicht mehr mithalten. Dazu kommt, dass die Bundesregierung ihren Konkurrenten, den Großbäckereien, einen Wettbewerbsvorteil über die EEG-Umlage gewährt.

Westpol: 247 Heimkinder aus NRW ins Ausland verschickt. Jugendhilfeskandal weitet sich aus (10.05.2015)
Das System der Jugendhilfe ist mangelhaft, wie der Skandal in Gelsenkirchen zeigt. Der Jugendamtsleiter hat nach Recherchen der WDR-Redaktion "die story" trotz Verbots der Stadt bei Jugendhilfemaßnahmen in Ungarn die Fäden gezogen.

quer: Profit zum Nulltarif? (07.05.2015)
Lohnbetrug auf bayerischen Luxusbaustellen

Kontraste: Streit um abgelegene Dörfer für Demenzkranke (07.05.2015)
Zur Betreuung und Pflege von Demenzkranken gibt es in Deutschland erste "Demenzdörfer". In diesen Einrichtungen soll den Erkrankten in einem Maße Sicherheit und Bewegungsfreiheit ermöglicht werden, was sie in konventionellen Heimen nicht finden. "Demenzdörfer" liegen meist abseits, dort, wo bauen preiswert ist. Die Betreiber werden hart kritisiert: Inklusion sei da nicht möglich, die Kranken würden einfach abgeschoben. Obwohl gerade die dort alles finden, was sie brauchen.

Kontraste: Millionen Rentendaten unzureichend geschützt (07.05.2015)
Bei der Deutschen Rentenversicherung (DRV) arbeiten immer noch 40.000 Rechner mit dem veralteten Betriebssystem Windows XP, das gegen gezielte Angriffe nur unzureichend gesichert werden kann. Die Bundesdatenschutzbeauftragte schätzt das nach Kontraste-Recherchen als ein "nicht tolerierbares Datenschutzrisiko" ein. Die Rentenversicherer sind für die persönlichen Daten von über 57 Millionen Versicherten zuständig.

Frontal 21: Flüchtlingskinder allein gelassen (07.05.2015)
Tausende minderjährige Flüchtlinge kommen jährlich allein nach Deutschland. Sie müssen nach deutschem Recht in der Jugendhilfe aufgenommen werden. Doch die ist teuer.

Monitor: Wie die EU Fluchtursachen schafft, statt sie zu bekämpfen (30.04.2015)
"Fluchtursachen bekämpfen!" Dies ist die zentrale Forderung europäischer Spitzenpolitiker als Reaktion auf das Massensterben von Flüchtlingen im Mittelmeer. Was dabei verschwiegen wird: Schuld an dem tausendfachen Tod ist auch die Handels- und Agrarpolitik der EU und Deutschlands, durch die hunderttausende Bauern und Fischer ihre Lebensgrundlage verloren haben. Wer die Fluchtursachen ernsthaft bekämpfen will, der muss auch hier ansetzen, sagen Experten. Stattdessen drohen neue Handelsabkommen, welche die Entwicklungsländer noch weiter an den Rand drängen.

Monitor: Mit Kindern Kasse machen? Wie Heimkinder ins Ausland verbracht werden (30.04.2015)
Wenn das Jugendamt einschreitet und Kinder aus Familien heraus nimmt, schlägt die Stunde der privaten Träger, die sich um die Unterbringung der Jugendlichen kümmern sollen. Ein riesiger Markt, der offenbar kaum kontrolliert wird und der ganz neue Geschäftsmodelle schafft. MONITOR-Recherchen decken ein System auf, in dem Jugendliche in dubiosen Einrichtungen im Ausland eher verwahrt statt pädagogisch betreut werden, während die Verantwortlichen in Deutschland dafür öffentliche Gelder kassieren.

Klartext: Fürstliches Gehalt für Mutter Oberin (29.04.2015)
Barmherzigkeit und Solidarität - das sind Prinzipien der DRK Schwesternschaft Berlin. Was von den einfachen Krankenschwestern erwartet wird, gilt offenbar nicht für ihre Chefin: Die Oberin ließ sich Bezüge von einer halben Million Euro jährlich genehmigen - und verordnete ihren Mitarbeiterinnen gleichzeitig einen strengen Sparkurs.

die story: Pfleger: Opfer des Systems (27.04.2015)
Zu wenig Pfleger für zu viele Heimbewohner – bereits jetzt ist zu spüren, was angesichts immer älter werdender Generationen auf uns zukommt. Das Problem: Es entscheiden sich viel zu wenige Menschen für einen Job als Pflegekraft. die story stellt die Frage: Was macht diesen Job so unattraktiv? Djamila Benkhelouf und Philipp Kafsack begleiten zwei erfahrene Pflegekräfte bei ihrer Arbeit in einem Haus für demenziell erkrankte Menschen und bekommen einen intensiven Einblick in diesen emotional und körperlich extrem herausfordernden Beruf. Gleichzeitig überprüft die story die groß angekündigte Pflegereform der Bundesregierung auf deren Praxistauglichkeit und trifft eine Frau, die Deutschland verlassen hat, weil sie die miserablen Arbeitsbedingungen für Pflegekräfte hier nicht mehr ertragen hat. die story will wissen: Sind die Pfleger Opfer eines völlig veralteten und falsch organisierten Pflegesystems? Und was bringt die Pflegereform tatsächlich?

45 Min: Kostenfalle Pflege (27.04.2015)
Alte Menschen, die krank oder dement sind, brauchen Pflege. In Deutschland sind das zweieinhalb Millionen. Doch die Rente reicht oft nicht aus, um die Kosten zu decken, etwa eine Unterbringung im Heim. Deshalb sind heute schon 40 Prozent der Pflegebedürftigen auf das Sozialamt angewiesen. Und es werden immer mehr. Die Autoren Hauke Wendler und Carsten Rau haben gefragt: Was läuft bei der Pflege falsch? Was sollten Betroffene und ihre Angehörigen wissen?

Westpol: Langzeitarbeitslose: Von der Politik aufgegeben (26.04.2015)
Die Arbeitslosigkeit ist in Deutschland so niedrig wie seit 24 Jahren nicht mehr. Die schwarz-rote Koalition in Berlin feiert das als großen Erfolg. Was dabei nicht so gerne gesagt wird: der Boom am Arbeitsmarkt geht an den Langzeitarbeitslosen komplett vorbei. Schon seit Jahren sind gut eine Million Menschen ohne Job. Und sie haben wenig Hoffnung, dass sich das ändert. Denn die Bundesagentur für Arbeit hat die Förderhilfen fast halbiert. Statt in Qualifizierungsprogrammen sitzen die Betroffenen jetzt zu Hause.

Plusminus: Mindestlohn - Immer noch Verstöße bei Werkvertrags-Firmen (22.04.2015)
Auch nach Inkrafttreten des flächendeckenden Mindestlohnes gibt es immer noch Verstöße gegen das Gesetz. Besonders bei Werkvertrags-Firmen, die ausländische Arbeitskräfte anheuern.

Westpol: Kita-Erzieherin unter Wert (19.04.2015)

Zur Sache Rheinland-Pfalz!: Arbeiten bis zum Umfallen. Lohndumping im Einzelhandel (16.04.2015)
70 Stunden arbeiten, 45 Stunden bezahlt bekommen - für viele Mitarbeiter der Discounterkette Norma Alltag. Lohndumping wird immer dreister. Und die Gewerkschaften sind machtlos.

ARD: Arbeitslose in die Kitas! Kinderspiel oder Kopfgeburt (16.04.2015)
Händeringend suchen Kindergärten und Kitas nach ErzieherInnen. Warum also nicht aus der Not eine Tugend machen? Ministerin Ursula von der Leyen schlug vor drei Jahren vor, Arbeitslose zu ErzieherInnen umzuschulen und in die Kindergärten zu stecken. Hörte sich an, als sei das ein Kinderspiel, aber ist jeder Arbeitslose als Erzieher geeignet? "Menschen hautnah" begleitet drei Arbeitslose zwei Jahre lang auf ihrem Weg zum Erzieher und zeigt, wer es am Ende in den Kindergarten schafft.

Report Mainz: Riskante Nächte im Pflegeheim (14.04.2015)
In vielen Pflegeheimen arbeiten viel zu wenig Nachtwachen, teilweise ist eine Pflegekraft für 90 Bewohner verantwortlich. Die bayerische Pflegeministerin will das jetzt ändern.

WDR tag 7: Pflege macht arm (07.04.2015)
Sieben Jahre lang hat sie ihre schwerkranke Mutter gepflegt, rund um die Uhr. Jetzt aber, nach dem Tod der Mutter, nimmt Renate Lonn die Fäden ihres Lebens wieder auf. Sie will raus aus Hagen. Die Realität aber treibt sie ins Jobcenter, sie muss Hartz IV anmelden.

Klartext: Flüchtlinge aufs Land? Eine Chance mit Risiken (01.04.2015)
Die Wohnungen sind da, der politische Wille aber fehlt: Tausende Wohnungen stehen in Brandenburg leer; in Berlin dagegen werden Flüchtlinge in Turnhallen zusammengepfercht.

Klartext: Verdrängung aus der Innenstadt: Gefahr für soziale Brennpunkte am Stadtrand? (01.04.2015)
Berlinern, die sich ihre Wohnungen in den teuren Innenstadtbezirken nicht mehr leisten können, droht die Verdrängung an den Stadtrand. Für die Quartiere ist diese Entwicklung eine schwere Herausforderung: Ghetto oder attraktiver Anziehungspunkt?

Kontrovers: Nachts im Pflegeheim (01.04.2015)
Nachts sind Pflegekräfte besonders gefordert. Denn sie sind ziemlich allein. In manchen Einrichtungen ist eine Pflegekraft für bis zu 90 Bewohner zuständig. Menschenwürdige Pflege ist so kaum möglich.

Plusminus: Altersvorsorge: Wie Rentner vom Staat abkassiert werden (25.03.2015)
Privat fürs Alter vorgesorgt und unterm Strich ein Verlustgeschäft - so geht es vielen Rentnern, die über ihre Firma eine betriebliche Altersvorsorge abgeschlossen haben. Denn der Staat holt sich nachträglich fast 17 Prozent des Ersparten.

Exakt: Null Bock auf Lernen? (25.03.2015)
Schwänzen, zu spät kommen, telefonieren – Alltag in vielen Klassen im Berufsvorbereitenden Jahr. Wirklicher Unterricht ist nur schwer möglich. Dabei ist das für viele Jugendliche die letzte Chance auf einen Abschluss.

Exakt: Unvermeidbare Zwangsräumungen? (25.03.2015)
Wer die Miete nicht zahlen kann, fliegt aus der Wohnung. Für Hartz-IV-Empfänger übernimmt häufig das Amt die Mietkosten. Warum sind dennoch in Deutschland eine Viertelmillion Menschen von einer Zwangsräumung betroffen?

WISO: Gerechter Lohn in Werkstätten? (23.03.2015)
Werkstätten für Menschen mit Beeinträchtigung können unschlagbar günstige Arbeitskraft anbieten – und das legal. Doch jetzt gibt es Ärger um eine angemessene Bezahlung der Menschen.

Report Mainz: Wie die Rüstungsindustrie Einfluss auf die EU-Flüchtlingspolitik nimmt (17.03.2015)
Kein Flüchtling darf unerkannt in der EU ankommen - das ist die Maxime der EU-Grenzschutzagentur Frontex. Und um das umzusetzen, rüstet die EU an den Außengrenzen massiv auf. Die meisten Technologien hierfür werden im so genannten Sicherheitsforschungsprogramm entwickelt. Das heißt: Rüstungsfirmen bekommen Millionen-Subventionen aus Steuermitteln, um Konzepte und Prototypen zu entwickeln - und anschließend verkaufen zu können. In welchen Bereichen die EU investieren soll, das bestimmt aber nicht etwa das Parlament. Die Weichen dafür werden stattdessen in Beratergremien gestellt - unter reger Beteiligung der Industrie. So dürfen die, die am Ende die Subventionen erhalten, kräftig dabei mitreden, wie diese Subventionen aussehen sollen.

Kontraste: Armenhaus Kosovo: Trotz Milliardenhilfe kein Fortschritt (12.03.2015)
Trotz verschärfter Grenzkontrollen suchen immer noch täglich über hundert Kosovaren ihr Heil in der Flucht nach Deutschland. Sie fliehen vor Arbeitslosigkeit und Korruption. Die einstigen Schutzmächte versprachen einst Aufbauhilfe für die Wirtschaft und den Rechtsstaat. Doch bei den Menschen ist davon nicht viel angekommen.

Plusminus: Ein dunkles Geschäft (11.03.2015)
Rund neun Millionen Menschen arbeiten in Deutschland schwarz, schätzt das Institut der deutschen Wirtschaft. Deshalb suchen Fahnder nach Schwarzarbeitern und ihren Chefs. "Plusminus" ist auf der Jagd mit dabei.

Frontal 21: Die miesen Tricks der Chefs. Arbeitgeber unterlaufen Mindestlohn (10.03.2015)
Als eine historische Leistung bezeichnet ihn die SPD, den deutschen Mindestlohn. Mit 8,50 Euro würden viele erwerbstätige Hartz IV-Empfänger nicht länger aufs Jobcenter angewiesen sein, so das Hauptargument für dessen Einführung. Doch kaum ist der Mindestlohn da, fangen die ersten Arbeitgeber an zu tricksen - streichen Zuschläge, manipulieren Arbeitszeiten oder zahlen einfach keine 8,50 Euro.

BR: Arbeiten ja, verdienen nein: Behinderte in der Armutsfalle (09.03.2015)
Weil die Tochter schwer körperbehindert ist, lässt der Staat seiner Meinung nach die ganze Familie dafür büßen: "Ein behindertes Kind führt in Deutschland quasi zur Enteignung", finden ihre Eltern. "Jetzt mal ehrlich"-Moderatorin Vivian Perkovic beschäftigt sich mit der Situation von Menschen mit Behinderung.
Laut Gesetz müssen Behinderte selbst, aber auch ihre Eltern und Ehepartner, mit ihrem Privatvermögen oder ihrem Verdienst zumindest teilweise für Kosten aufkommen, die durch die Behinderung anfallen. Behinderte selbst dürfen als Empfänger von Sozialhilfe ein maximales Sparguthaben von 2.600 Euro anhäufen - Bausparverträge oder private Altersvorsorge sind nicht möglich.
Vivian Perkovic trifft einen Experten, der versucht, Familienvermögen vor dem Zugriff des Staates zu schützen. In Behindertenwerkstätten arbeiten die Menschen nur für einen Taschengeld-Betrag. Für einen durchschnittlichen Stundenlohn von zwei Euro nähen sie Autobezüge, fertigen Kleinteile für die Elektro-Industrie oder gravieren Stempel. So haben Behinderte immerhin zwei Milliarden Euro in ihren Betriebsstätten im letzten Jahr in Deutschland umgesetzt.
Vivian Perkovic will wissen: Wer profitiert davon? Sind es die Auftraggeber, die den Lohn drücken und so höhere Gewinne erzielen? Sind es die Werkstätten selbst, die ihren Arbeitern nicht mehr zahlen wollen? Oder hält auch hier der "Sozialstaat" die Hand auf? Außerdem lässt sich die Moderatorin erklären, ob das neue "Bundesteilhabegesetz" ab 2015 für Menschen mit Behinderung wirklich so sinnvoll ist, wie es angepriesen wird.

Plusminus: Gierige Anwälte: Das Geschäft mit Hartz IV (25.02.2015)
Viele Hartz-IV-Bescheide halten einer gerichtlichen Überprüfung nicht stand. Das machen sich einige Anwälte zunutze und überziehen die Jobcenter mit einer Flut von Widersprüchen und Klagen. Finanziell gewinnt der Anwalt immer.

Report München: Patienten und Angehörige leiden, die Politik schaut weg. Die Macht der Berufsbetreuer (24.02.2015)
Viele gesetzliche Betreuer kümmern sich nicht ausreichend um Pflegefälle, oder handeln sogar gegen deren Willen. Das Problem ist seit Jahren bekannt: Für gesetzliche Betreuer gibt es weder Vorgaben bei der Ausbildung, noch ist geregelt, wie oft sie ihre Betreuten besuchen müssen oder wie viele Fälle sie haben dürfen. Die Bundesregierung hat diese Situation vor 10 Jahren verschlimmert, seitdem werden Betreuer pauschal bezahlt.

Monitor: Langzeitarbeitslose: Wer sich engagiert, wird bestraft (26.02.2015)
Mehr als die Hälfte der Langzeitarbeitslosen in Deutschland hat keine abgeschlossene Berufsausbildung. Ihre Chancen auf dem Arbeitsmarkt sind denkbar schlecht. Doch ausgerechnet ihnen legt das Gesetz Steine in den Weg. Wer eine qualifizierte Ausbildung machen will, bei dem werden staatliche Leistungen gekürzt oder bei älteren Betroffenen sogar gestrichen. Hartz IV verhindert so die Ausbildung etlicher Langzeitarbeitsloser, kritisieren Experten. Eine absurde Regelung, die am Ende keinem nutzt. Denn sie zementiert die Situation der Betroffenen - auf Kosten der Steuerzahler.

Panorama 3: Arbeitgeber tricksen und täuschen beim Mindestlohn (24.02.2015)

Frontal 21: Das promovierte Prekariat. Schlechte Arbeitsbedingungen an deutschen Unis (24.02.2015)
An deutschen Universitäten und Forschungseinrichtungen arbeiten rund 240.000 wissenschaftliche Mitarbeiter und Lehrbeauftragte. Sie geben Seminare, halten Vorlesungen und sind in der Forschung tätig. Als Rückgrat der Hochschulen werden sie größtenteils vom Staat bezahlt. Doch ihre Arbeitsbedingungen sind prekär: Unterhalb der Professoren-Ebene hangeln sich viele Nachwuchswissenschaftler auch noch mit Anfang 40 von einem Zeitvertrag zum nächsten.
Frontal 21: Wie Wanderarbeiter in Deutschland leben (27.01.2015)
Sie nennen sich selbst Arbeitssklaven. Abends geht‘s in die Absteige in Frankfurt-Griesheim. Die Wanderarbeiter leben dort zusammengepfercht in manchmal schimmligen Vier- oder Fünfbettzimmern.

Krankenhäuser hätten seit der Einführung der Fallpauschalen einen falschen Anreiz zu operieren. Diese versuchten damit ihre Finanzen aufzubessern. Experten fordern deshalb eine Krankenhausreform.

Die Zahl der Pflegebedürftigen steigt - künftig sollen sogenannte "Betreuungskräfte" den Pflegenotstand abmildern. Aber können ungelernte Hilfskräfte wirklich die Lösung sein?

Für zu viele Heimbewohner gibt es zu wenig Pfleger. Schon jetzt ist zu spüren, was angesichts der immer älter werdenden Generationen auf uns zukommt. Das Problem: Es entscheiden sich viel zu wenige Menschen für einen Job als Pflegekraft. Was macht diesen Job aus, der offensichtlich so unbeliebt ist, und was macht ihn so unattraktiv? Gleichzeitig stellt die Dokumentation die Praxistauglichkeit der groß angekündigten Pflegereform der Bundesregierung auf den Prüfstand und trifft eine Frau, die Deutschland verlassen hat, weil sie die miserablen Arbeitsbedingungen für Pflegekräfte hier nicht mehr ertragen hat. Sind die Pfleger Opfer eines völlig veralteten und falsch organisierten Pflegesystems? Und was bringt die Pflegereform tatsächlich?

45 Min: Plötzlich ist das Kind tot - Warum Jugendämter versagen (12.01.2015)
Immer wieder sterben Kinder in Deutschland an Misshandlung. Die Sozialarbeiter, die den staatlichen Auftrag haben, sie zu schützen, scheinen zu versagen. Wie kann das sein?

WISO: 2030: Armuts-Rente programmiert? (12.01.2015)
Ein ordentliches Rentenleben wird für Geringverdiener immer schwieriger. Die meisten rutschen im Renten-Alter ab in die Sozialhilfe. Wer nicht viel verdient, kann nicht privat fürs Alter vorsorgen. Anschließend Studiogespräch mit Stefan Sell zum Thema.

Plusminus: Berufsgenossenschaften wollen nicht zahlen (07.01.2015)
Es war ein Berufsunfall, doch seine Berufsgenossenschaft will nicht zahlen. Der angestellte Gas- und Wasserinstallateur kann nicht mehr arbeiten. Der Fall wirft ein Schlaglicht auf eine Praxis, die offenbar immer öfter vorkommt.

Westpol: Straßenkinder in NRW (14.12.2014)

ARD: Heilen ohne Honorar - eine Armenklinik in Deutschland (11.01.2015)
„Hilfe um jeden Preis – und für die Bedürftigen kostenlos!“, so erklärt Dr. Hans-Walther Roth sein Leitmotiv. Mit der Ulmer Armenklinik kümmert er sich um Menschen in Not, die durch das soziale Netz gefallen sind - es geht um 'Überlebensmedizin', ohne Bürokratie.

Monitor: Mindestlohn - die perfiden Tricks der Arbeitgeber (11.12.2014)
Der Mindestlohn gehört zu den zentralen Versprechen der Bundesregierung: Jeder Arbeitnehmer soll von seiner Arbeit leben können. Doch viele Geringverdiener werden auch nach dem ersten Januar 2015 kaum mehr verdienen als bisher. Denn viele Arbeitgeber werden den neuen Mindeststandard mit zahlreichen Tricks unterlaufen - zum Teil sogar mit Hilfe der Bundesregierung, die mit einer schwammigen Rechtsverordnung manche Umgehung erst möglich macht.

Monitor: Weiträumige Abschottung - Wie Flüchtlinge von Europa ferngehalten werden sollen (11.12.2014)
Mehr als 150.000 Flüchtlinge rettete die italienische Marine dieses Jahr im Mittelmeer. Doch diese Mission läuft aus. Künftig soll die EU-Grenzschutzagentur im Rahmen der Operation „Triton“ lediglich die Grenzen sichern, Seerettung in internationalen Gewässern ist nicht mehr das eigentliche Ziel. Stattdessen sollen die Flüchtlinge in Zukunft schon in den Herkunfts- und Transitländern aufgehalten werden. Der deutsche Innenminister will dort sogar „Willkommenszentren“ einrichten. MONITOR zeigt, was diese Politik für Flüchtlinge bedeutet, die in Libyen festsitzen und sich nicht davon abhalten lassen wollen, den gefährlichen Weg übers Meer zu wagen.

Plusminus: Arbeitsagenturen fördern Zeitarbeit (10.12.2014)
Die Bundesagentur für Arbeit schlägt Arbeitssuchenden oft Stellen in der Zeitarbeit vor. Dafür arbeitet die Behörde eng mit den Leihfirmen zusammen - und leistet damit einer ganzen Branche kostenlos Schützenhilfe.

Panorama 3: Kein Konzept gegen Kinderarmut (02.12.2014)
Immer mehr Kinder leben an der Armutsgrenze, in manchen Regionen Norddeutschlands ist fast jedes dritte Kind von Armut bedroht. Doch die Politik scheint das Thema zu ignorieren.

Westpol: Kein Geld für Psychiatrie-Opfer (30.11.2014)

makro: Kranke Krankenhäuser. Wirtschaftlich handeln statt heilen (28.11.2014)
Krankenhäuser sind Wirtschaftsunternehmen. Sie müssen mehr Geld einnehmen als sie ausgeben. Ergo ist für sie nicht nur das Wohl des Patienten wichtig, sondern auch seine möglichst profitable Versorgung.

Plusminus: Griff in die Rentenkasse (26.11.2014)
Die derzeit gute Lage macht es der Regierung leichter, für die Mütterrente in die Rentenkasse zu greifen, obwohl sie von allen Bürgern finanziert werden müsste. Ausgleichszahlungen machen das nur zum Teil wett.

Plusminus: Traumberuf Lokführer? (26.11.2014)
Schon als Kind wollte Christian L. Lokführer werden. Es ist immer noch sein Traumberuf. Aber für junge Familienväter auch schwierig. Denn Christian L. arbeitet in Wechselschicht; sein Arbeitsbeginn ändert sich täglich.

Frontal 21: Übermüdete Fahrer im Fernbus (25.11.2014)
Mehr als acht Millionen Passagiere nutzten im vergangenen Jahr eine Fernbuslinie. Doch der Erfolg für den Boom der Billig-Busse hat seinen Preis.

45 Min: 50 plus und chancenlos? (24.11.2014)
Die Babyboomer feiern dieses Jahr ihren 50. Geburtstag. Sie sind jung im Kopf und noch sehr leistungsfähig. Wie sieht ihre Zukunft aus? Nahaufnahme der Generation 50 plus.

Westpol: 10 Jahre Hartz - Erfolgsstory oder Sozialskandal? (23.11.2014)

ZDFzoom: Chaos statt Konzepte. Deutschland und die Flüchtlinge (12.11.2014)
Deutschland erlebt einen Flüchtlingsansturm wie seit Jahrzehnten nicht.Bis Ende des Jahres werden etwa 200.000 Flüchtlinge erwartet. Darauf war niemand vorbereitet; dabei war der Ansturm vorhersehbar.

Plusminus: Tarifeinheitsgesetz: Die Empörung steigt (12.11.2014)
Die Regierung will, dass künftig in Betrieben nur noch die Gewerkschaft Tarifverträge für eine Berufsgruppe abschließen darf, die die Mehrzahl dieser Mitarbeiter vertritt. Kleine Gewerkschaften sehen sich in ihrer Existenz bedroht.

Frontal 21: Das Geschäft mit der Flucht (11.11.2014)
Mehr als 136.000 Flüchtlinge haben bisher im Jahr 2014 in Deutschland um Asyl gebeten. Nicht immer werden sie in städtischen Unterkünften mit gut funktionierender Sozialbetreuung untergebracht.

Frontal 21: Altersarmut trotz Arbeit (11.11.2014)
Trotz der Erhöhung des Pflegebeitrags will die Bundesregierung die Lohnnebenkosten weiter unter 40 Prozent zu halten. Dafür soll der Rentenbeitragssatz für 2015 um 0,2 Prozentpunkte gesenkt werden.

NDR: Ungerecht: die Sanktionen der Jobcenter (04.11.2014)
Jobcenter verhängen Sanktionen, wenn Arbeitslose Angebote ausschlagen oder sich nicht rechtzeitig melden. Experten aber halten dieses Sanktionssystem für sinnlos.

NDR: Pfleger verzweifelt gesucht (24.10.2014)
Zum Casting nach Neapel: Deutsche Kliniken suchen in Italien und auf den Philippinen nach Pflegekräften. Sie sollen helfen, den Pflegenotstand zu beheben.

defacto: Verdienen Mitarbeiter von Fast Food-Ketten mit Mindestlohn weniger? (12.10.2014)
Ab 1. Januar gilt der gesetzliche Mindestlohn von 8 Euro 50. Die Bundesregierung hofft so, mehr Gerechtigkeit auf dem Arbeitsmarkt zu schaffen. Denn mehr Lohn pro Stunde bedeutet ja auf den ersten Blick mehr Geld im Portemonnaie. Doch diese Rechnung wird so nicht so leicht aufgehen.

Panorama 3: Legal? Die Methoden von Pflege-Vermittlern (07.10.2014)
Der Mangel an qualifizierten Fachkräften in der Altenpflege ist nach wie vor groß. Zahllose Pflege-Unternehmen gehen daher neue Wege, um die Nachfrage der Kunden zu befriedigen und am milliardenschweren Pflegemarkt mitzuverdienen. Ein Geschäftsmodell: Die Vermittlung osteuropäischer Betreuungskräfte. Gut qualifiziertes Personal aus Polen und anderen Ländern wird nach Deutschland geholt, um den hiesigen Bedarf an Pflegedienstleistungen decken. Dabei werden aber rechtliche Rahmenbedingungen vielfach nicht beachtet oder sogar bewusst missachtet.

eco: Kinderkrippen im Wettbewerb (06.10.2014)
Bis vor Kurzem führten Kinderkrippen lange Wartelisten. Das ist in einigen Regionen der Schweiz Vergangenheit. Dort müssen einzelne Krippen sogar abbauen, weil sie ihre Plätze nicht mit Kindern füllen können. Es herrscht neu Wettbewerb auf dem Krippen-Markt. Der Kita-Boom in der Schweiz ist verantwortlich für diese Entwicklung. Ausgelöst hat ihn das Impulsprogramm des Bundes. Viele Krippen wandeln sich nun von sozialen Einrichtungen zu Unternehmen – und schliessen sich zu Ketten zusammen, um zu überleben.

defacto: Altern hinter Gittern (05.10.2014)
Der demografische Wandel macht auch vor Hessens Gefängnissen nicht halt. Der Anteil der Straftäter, die älter als 60 Jahre sind, hat sich seit 1995 mehr als verdreifacht.

defacto: Keine Arbeit, kein Deutschkurs, keine Wohnung (21.09.2014)
Über 100.000 Asylbewerber sind in diesem Jahr bereits nach Deutschland gekommen. Jeder einzelne dieser Menschen hat eine Geschichte, so wie Kidane Teklit aus Eritrea. Fast sechs Jahre hat Kidane gebraucht, um endlich in Deutschland als Flüchtling anerkannt zu werden. Sieben Monate saß er in Eritrea im Gefängnis, weil er Christ ist. Im Gefängnis beschließt er zu fliehen.

Menschen – das Magazin: Ausbildung einmal anders (13.09.2014)
In Deutschland fehlen Fachkräfte, doch das Potential von Menschen mit Lernbehinderung wird häufig nicht erkannt.

Frontal 21: Personalnot im Jugendamt (30.09.2014)
Wenn ein Kind gewaltsam stirbt, steht oft das Jugendamt im Fokus mit der Frage: Hätten Sozialarbeiter die Tat vielleicht verhindern können? Doch in vielen deutschen Jugendämtern herrscht Notstand.

Panorama 3: Pflegestufen: Die Fehler von Gutachtern (30.09.2014)

Westpol: Das Geschäft mit den Flüchtlingen (28.09.2014)
In nordrhein-westfälischen Flüchtlingsheimen soll es zu gewalttätigen Übergriffen des Wachdienstes gekommen sein. Asylbewerber aus einem Flüchtlingsheim in Essen berichten gegenüber WESTPOL von Prügelattacken und Demütigungen.

NDR: Schicksal Armutsfalle (05.09.2014)
Mehr als drei Millionen Menschen in Deutschland haben einen Nebenjob. Ein neuer Rekordwert. Bei vielen reicht der Verdienst aus dem Hauptberuf einfach nicht zum Leben. Meist sind Frauen die Verlierer auf dem Arbeitsmarkt: Teilzeit, Minijobs, Niedriglöhne. Welche Zukunft haben diese Frauen? Für die NDR Reportage taucht die Journalistin Judith Rakers ein in das Leben der alleinerziehenden Multijobberin Tanja R. aus Hamburg. Erst vor Kurzem ist der Partner der 34-Jährigen ausgezogen, die Wohnung ist nun für Tanja und ihren sechsjährigen Sohn Lukas viel zu teuer. Tanja hat zwei Jobs, will sich aber auch um ihren Jungen kümmern. Ihr Alltag geht fast rund um die Uhr, mit wenig Aussicht auf eine bessere Zukunft. Judith Rakers erlebt mit, wie Tanjas Leben funktioniert - im Dauerlauf und hart an der Armutsgrenze. Schon jetzt ist klar: Wenn Tanja nichts Grundlegendes ändert, steuert sie geradewegs in die Altersarmut.

Report Mainz: Spanische Pflegekräfte sind oft in Knebelverträgen gefangen (02.09.2014)
Deutsche Politiker werben seit Jahren verstärkt um Fachkräfte aus dem europäischen Ausland. Einmal hier angekommen, werden viele von ihnen mit Hilfe von Knebelverträgen ausgebeutet.

Report Mainz: Vertriebene Senioren. Alte Menschen werden Opfer von Immobiliendeals (02.09.2014)
Bundesweit fürchten ältere Mieter, ihre bezahlbaren Wohnungen zu verlieren. Werden Immobiliendeals auf ihren Rücken geschlossen?

Frontal 21: Ungleiche Bezahlung per Gesetz (02.09.2014)
Auch 25 Jahre nach der Wende werden zehntausende Maler und Lackierer immer noch ungleich bezahlt. Im Osten bekommen sie weiter nur 80 Prozent des Westlohns.

Report Mainz: Kampf der Ideologen auf Kosten der Eltern. Betreuungsgeld absurd (16.08.2014)
Ein Jahr nach Einführung des Betreuungsgeldes zeigt sich, dass die Länder völlig unterschiedlich damit umgehen. Der ideologische Kampf wird auf dem Rücken der Eltern weitergeführt.

Plusminus: Preiskampf im Fernbus-Gewerbe (06.08.2014)
"Fernbus fahren ist der härteste Job in der gesamten Branche, das hält keiner lang durch", berichtet ein Fernbusfahrer gegenüber "Plusminus". Vor allem der Zeitdruck auf den langen Strecken macht den Fahrern zu schaffen.

Frontal 21: Die Bachelor-Falle. Die reformbedürftige Reform (30.07.2014)
Mit dem Bologna-Prozess wurde vor 15 Jahren das Bachelor-Master-System beschlossen, um auch in Deutschland die Lage an den Universitäten und am Arbeitsmarkt zu verbessern. Analog zum angelsächsischen System wurde die Gliederung vorgenommen und mit viel Aufwand und Widerstand durchgesetzt. Auch sollte es einfacher werden, im Ausland zu studieren und zu arbeiten. Doch die Realität sieht heute anders aus.

ZDF: Kollegen dritter Klasse. Der Trick mit dem Werkvertrag (30.07.2014)
Arbeiter in der Automobilindustrie, Regaleinräumer im Supermarkt oder Putzfrau im Krankenhaus – viele von ihnen haben Werkverträge. In der „ZDFzoom“-Dokumentation „Kollegen dritter Klasse – der Trick mit dem Werkvertrag“ beleuchtet Autor Christian Bock am Mittwoch, 30. Juli 2014, 23.00 Uhr, das zunehmend größer werdende Phänomen der Werkverträge in der Arbeitswelt. Mit Betroffenen, Arbeitgebern und Gewerkschaftern spricht er über das Geschäft mit den Billig-Arbeitskräften.

BR: Wie der Staat Behinderte benachteiligt (30.07.2014)
Bis 2023 soll Bayern barrierefrei sein. Das hat Sozialministerin Müller kürzlich versprochen. Doch für Integration braucht es mehr als Rollstuhlrampen. Engagierte Menschen mit Handicap werden auf ganz andere Weise behindert.

Exakt: Stress im Kindergarten - Warum zu viele Kinder zu wenig Betreuer haben (30.07.2014)
Laut sächsischem Kita-Gesetz soll sich eine Erzieherin um 13 Kindergartenkinder kümmern. Doch die Realität sieht oft anders aus. Von optimaler Betreuung kann keine Rede sein.

3sat: Die Preis-Lüge. Wer zahlt für mein T-Shirt? (25.07.2014)
Vor 12 Jahren kostete in den Filialen der meisten Modeketten ein Standard-T-Shirt 9,90 DM. Seitdem sind flächendeckend die Preise gestiegen. Alles ist teurer geworden. Nur T-Shirts kosten immer noch denselben Preis: 4,95 Euro. Wie kann so etwas funktionieren?

WDR: Job, Kinder und noch ein Pflegefall: Frauen an der Grenze der Belastbarkeit (24.07.2014)
„Ich hab mir am Anfang schon leichtere Vorstellungen gemacht, als sie jetzt tatsächlich sind.“ Christine ist Mutter zweier Kinder und voll berufstätig, als ihr Vater zum Pflegefall wird. „Ich dachte, dann gehen wir mit Papa im Rollstuhl spazieren, er kommt mit in unseren Schrebergarten, das macht ihm Spaß und dann machen wir zusammen mit den Kindern Musik– ich hab mir alles so vorgestellt, wie es jetzt natürlich nicht ist.“
Christine hat ihren Vater nach einem schweren Schlaganfall zu sich genommen. Damit gehört sie zu rund 10 Millionen Deutschen, die einen Pflegefall in der Familie haben. In den nächsten Jahren werden es geschätzt 27 Millionen sein. Als voll berufstätige Frau ist Christine den Spagat zwischen Job und Kinderbetreuung gewohnt. Doch was passiert mit ihrem Leben, wenn nun noch ein Pflegefall dazu kommt?

Report Mainz: Der Sieg der Lobby. Ausnahmen beim Mindestlohn (22.07.2014)
Mitten in der Nacht beginnt der Arbeitstag der Zeitungszusteller – ein Knochenjob. Doch ausgerechnet sie bekommen vorerst keinen Mindestlohn. Statt 8,50 Euro gibt es für Zeitungszusteller im nächsten Jahr nur 6,38 Euro Stundenlohn. Dabei hatte Arbeitsministerin Andrea Nahles immer wieder betont, dass es keine Ausnahmen für Branchen geben werde. Was also ist passiert?
Bundestagsabgeordnete erzählen im Interview mit REPORT MAINZ wie die Verleger ihre publizistische Macht genutzt haben, um den Mindestlohn zu verhindern. Sie hätten die Tatsache genutzt, dass Politiker besonders darauf angewiesen sind, in der Presse positiv behandelt zu werden. Für den Sozialwissenschaftler Prof. Stefan Sell steht fest: Die Ausnahme beim Mindestlohn ist ein Sieg der Verlegerlobby. Die Politik sei eingeknickt. Und noch einer Branche hat die Politik Zugeständnisse gemacht: Der Landwirtschaft. Den Mindestlohn konnten die Bauern zwar nicht verhindern. Aber Saisonarbeiter können sie vorerst deutlich länger beschäftigen ohne Sozialabgaben zu zahlen: statt 50 bis zu 70 Arbeitstagen. Der Vizepräsident des Deutschen Bauernverbands Norbert Schindler freut sich über diesen Erfolg. Beim deutschen Bauerntag im Juni habe man das eingefädelt, erzählt er im Interview mit REPORT MAINZ. Saisonarbeit und Zeitungszusteller – zwei Erfolgsstücke von Lobbyismus.

WDR: Rügen - Armenhaus mit Luxusstrand (21.07.2014)
Die Insel Rügen im Wahlkreis von Angela Merkel: Für Millionen Feriengäste ist Deutschlands größte Insel das Urlaubsparadies im Osten. Beliebt vor allem wegen seiner schönen Strände, der einzigartigen Natur rund um den Kreidefelsen und auch wegen der vielen gemütlichen Hotels und Pensionen. Auf den ersten Blick eine boomende Insel, zumal viele Westdeutsche hier investieren und die Immobiliennachfrage ständig wächst. Bis zu 10.000 Euro pro Quadratmeter zahlen betuchte Käufer für Immobilien in Strandnähe – Rügen scheint zum neuen Sylt zu werden. Eigentlich sollte es den Menschen, die hier leben, gut gehen. Doch hinter den Kulissen brodelt es gewaltig: Die Arbeitslosigkeit ist auf Rekordniveau. Wer Arbeit findet, etwa im Tourismus, schuftet zum Billiglohn. Auf ihrer Reise durch das Hinterland der Luxusstrände von Rügen treffen die story-Autoren Menschen, die für einige hundert Euro im Monat rund um die Uhr arbeiten und vom Mindestlohn träumen, finden verödete Dörfer, deren Bewohner längst schon weggezogen sind, besuchen Familien, die sich nicht mal die Busfahrkarte zum Strand leisten können.

ARD: Der Arbeitsmarktreport. Das Märchen vom Fachkräftemangel (21.07.2014)
"Ingenieursmangel! Ärztemangel! Zu wenig IT-Spezialisten!" und "Wenn wir nicht gegensteuern, geht es bergab mit Deutschland." Das sind alltägliche Schlagzeilen, mit denen Politik gemacht wird. "Der Arbeitsmarktreport" deckt die Hintergründe des seit Jahrzehnten beklagten Fachkräftemangels auf. Tatsächlich lenkt der lautstarke Hilferuf bewusst ab von gewichtigen Problemen: Lohndumping und Arbeitslosigkeit. Akteure in diesem Spiel sind Lobbyverbände der Wirtschaft, die zusammen mit den Politikern und der Bundesagentur für Arbeit den Arbeitskräftemarkt in Deutschland gestalten.
Kaum ein Lobbyverband hat sich so vehement dafür eingesetzt, ausländische Fachkräfte ins Land zu holen, wie der Verein Deutscher Ingenieure (VDI). Ingenieure selbst sind es, die dem Verein vorwerfen, er lasse sich von Unternehmen instrumentalisieren und drücke das Mindestgehalt. Weil der Ingenieursverband regelmäßig mit Horror-Zahlen aufwartet, hat man den Ingenieursberuf zum Mangelberuf erster Klasse erklärt und erlaubt Unternehmen jetzt, hochqualifizierte ausländische Fachkräfte einzustellen, zu einem Mindestlohn von 32.500 Euro im Jahr. Früher lag diese Grenze bei 66.000 Euro. Mit Blue Card und europäischer Freizügigkeit sollen Fachkräfte aus Spanien, Griechenland, Rumänien und Bulgarien auf den deutschen Arbeitsmarkt strömen. Deutschland ist stolz darauf, Krisenstaaten zu unterstützen, indem es ihnen Arbeitslose abnimmt.
Offene Stellen ohne Bewerber? Tatsächlich kommen derzeit sechs passende Bewerber auf ein Jobangebot. Provozieren Unternehmer also bewusst ein Überangebot an Fachkräften, um trotz anziehender Konjunktur geringere Löhne zahlen zu können? Die Bewerber von heute sehen sich nicht mehr als Bittsteller. Sie fordern, anstatt schlechte Bedingungen zu akzeptieren, nur um einen Job zu bekommen. Am Ende entpuppt sich der behauptete Fachkräftemangel als Strategie, die sich für Politik und Wirtschaft durchaus lohnen kann.

WISO: Arbeitgeber unterlaufen Mindestlohn (21.07.2014)
Ab 2015 gilt für fast alle Branchen in Deutschland ein Mindestlohn. Bei vielen Firmen, in denen es schon den Mindestlohn gibt, müssen die Arbeitnehmer jedoch unbezahlte Überstunden erbringen.

Monitor: Reform der Lebensversicherungen: Schlechte Karten für Versicherte (10.07.2014)
Wenn Fußball-Deutschland im WM-Rausch mit der Nationalmannschaft fiebert, ist an anderer Stelle höchste Vorsicht geboten. Im Schatten der WM will die Große Koalition im Eiltempo einen Tag vor der Sommerpause das Lebensversicherungsreformgesetz durchboxen. Ein Gesetz, das eigentlich stabile und faire Leistungen für Lebensversicherte garantieren soll. Doch das Gegenteil ist der Fall: Während Versicherte zweistellige Milliardenbeträge verlieren, kommen die Konzerne fast ungeschoren davon.

Panorama: Rente mit 63: Zu früh gefreut (03.07.2014)
Es war ein zentrales Wahlversprechen der SPD im Bundestagswahlkampf: die Rente mit 63 - ein Kampfbegriff für die Rechte von Menschen, die lange und hart arbeiten. Doch das Versprechen, nach 45 Beitragsjahren abschlagsfrei mit 63 in Rente gehen zu können, entpuppt sich jetzt für die meisten Arbeitnehmer als Märchen. Nur zwei Jahrgänge, 1951 und 1952, können tatsächlich mit 63 Jahren in Rente gehen. Alle anderen müssen länger arbeiten - bis zum Alter von 64 oder auch 65, je nach Geburtsjahr.

3sat: Was brauchen Kinder wirklich? (16.06.2014)
Immer mehr Kinder werden schon ab einem Jahr in die Krippe gebracht. Welche Folgen hat das für das Kind - und welche für die Gesellschaft?

Panorama: Sparen am Patienten: Trick der Krankenkassen (12.06.2014)
Rollstühle, Prothesen, Seh- oder Hörhilfen - das alles sind medizinische Hilfsmittel, die Patienten das Leben erleichtern. Darauf haben sie Anspruch, damit ihre Behinderung ausgeglichen wird. So steht es im Sozialgesetzbuch. Da viele dieser Hilfen sehr teuer sind, können die Krankenkassen laut Gesetz den Medizinischen Dienst der Krankenversicherung, kurz MDK, losschicken, um die Notwendigkeit und medizinische Indikation zu überprüfen. Doch Krankenkassen versuchen offenbar zu sparen, indem sie den MDK umgehen und private Gutachter einschalten, in Branchenkreisen "externe Hilfsmittelberater" genannt.

Panorama: Arbeitslosengeld absurd: Hängematte statt Ausbildung (12.06.2014)

Kontraste: Zeitungsausträger unter Druck - Mindestlohn nur für die Schnellsten (05.06.2014)
Das Mindestlohngesetz soll allen Arbeitnehmern einen Stundenlohn von 8,50 Euro garantieren. Doch der Gesetzentwurf von Bundesarbeitsministerin Andrea Nahles hat einen gravierenden Schönheitsfehler: Arbeitgeber können auch weiter nach Leistung bezahlen. Wer die Leistung nicht bringt, muss selbst sehen, wie er trotzdem an seine 8,50 Euro pro Stunde kommt.
Zimmermädchen, Kellner und Taxifahrer – sie und viele andere Beschäftigte der Niedriglohn-Branchen können sich freuen, wenn spätestens ab Anfang 2017 der gesetzliche Mindestlohn greift. 8,50 Euro die Stunde soll dann flächendeckend gelten. Doch das Gesetzesvorhaben, auf das Bundesarbeitsministerin Andrea Nahles sehr stolz ist, hat einen gravierenden Schönheitsfehler: Es ist nämlich weiterhin zulässig, auch Stücklöhne zu zahlen! Auf diese Weise könnten Tausende Zeitungsausträger am Ende trotzdem um ihren Mindestlohn gebracht werden!

Klartext: Kaum Kontrolle? Das Geschäft mit der Obdachlosigkeit (04.06.2014)
Durch den angespannten Wohnungsmarkt wächst auch die Obdachlosigkeit dramatisch. Immer mehr Menschen landen dauerhaft in Notunterkünften. Doch private Betreiber halten oft nicht die ohnehin geringen Mindeststandards an Hygiene und Betreuung ein. Und die für die Aufsicht zuständigen Bezirke kontrollieren kaum.

Frontal 21: Gettoarbeiter im Kampf gegen Bürokraten (27.05.2014)
Zehntausende von früheren Gettoarbeitern kämpfen um eine deutsche Rente. Die Gettorente steht ihnen seit 1997 zu, doch die Deutsche Rentenversicherung hat bis heute tausende Anträge zurückgewiesen.

WISO: Nicht supergeil bei Edeka (26.05.2014)
Alles supertoll bei Edeka, das will der erfolgreiche Edeka-Spot weiß machen. Für viele der 140.000 Mitarbeiter gilt das jedoch nicht. Sie erwartet weniger Lohn für längere Arbeitszeit.

„Fakt ist ...!“: Albtraum Altenpflege - Füttern, Waschen, Kümmern mit der Stoppuhr (26.05.2014)
In deutschen Pflegeheimen werden Menschenrechte verletzt. Das sagt der Sozialverband VdK und will deshalb vor das Bundesverfassungsgericht ziehen. Unhaltbare Zustände in Heimen prangerte zuletzt auch Undercover-Journalist Günter Wallraff an. Er zeigte in seiner Reportage, wie Heiminsassen ruhig gestellt und vernachlässigt werden. Wer ist schuld an der Misere in deutschen Pflegeheimen? Können wir unseren pflegebedürftigen Angehörigen Altenheime überhaupt noch zumuten?

WDR: Wer betrügt, profitiert (19.05.2014)
„Wer betrügt, fliegt“ – mit diesem Slogan hatte die CSU Arbeitseinwanderern gedroht und eine Debatte ausgelöst. Die Sorge der CSU: Aus Bulgarien und Rumänien drohe eine Masseneinwanderung, um das deutsche Sozialsystem auszubeuten.
Aber wer betrügt hier tatsächlich wen? Diese Frage recherchierte story-Autor Sascha Adamek anhand zahlreicher Beispiele polnischer, bulgarischer, rumänischer und spanischer Arbeitnehmer.
Das Team begleitet eine Pflegekraft aus Polen, die für einen Ganztagsjob bei einer Familie in Deutschland 800 Euro brutto erhält - abzüglich 200,-- Euro Steuern und Sozialabgaben in Polen. An die Agentur der Pflegekraft in Polen zahlt die Familie rund 1.300,-- Euro. 500,-- Euro bleiben also bei den Agenturen. Ein Millionengeschäft!
Nicht besser steht es um bulgarische Arbeiter auf deutschen Baustellen. Offiziell allerdings sind alle sogenannte Solo-Unternehmer – das spart der deutschen Baufirma Lohn und Sozialversicherung. Ganz ungeniert räumt ein bekannter Bauunternehmer vor der Kamera ein, auf diese Weise pro Arbeitsstunde gut vier Euro einzusparen.
Auch in der Hotellerie wird der Mindestlohn ausgehebelt. Da zahlten Hotelreinigungsfirmen nur einen Akkordlohn pro Zimmer. Mindestlohn? Fehlanzeige! Der Film deckt mehrere Fälle namhafter Berliner Hotels auf.

NDR: Altenpflege im Akkord (16.05.2014)
Torsten Meier arbeitet seit über 20 Jahren in der ambulanten Pflege. Der 46-jährige Helfer vom Deutschen Roten Kreuz ist Altenpfleger aus Leidenschaft, auch wenn der Job schlecht bezahlt wird und der Zeitdruck ständig zunimmt. Sechs Minuten sind für einen Besuch mit Medikamentengabe vorgesehen, acht Minuten für den Toilettengang. "Für ein persönliches Gespräch mit den vereinsamten Menschen bleibt da keine Zeit", klagt Torsten. Zwei von ihnen sind der Antiquitätenhändler, der nach einem Treppensturz auf Hilfe angewiesen ist, und die 90-jährige ehemalige Kohlenhändlerin, die trotz Diabetes und Arthritis in ihrem Geburtshaus bleiben möchte. NDR Autor Thomas Karp ist mit einem Fernsehteam dabei, wenn Pfleger Torsten im Eiltempo zwischen Patienten, Ärzten, Apotheken und der DRK-Pflegezentrale pendelt.

3sat: Krankenhaus-Report: Wo Medizin Kasse macht (16.05.2014)
"OP-Weltmeister", "Blutige Entlassungen" - die Schlagworte über Deutschlands Kliniken verunsichern Patienten mittlerweile fast täglich. Während sie um ihre Gesundheit bangen, doktern Betriebswirtschaftler und Mediziner am Ideal des profitablen Krankenhauses herum. Mit Einführung der Fallpauschale vor zehn Jahren hat sich eine ganze Philosophie dramatisch gewandelt. "Bei krassen Verteilungskämpfen kommt der Patient nicht vor", konstatiert ein AOK-Vorstand.
Die Dokumentation "Krankenhaus-Report: Wo die Medizin Kasse macht" schickt deutsche Kliniken zur Diagnose und fragt: Ist eine medizinische Maximalversorgung in deutschen Krankenhäusern überhaupt noch machbar? Und: Wer hat an den Krankenbetten das Sagen - die Götter in Weiß oder entscheiden inzwischen die Männer mit den grauen Anzügen und Krawatte?

makro: Die neue Rentenlüge? (16.05.2014)
Zuerst hieß es: "Die Rente ist sicher!" Dann war sie es doch nicht und private Vor-sorge wurde als perfekter Ersatz propagiert. Doch seit die Finanzkrise große Löcher an den Finanzmärkten hinterließ, scheint auch bei Riester und Rürup der Lack ab. Die Renditeversprechen vieler privater Rentenversicherungen platzen. Und selbst bei der betrieblichen Altersvorsorge stellen manche nun fest, dass sie sich unterm Strich nicht unbedingt auszahlt - trotz steuerlicher Begünstigung. Jetzt scheint es auch der Lebensversicherung an den Kragen zu gehen: Die Bundesregierung will die Ausschüttung der Bewertungsreserven an die Versicherten aussetzen. Ein Rettungsprogramm für die Versicherungswirtschaft, doch die Kosten hierfür tragen die Versicherten. Altersvorsorge in Deutschland wird immer unberechenbarer. Das Wirtschaftsmagazin "makro" fragt: Stehen wir vor einer neuen Rentenlüge?

Fakt: Ärzte müssen immer länger praktizieren (13.05.2014)
In den Ballungsgebieten praktizieren viele junge Ärzte. Im ländlichen Raum dagegen fehlen Ärzte, die zudem keine Nachfolger für ihre Praxen finden. Sie arbeiten bis ins hohe Alter.

markt: Gesundheitssystem: Patient Krankenhaus: Flächendeckende Versorgung gefährdet? (12.05.2014)
Laut Krankenhausverband schreibt die Hälfte aller Kliniken in Deutschland rote Zahlen. Deshalb sollen Betten abgebaut werden und nicht mehr alle Kliniken alles machen – Spezialisierung ist gefragt. Aber wer spezialisiert sich auf Bereiche, die nicht einträglich sind? Und was bedeutet der Bettenabbau für die stationäre Versorgung auf dem Land?

Frontal 21: Psycho-Pillen für Kinder (06.05.2014)
Nach dem jahrelangen ADHS-Boom gibt es in Deutschland einen neuen Trend: Kindern, die auffällig sind, Wutanfälle bekommen oder sich langsamer entwickeln, werden jetzt starke Neuroleptika verabreicht.

Westpol: Streit um Hausarzt-Assistentinnen. Kein Geld für die sinnvolle Hilfe? (04.05.2014)
Hausbesuche bedeuten für Hausärzte Stress. Besonders auf dem Land müssen die wenigen Ärzte immer mehr ältere Patienten mit vielen Krankheiten versorgen. Helfen könnten Hausarztassistenten, die die Ärzte entlasten. Doch sie werden in der Regel nicht bezahlt.

Westpol: Eingliederungshilfen für Menschen mit Behinderung. Einmal arm dran - immer arm dran (04.05.2014)
Menschen mit Behinderungen bekommen vielfältige Hilfen zur Eingliederung ins Berufsleben. Die Teilhabe ermöglicht eine menschenwürdige Existenz. Wenn es ihnen allerdings gelingt, sich erfolgreich beruflich zu etablieren, verlangt der Staat von ihnen die gewährten Hilfen in Euro und Cent zurück.

Report Mainz: Kampf um die Durchwahl. Mitarbeiter von Jobcentern sind für ihre Kunden unerreichbar (29.04.2014)
Wer heute arbeitslos oder Hartz IV-Empfänger ist, kann seinen Sachbearbeiter im Jobcenter meist nicht mehr direkt telefonisch erreichen. Die Betroffenen haben nur eine Hotlinenummer. Das haben vor Jahren die Bundesagentur für Arbeit und die Jobcenter so eingeführt und verteidigen diese Praxis bis heute. Dabei haben sich diese Hotlines, so die Recherchen von REPORT MAINZ, in vielen Fällen als wirkungslos, aufwändig und bürokratisch erwiesen. Vor allem viele Hartz IV Empfänger verzweifeln, weil sie in dringenden Fällen keine schnelle Hilfe bekommen. Der Sachbearbeiter, der Bescheid weiß, bleibt unerreichbar. Das führt auch zu mehr Gerichtsverfahren. Als ein Kritiker aber die Durchwahlnummern der Jobcenter ins Netz stellt, geht es plötzlich ganz schnell: Ihm werden Schläge und gleich 500 Klagen auf einmal angedroht.

NDR: Kostenfalle Pflege (07.04.2014)
Zweieinhalb Millionen Deutsche brauchen Pflege, weil sie krank sind oder dement. Für die alten Menschen und ihre Angehörigen eine enorme Belastung - auch finanziell.

Kontraste: Ausgegrenzt und abgeschoben – Klamme Kommunen sparen bei den Schwächsten (24.04.2014)
Auch für Kinder, die blind, taub oder geistig behindert sind, gilt in Deutschland die gesetzliche Schulpflicht. Um erfolgreich am Unterricht teilnehmen zu können, brauchen sie besondere Unterstützung durch so genannte Einzelfallhelfer. Doch deutschlandweit müssen Eltern Jahr für Jahr mit den kommunalen Trägern der Sozialhilfe kämpfen, die aus Kostengründen an den Einzelfallhelfern sparen.

Kontraste: „Wer betrügt, fliegt raus“ – Bulgaren in Berlin (24.04.2014)
„Betrüger aus Rumänien und Bulgarien unterwandern den deutschen Sozialstaat“ – so oder ähnlich lauten dieser Tage viele Schlagzeilen. Doch wer betrügt hier wen? Eine Reportage über Bulgaren auf dem „Berliner Arbeiterstrich“.

Exakt: Sprechen mangelhaft - Schultest nicht bestanden (23.04.2014)
Jedes Jahr im Frühjahr erfahren die Eltern potenzieller Schulanfänger, ob ihr Kind tatsächlich fit für die Schule ist. Doch bei den sogenannten Schuleingangsuntersuchungen machen Kinderärzte seit längerem einen klaren Trend aus: Gerade in puncto Sprache haben Vorschulkinder immer größere Defizite. Im vergangenen Jahr hatten zum Beispiel allein im Landkreis Zwickau 60 Prozent der Jungen Schwierigkeiten beim Sprechen. Viele Kinder werden deshalb erst mit sieben eingeschult.

Kontrovers: Wie Reinigungskräfte ausgebeutet werden (22.04.2014)
Blitzblanke Zimmer, exzellenter Service - in guten Hotels ist alles Hochglanz. Aber wie sieht es hinter der Fassade aus? Da putzen Reinigungskräfte oft für ein paar Euro in der Stunde, werden ausgebeutet und abgezockt. Ein schmutziges Geschäft.

Markt: Erntehelfer für Spargel: Wie fair ist die Bezahlung? (14.04.2014)
Für viele Kunden ist vor allem der Preis bei der Auswahl des Spargels entscheidend – das bekommen die Saisonarbeitskräfte aus Polen und Rumänien zu spüren. markt begleitet Erntehelfer im In- und Ausland und zeigt, unter welchen Bedingungen sie für uns Spargel ernten.

Westpol: Alternativen zur Haft: Führerschein-Entzug und Arbeit als Strafe (13.04.2014)
In NRW sitzen aktuell rund 1.000 Menschen im Gefängnis, weil sie eine Geldstrafe nicht bezahlen konnten. Eine absurde Situation, denn diese so genannten Ersatzfreiheits-Strafen kosten das Land deutlich mehr Geld als es eintreiben wollte. Justizminister Kutschaty schlägt deshalb alternative Bestrafungsmethoden vor. Richter sollen bei kleineren Delikten wie Diebstahl, Schwarzfahren oder Betrug auch den Führerschein entziehen oder gemeinnütziger Arbeit anordnen können. Doch juristisch ist das umstritten.

BR-Fernsehen: Nie wieder arbeiten? Das Grundeinkommen für jeden (07.04.2014)
Geld vom Staat für jeden, das mindestens für das Existenzminimum reicht. Ganz ohne Bedingungen, egal ob bedürftig oder nicht, ob Hartz IV-Empfänger oder Vorstandsvorsitzender, ob Rentner oder Immobilienberater. Das Modell vom Grundeinkommen findet immer mehr prominente Fürsprecher und wird mittlerweile ernsthaft als mögliche Reform des Sozialstaates diskutiert. Zwischen 400 und 1.500 monatlich fordern dabei die verschiedenen Befürworter. In der Schweiz ist bereits eine Volksabstimmung eingeleitet worden. Rund 2.000 wünschen sich dort die Initiatoren. Doch was steckt genau hinter der Idee des Grundeinkommens? Ist es ein Luftschloss oder realisierbarer Fortschritt? Wie soll das alles finanziert werden? Und wie würden sich die Arbeitswelt und das Privatleben verändern? Rainer Maria Jilg hat nach Antworten gesucht, Befürworter und Kritiker getroffen und mit Familien und einzelnen Bürgern gesprochen und gerechnet, wie sich ihr Leben mit dem staatlichen Goldregen verändert. Seine Gesprächspartner sind u. a.:
- Götz W. Werner: Gründer der dm-Drogeriemärkte und Deutschlands prominentester Befürworter des bedingungslosen Grundeinkommens
- Daniel Häni: Initiator der Volksabstimmung "Generation Grundeinkommen" in der Schweiz
- Dr. Verena Di Pasquale: Die 2. Vorsitzende des DGB Bayern ist entschiedene Gegnerin des Grundeinkommens
- Prof. Dr. Karlheinz Ruckriegel: Ökonom und Glücksforscher an der TU Nürnberg

Panorama: Leben im LKW: Wie Trucker ausgebeutet werden (03.04.2014)
Leben auf wenigen Quadratmetern: So sieht der Alltag osteuropäischer LKW-Fahrer aus. Das wollte die EU durch eine Verordnung ändern - doch die Umsetzung scheitert an mangelnden Kontrollen.

WDR: Pflegeheim Monopoly – Wenn der alte Mensch zur Ware wird (10.03.2014)
„Investieren Sie in ein Pflegeheim, 7,25 % Rendite pro Jahr, Einnahmen staatlich garantiert.“ Ein Satz aus einem Werbeprospekt eines Immobilienfonds, und er wirkt wie ein Versprechen aus den Zeiten vor der Finanzkrise. Wie kann man mit Altenheimen so viel Geld machen? Wer sind die Gewinner und wer die Verlierer? Geht das alles am Schluss nicht auf Kosten der Alten, der Kranken und des Pflegepersonals? Demente Senioren als Kapitalanlage?
die story sucht nach den Auswirkungen der Privatisierung von deutschen Altenheimen. Kaum eine Woche, in der nicht irgendwo in Deutschland ein Grundstein für ein privates Heim gelegt wird. Der Bedarf ist gigantisch, die Gewinnmöglichkeiten offenbar auch. Die gefilmte Heim-Reise ist oft heiter, stimmt nachdenklich, führt zu vielen Helden des Alltages, zu Menschen, für die das Heim tatsächlich Heimat geworden ist, die neue Familien bekommen, zu Pflegern, die alles geben und zu wenig kriegen, aber auch zu Menschen, für die Gänge und Aufenthaltsräume ein trostloser Wartesaal auf den Tod sind. Und dann geraten die Autoren tief hinein in einen großen Immobilienskandal, in dem Menschen - Bewohner wie pflegendes Personal - nur Handelsware im Spiel um immer höhere Renditen sind.

Während in Deutschland Pfleger gesucht werden,  gibt es in anderen Ländern zu viele Pflegekräfte. Mit Altenpflegern aus dem Ausland wollen deutsche Heime nun den Pflegenotstand auffangen. Doch funktioniert das? markt hakt nach.

In rund 1,8 Millionen Haushalten werden Kinder nur von einem Elternteil aufgezogen. Meist leben die Kinder bei den Müttern. So dass 90 Prozent aller Alleinerziehenden Frauen sind. Rund ein Drittel aller Alleinerziehenden ist arbeitslos, ein weiteres Drittel zählt zu den Geringverdienern. Einen Vollzeitjob können nur wenige annehmen, oft fehlt es an Kinderbetreuungsplätzen und Ganztagsschulen. Zudem werden Alleinerziehende im Familien-, Steuer- und Sozialrecht systematisch benachteiligt, so eine aktuelle Studie der Bertelsmann Stiftung.

Und wieder geht es um die Rente: Der Arbeitnehmerflügel der CDU möchte Verbesserungen für die Erwerbsminderungsrente durchsetzen, dafür im Gegenzug Abstriche bei der "Rente mit 63", dem Lieblingsprojekt der SPD, machen. Die Erwerbsminderungsrentner, so die Argumentation, seien deutlich bedürftiger.

Noch nie gab es so viele Studenten: Deutschland - das Volk der Dichter und Denker! Doch was passiert, wenn es immer mehr Akademiker gibt, wenn irgendwann einmal jeder studiert? Schon jetzt beklagen die Handwerkskammern zu wenig Nachwuchs.

Die Benachteiligung von Familien in der Rentenversicherung wurde bereits höchstrichterlich festgestellt. Doch die Bundesregierung lehnt eine Unterscheidung von Eltern und Kinderlosen ab

"Betrüger aus Rumänien und Bulgarien unterwandern den deutschen Sozialstaat" – so oder ähnlich lauten dieser Tage viele Schlagzeilen. Doch wer betrügt hier wen? Eine Reportage über Bulgaren auf dem "Berliner Arbeiterstrich"

Berlin muss sparen. Und das schon seit mehr als 20 Jahren. Also wurde das Personal reduziert: von einst 200.000 Mitarbeitern sollen 2016 noch 100.000 übrig sein. Das Problem: die, die dann noch da sind, gehen großteils direkt in die Rente.

Immer weniger junge Berliner wollen zur Polizei: Zu schlecht erscheinen Karrierechancen, dazu kommen hohe Belastungen durch eine dünne Personaldecke und Gehälter, die erheblich unter dem Bundesdurchschnitt liegen. Schon jetzt zeigt die Statistik einen leichten Anstieg der Kriminalität - für die Gewerkschaft Ergebnis des schlechten Zustands der Polizei. Ist das nur das übliche gewerkschaftliche Klagelied - oder wird die innere Sicherheit Berlins auf dem Altar der Sparpolitik geopfert?

Robby und Daniel haben das Down-Syndrom. Vormittags gehen sie in eine ganz normale Schule - das nennt man Inklusion. Doch nach Schulschluss ist auch Schluss mit der Inklusion: Wollen behinderte Kinder in den Hort, müssen die Eltern mehrere Hundert Euro zahlen oder komplizierte Sonderverträge austüfteln.

Jedes Kind hat ein Recht auf Schule. Dennoch werden bereits Grundschulkinder von der Schule ausgeschlossen oder dürfen nur wenige Stunden pro Woche am Unterricht teilnehmen.

Kommunen setzen Land unter Druck

Ehemalige Mitarbeiter berichten

Kontraste: Schwarz-rote Mogelpackung: Wer profitiert von der „Rente mit 63“? (06.02.2014)
Die SPD, so scheint es, hat sich durchgesetzt: Wer 45 Jahre in die Rentenkasse eingezahlt hat, darf künftig schon mit 63 seinen Ruhestand genießen. Doch von der vermeintlichen Wohltat profitieren gerade mal 12.000 Arbeitnehmer im Jahr, und sie gilt auch gerade mal für vier Jahrgänge.

Plusminus: Zu wenig Geld für die Pflege (05.02.2014)
Im Bereich der Pflegeversicherung würden Menschenrechte auch verletzt, weil einfach zu wenig Geld zur Verfügung stehe, kritisiert Armin Lang, der Landesvorsitzende des VdK im Saarland. Das sei ein Skandal. Dabei sei eigentlich genug da. Die private Pflichtversicherung horte derzeit rund 26 Milliarden Euro auf der hohen Kante und jedes Jahr komme weit mehr als ein Milliarde dazu, so Lang. Geld, das für die Pflege fehlt.

Plusminus: Wundliegen – der stille Skandal (05.02.2014)
In Deutschland leiden jährlich mehr als 400.000 Menschen an Dekubitus – Druckgeschwüren, verursacht durch Wundliegen. Geschätzte 2,5 Milliarden Euro müssen die Krankenkassen für die nachträgliche Versorgung der häufig durch Pflegemängel entstandenen medizinischen Komplikationen aufbringen.

Report Mainz: Im Zweifel gegen den Patienten? (04.02.2014)
Immer wieder werden Entscheidungen des medizinischen Dienstes der Krankenversicherung kritisiert. Patienten fühlen sich oftmals ungerecht behandelt, häufig kommt es zu Streitigkeiten zum Beispiel bei der Frage, ob hilfebedürftige Menschen in die richtige Pflegestufe eingestuft werden oder wie lange Krankengeld bezahlt wird. Dabei sind, laut Gesetz, die MDK Gutachter unabhängig von den Krankenkassen. Eine REPORT MAINZ Umfrage über die Zusammensetzung der MDK-Verwaltungsräte lässt daran Zweifel aufkommen. Demnach sind hauptamtliche Kassenmitarbeiter bundesweit in den Verwaltungsräten der medizinischen Dienste vertreten, im Saarland und in Sachsen sogar über 40 Prozent. 

Frontal 21: Dumpinglöhne bei EDEKA (04.02.2014)
Jahr für Jahr macht der Lebensmittelkonzern Millionengewinne, doch das geschieht offenbar auf dem Rücken der Mitarbeiter

Exakt: Lücken im Betreuungssystem der Jugendämter (29.01.2014)
Im Juni 2012 wurden Christin F. und ihr zweijähriger Sohn Kieron-Marcel tot in einem Leipziger Mietshaus gefunden. Die 26-Jährige war an einem Drogencocktail gestorben. Der Junge verdurstete qualvoll neben der Mutter. Das Leben von Christin verlief wie eine Achterbahn: Nach Drogentherapien wurde sie immer wieder rückfällig. Dann lief alles aus dem Ruder. Seit 2003 wurde Christin vom Allgemeinen Sozialdienst des Leipziger Jugendamtes (ASD) betreut. Jahrelang kümmerte sich ein Sozialarbeiter um Christin. Dann wurde der ASD neu strukturiert. Die Folge: Insgesamt acht Betreuer waren innerhalb von 18 Monaten für die junge Mutter zuständig. – Konnte so eine optimale Betreuung von Fällen wie Christin gewährleistet werden? Professor Dr. Manfred Neuffer, von der Hochschule für angewandte Wissenschaften in Hamburg hält diese Organisationsstrukturen wie sie in Leipzig beim ASD vorliegen für problematisch

Report Mainz: Lebensrettung als Lotteriespiel? Warum Rettungsassistenten häufig nicht helfen dürfen (14.01.2014)
Ein Motorradfahrer stürzt. Er schreit vor Schmerzen. Der Rettungsassistent ist schnell vor Ort, ein Schmerzmittel darf er allerdings nicht geben. Kann das neue Notfallsanitätergesetz solche Fälle in Zukunft verhindern?

Frontal 21: Verbieten oder verordnen? – Diskussion um Cannabis-Legalisierung (14.01.2014)
Legalize it! Unter dieser Parole wird weltweit seit Jahrzehnten gefordert, die strafrechtliche Verfolgung von Cannabiskonsum und -anbau aufzuheben - oder wenigstens zu lockern. In Deutschland wird das von vielen Menschen immer noch abgelehnt. Doch nun fordern 120 Strafrechtsprofessoren in einer Resolution die Abgeordneten des Bundestages auf, das Betäubungsmittelgesetz zu überprüfen und bei Bedarf Vorschläge für bessere Regelungen zu unterbreiten. Andere Staaten wie Portugal, Spanien, Holland, die Schweiz, Uruguay, der US-Bundesstaat Colorado und viele andere mehr haben Cannabis längst entkriminalisiert.
In Deutschland dagegen bleibt Cannabis selbst als Medikament verboten. Schmerzpatienten, denen nachweislich nichts anderes mehr hilft und die die teuren Medikamente nicht selbst bezahlen können, werden damit in die Kriminalität getrieben.
Frontal21 über eine internationale Entwicklung, bei der Deutschland weit hinter hinkt.

Frontal 21: Bedrohung durch Zuwanderer? - Propaganda und Wahrheit (14.01.2014)
Seit Jahresbeginn dürfen Rumänen und Bulgaren ohne Beschränkung in Deutschland arbeiten. Wie viele Zuwanderer aus diesen EU-Staaten kommen werden, ist noch unklar, aber die CSU warnt bereits lautstark vor Armutsmigranten, die zu Unrecht deutsche Sozialleistungen abkassieren wollen: „Wer betrügt, der fliegt“. Während tatsächlich in einigen Städten die ersten Brennpunkte entstehen, ist Zuwanderung für Deutschland volkswirtschaftlich notwendig. Denn bis 2025 benötigen die deutsche Wirtschaft und die Sozialversicherungen bis zu 1,5 Millionen qualifizierte Arbeitskräfte aus dem Ausland, rechnet der Deutsche Industrie- und Handelskammertag vor. Frontal21-Reporter waren unterwegs in deutschen Roma-Ghettos, in Rumänien bei Ausreisewilligen sowie bei rumänischen Ärzten in deutschen Krankenhäusern und stellten fest: Die wirkliche Gefahr ist, dass Rumänen und Bulgaren wegbleiben.

Monitor: Zünftig ausgebeutet: Wie Bayern von südosteuropäischen Wanderarbeitern profitiert (09.01.2014)
„Wer betrügt, der fliegt!“ Die schrillen Parolen der CSU verdecken, wie sehr gerade Bayern von Wanderarbeitern aus Bulgarien und Rumänien profitiert. Bayerische Unternehmen sind vorne mit dabei, wenn es um Niedrigstlöhne für Arbeiter aus Südosteuropa geht. Betroffen sind davon auch hochqualifizierte Akademiker, die nur ein Bruchteil von dem verdienen, was ihre deutschen Kollegen erhalten.

WDR: Profit statt Patientenwohl? (06.01.2013)
Längst übernehmen große Klinik-Konzerne wie Rhön, Helios, Sana und Asklepios flächendeckend frühere kommunale oder kirchliche Kliniken und verändern damit die Krankenversorgung grundlegend. Auch Arztpraxen werden aufgekauft und zu profitablen Gesundheitszentren ausgebaut.
Private Zusatzversicherungen sollen zudem für eine bessere stationäre Versorgung gewährleisten – natürlich in den eigenen kommerziellen Kliniken. Das Ziel der großen Klinik-Konzerne: Die Gesundheitsversorgung soll Rendite bringen. Patienten sind „Kunden“, es geht um „Stückkosten“.

Report Mainz: Frauenhäuser weisen immer mehr geschlagene Frauen ab (10.12.2013)
Sie sollen Schutz bieten, wenn geschlagene Frauen nicht mehr wissen, wohin sie flüchten können. Aber die Frauenhäuser in Deutschland müssen pro Jahr rund 9.000 Frauen abweisen. Denn es fehlen die finanziellen Mittel um genügend Plätze zur Verfügung stellen zu können. Bund, Länder und Kommunen schieben sich dafür gegenseitig die Verantwortung zu. Für den Rechtswissenschaftler Joachim Wieland eine unhaltbare Situation. REPORT MAINZ hat zwei Frauen getroffen, die in größter Not abgewiesen wurden und zeigt, welche Schicksale dahinter stecken.

rbb: Jugendämter in Not (02.12.2013)
Eine Metropole wie Berlin, in der es stets soziale Spannungen und viel Armut gibt, braucht einen funktionierenden Kinderschutz. Nachrichten über Misshandlungen, häusliche Gewalt und verwahrloste Kindern gehören in dieser Stadt zum Alltag. Doch die Jugendämter sind längst überfordert. Zu wenige Leute müssen sich um immer mehr Aufgaben kümmern.

defacto: Notstand auf der Intensivstation (01.12.2013)
Patienten auf der Intensivstation befinden sich in einem kritischen Zustand und müssen kontinuierlich überwacht werden. Ein Pfleger sollte maximal zwei Intensivpatienten betreuen, in der Realiät können es aber auch drei Mal so viele sein.

Westpol: Gefährliche Krankentransporte. Liegemietwagen in der Kritik (01.12.2013)
Die sogenannten Liegemietwagen sind eine billige Alternative zum Krankenwagen. Doch für eine medizinische Betreuung sind die Fahrer nicht ausgebildet und die Autos nicht ausgerüstet. Das ist für Patienten eine große Gefahr.

Plusminus: Arm trotz Rente (28.11.2013)
Union und SPD wollen die Rente von langjährig versicherten Geringverdienern künftig aufstocken. Aber schon jetzt kommen viele Betroffene kaum über die Runden.

Monitor: Vom Amt auf die Straße. Wie junge Arbeitslose in die Obdachlosigkeit getrieben werden (07.11.2013)
Sozialverbände schlagen Alarm. Der Grund: Hartz IV-Empfänger, die jünger als 25 Jahre sind, werden vom Jobcenter deutlich härter sanktioniert als ältere Arbeitslose. So droht den Jüngeren schon beim ersten Pflichtverstoß die Kürzung des kompletten Regelsatzes. Zusätzlich kann ihnen auch der Mietzuschuss gestrichen werden, was bei Über-25jährigen verboten ist. Am Ende bleibt vielen jungen Arbeitslosen nur noch der Weg auf die Straße, obwohl Sozialverbände vor zunehmender Jugend-Obdachlosigkeit warnen und Verfassungsrechtler die Regelung für verfassungswidrig halten.

Monitor: Kranke Kassen. Wie CDU und SPD privat Krankenversicherte im Stich lassen (07.11.2013)
Jedes Jahr im November fürchten viele, die privat krankenversichert sind, den Gang zum Briefkasten. Dann teilen die privaten Krankenversicherer ihre zum Teil extremen Beitragssteigerungen mit. So auch in diesem Jahr. Der Grund: Den privaten Kassen laufen die Ausgaben aus dem Ruder. Gesundheitsökonomen warnen: Dem System der Privaten Krankenversicherung droht der Kollaps. Die Leidtragenden sind vor allem ältere Versicherte, die die explodierenden Versicherungsbeiträge nicht mehr bezahlen können. Die Folge: Altersarmut. Geht es nach den Plänen der großen Koalition, dürfte sich daran wenig ändern. Die von der SPD geforderte Bürgerversicherung ist so gut wie vom Tisch: Die Union will am bisherigen System grundsätzlich festhalten.

Plusminus: Armutsfalle private Krankenversicherung (06.11.2013)
Immer mehr Privatversicherte müssen einen Großteil ihrer Rente an ihre private Krankenkasse zahlen. Zum Leben bleibt kaum noch etwas übrig. Gelockt wurden sie mit einer günstigen Einsteigerprämie. Doch die Beiträge stiegen massiv an.

Frontal 21: Häusliche Pflege: Krankenkassen drücken sich um Kosten (05.11.2013)
Millionen Pflegebedürftige werden von Angehörigen zu Hause gepflegt. So wünschen es sich die meisten Menschen, so will es aber auch die Politik. Denn die häusliche Pflege ist preiswerter, entlastet die Pflegekassen. Doch was ist, wenn die pflegenden Angehörigen ausfallen, weil sie krank sind, in den Urlaub fahren wollen oder sich einfach mal einen Abend in der Woche ausruhen möchten?

WISO: Überstunden zum Nulltarif (04.11.2013)
Mitarbeiter von Netto Marken Discount beschweren sich über Überstunden, über ein Arbeitsklima, das krank macht. Die Netto-Mitarbeiter sind extrem unter Druck

Defacto: Dumpinglöhne im Briefgeschäft (03.11.2013)
Während die Politik noch über die Einführung eines Mindestlohns streitet, zeigt ein Blick ins umkämpfte Briefgeschäft, welch haarsträubende Zustände auf dem Arbeitsmarkt herrschen. Geringverdiener sortieren Briefe auf dem Küchentisch und fahren sie im Privatauto aus - für einen Stundenlohn von teilweise unter fünf Euro. Auch die Deutsche Post greift auf externe Dienstleister zurück.

Exakt: Wohnungsnot in mitteldeutschen Großstädten (30.10.2013)
In München ist bezahlbarer Wohnraum rar gesät. Dieses Problem trifft nun aber auch auf Städte wie Magdeburg, Dresden oder Jena zu. Da wird die Wohnung schnell zum Armutsrisiko.

Panorama 3: Roma in Hamburg: Leben in der Armutsfalle (29.10.2013)
Sie sind das Gesicht, wenn in Deutschland über "Armutszuwanderer" gesprochen wird: Roma, die aus ihren Heimatländern im Osten Europas nach Deutschland kommen, auf der Suche nach Arbeit und einer besseren Zukunft für sich und ihre Familien. Bundesinnenminister Hans-Peter Friedrich lässt kaum eine Gelegenheit aus, Migranten aus Rumänien und Bulgarien pauschal als Abkassierer zu brandmarken, die es sich hier in der "sozialen Hängematte" bequem machen wollen.

Report Mainz: Wie die Krankenhauslobby aus Kostengründen bessere Versorgung verhindert (29.10.2013)
Viele Frühchen-Stationen in Deutschland sind unterbesetzt. Mit schlimmen Folgen. Denn für Frühchen können schon kleinste Fehler den Tod bedeuten oder eine lebenslange Behinderung. Um frühgeborenen Kindern solch ein Schicksal zu ersparen, gibt es jetzt eine verbindliche Richtlinie für alle Kliniken. Sie legt Mindestanforderungen für die Frühchenversorgung fest: Von 2017 an soll sich eine Krankenschwester in der Intensivtherapie nur noch um ein Frühchen kümmern müssen – statt wie bisher um bis zu sechs. Außerdem muss ein Teil des Pflegepersonals speziell für die Intensivpflege weitergebildet sein. Doch die Recherchen von REPORT MAINZ zeigen: Die Deutsche Krankenhausgesellschaft macht hinter den Kulissen gegen die Richtlinie mobil – aus Kostengründen. Die Lobbyarbeit der Krankenhäuser scheint sogar Erfolg zu haben: das Bundesgesundheitsministerium will plötzlich eine Regelung für eine Abweichung von den vorgeschriebenen Pflegeschlüsseln prüfen. SPD-Gesundheitspolitiker Karl Lauterbach und Frühgeborenen-Mediziner Prof. Christian Poets üben im Interview mit REPORT MAINZ jetzt scharfe Kritik an der Aufweichung der Richtlinie.

Frontal 21: Enttäuschte Erwartungen. Verluste bei Betriebsrenten (29.10.2013)
Die Rentnerin Lydia Siegfried ist wütend: 47 Jahre war sie berufstätig, hat neben der staatlichen Rentenkasse auch noch in eine Betriebsrente eingezahlt. Doch von der bleibt ihr nach Abzug von Steuern und Sozialabgaben jetzt in Rente gerade mal die Hälfte übrig. So wie sie haben Millionen Beschäftigte seit Jahrtausendbeginn Betriebsrenten über eine sogenannte Entgeltumwandlung abgeschlossen. Die Politik hat von ihnen jahrelang gefordert, für das Alter selbst mehr vorzusorgen. Nun ist die Enttäuschung groß, weil sie deutlich weniger Geld zur Verfügung haben als eingeplant.

WISO: Unbezahlbare private Krankenversicherung (28.10.2013)
Wenn die privat Versicherten älter werden, steigen auch die Beiträge, so lange, bis viele sie nicht mehr bezahlen können. Konsequenz: Arztbesuche und Vorsorge werden vermieden, um Kosten zu sparen.

Westpol: Flucht nach NRW (27.10.2013)
In den vergangenen zwei Jahren hat sich die Zahl der Asylanträge in Deutschland fast verdoppelt, knapp ein Viertel der Menschen lebt in NRW. Westpol über die Folgen einer verfehlten Flüchtlingspolitik.

Westpol: Landärzte unter Druck (27.10.2013)
Der Landarzt ist für alle da! Weil Fachärzte auf dem Land fehlen, muss er Patienten mit vielen unterschiedlichen Krankheiten behandeln. Das wird einigen Landärzten nun zum Verhängnis: Jahrelang sollen sie zu viele Medikamente verschrieben haben, die eigentlich nur Fachärzte ausgeben dürfen. Dabei hatten sie in erster Linie die Patienten im Blick.

Kontraste: Dumpinglöhne im Briefgeschäft (24.10.2013)
Während die Politik noch über die Einführung eines Mindestlohns streitet, zeigt ein Blick ins umkämpfte Briefgeschäft, welch haarsträubende Zustände auf dem Arbeitsmarkt herrschen. Geringverdiener sortieren Briefe auf dem Küchentisch und fahren sie im Privatauto aus - für einen Stundenlohn von teilweise unter 5 Euro. Auch die Deutsche Post greift auf externe Dienstleister zurück.

Fakt: Krankenhäuser von Demenzkranken oft überfordert (22.10.2013)
Rund 1,4 Millionen Deutsche leiden an Demenz, sie verlieren ihre Merkfähigkeit. Nicht nur die Angehörigen, sondern auch die Kliniken können mit der Krankheit häufig nicht umgehen.

WDR: Ich war eine Schlecker-Frau (10.10.2013)
Rosina, Marina und Birgit, alle drei um die fünfzig, schleppen Regale aus einem Kleinlaster in einen Laden - in ihren Laden. Bis Sommer 2012 waren sie Angestellte der Drogeriekette Schlecker. Dann kam die Pleite bei Schlecker und die Frauen stürzten in die Arbeitslosigkeit.

WDR: Stadtteilmütter - Unterwegs im Problemviertel (26.09.2013)
Stadtteilmütter sollen Zugang finden zu Frauen, die wie im Ghetto leben, weil sie kein Deutsch sprechen. Sie helfen in Erziehungs- und Gesundheitsfragen und erklären die deutsche Bürokratie. Sie machen isolierten Frauen Mut, den Schritt nach draußen zu wagen, sich aktiv in die Gesellschaft zu integrieren. Bei ihren Hausbesuchen werben sie um Teilnahme an Deutschkursen - vor allem mit Blick auf die Zukunft der Kinder.


Christine hat ihren Vater nach einem schweren Schlaganfall zu sich genommen. Damit gehört sie zu rund 10 Millionen Deutschen, die einen Pflegefall in der Familie haben. In den nächsten Jahren werden es geschätzt 27 Millionen sein. Als voll berufstätige Frau ist Christine den Spagat zwischen Job und Kinderbetreuung gewohnt. Doch was passiert mit ihrem Leben, wenn nun noch ein Pflegefall dazu kommt?

Westpol: Ausbeutung in der Fleischindustrie (06.10.2013)
Akkordarbeit, Hungerlöhne, undurchsichtige Werkverträge - in nordrhein-westfälischen Fleischbetrieben herrschen häufig katastrophale Arbeitsbedingungen. NRW-Minister Schneider will jetzt den Einsatz der Werkvertragler neu regeln – hilft das?

Westpol: Privat statt Staat: Gekaufte Sicherheit (06.10.2013)
Das Geschäft mit der Sicherheit boomt: In NRW hat sich die Anzahl der privaten Sicherheitsdienste in den vergangenen 13 Jahren verdoppelt. Inzwischen arbeiten dort fast so viele Menschen wie bei der Polizei.

Monitor: Abgerutscht: Altersarmut in deutschen Pflegeheimen (19.09.2013)
Deutschland droht Altersarmut. Was für viele noch ein Zukunftsszenario ist, ist in Pflegeheimen längst Realität. Immer mehr Pflegebedürftige müssen von Sozialhilfe leben, belegen Studien. Dabei hatten Gesundheitsminister von Rot-Grün bis Schwarz-Gelb eine Reform der Pflegeversicherung gefordert - ohne das sich die Lage verbessert hätte. Auch Kanzlerin Merkel sprach im Wahlkampf jetzt von mehr Geld für die Pflege. Was sie nicht sagt: Ihr Gesundheitsminister Daniel Bahr hatte eine umfassende Reform der Pflegeversicherung versprochen. Herausgekommen ist dabei neben mehr Geld für Demenzkranke, der sogenannte "Pflege-Bahr" - ein Geschenk für private Versicherungsunternehmen. Experten warnen, dass die Altersarmut in deutschen Pflegeheimen dadurch nicht bekämpft werden kann.

NDR: Miese Jobs für billiges Fleisch (30.08.2013)
Arbeiten für einen Hungerlohn, Leben in Baracken: Viele Arbeiter aus Osteuropa werden mit falschen Versprechungen nach Deutschland gelockt. Jetzt formiert sich Widerstand.

Plusminus: Werkverträge. Billiglöhne in Deutschland (10.07.2013)
Seit die Arbeitsbedingungen für Leiharbeiter verbessert wurden, nutzen viele Unternehmen ein neues Schlupfloch, um Arbeitnehmer zu Billiglöhnen beschäftigen zu können: sogenannte Werkverträge. Plusminus zeigt Beispiele.

Sie kommen Sie aus Ungarn und anderen osteuropäischen Ländern um bei uns in der Fleischindustrie zu arbeiten. Doch für viele dieser sogenannten Leiharbeiter verwandelt sich ihr Aufenthalt in Deutschland in einen Albtraum: Arbeiten bis zum Umfallen, kaum Lohn und dann auch noch Abgaben für die Unterkunft. Enttäuscht kehren viele in ihre Heimat zurück

Schon lange werden Nordseekrabben nicht in Deutschland gepult, sondern häufig in Marokko. Und die Arbeiterinnen in den afrikanischen Firmen verdienen oft nicht einmal den Mindestlohn.

"Freiwillige" Überstunden zum Nulltarif?

Katastrophale Zustände bei der häuslichen Intensivpflege

In NRW drängen erstmals private Anbieter in die Rettungsdienst-Branche. Rotes Kreuz, Malteser oder Johanniter beklagen Lohndumping bei der neuen Konkurrenz und warnen vor weitreichenden Folgen.

Sie kommen aus Polen oder Ungarn und sorgen dafür, dass alte und pflegebedürftige Menschen in der Schweiz in ihrer gewohnten Umgebung bleiben können. Geschätzte 30.000 Privatpflegerinnen aus Osteuropa arbeiten in der Schweiz. Sie putzen und kochen, waschen Haare oder verbinden auch mal ein Bein.

Die Unabhängigkeit des Medizinischen Dienstes der Krankenversicherung, der Gutachten zu medizinischen Behandlungen erstellt, wird immer wieder angezweifelt – auch von vielen Zuschauern. Ein Insider spricht nun davon, dass von Gutachtern des MDKs erwartet wird, dass sie kassenfreundlich urteilen.

Bis zu 400.000 Pflegekräfte aus Osteuropa arbeiten derzeit in Deutschland, schätzen Experten. Viele von ihnen schwarz. Doch die deutschen Behörden schauen nicht so genau hin.

Rund 150.000 ausländische Pflegekräfte leben und arbeiten in deutschen Haushalten - die meisten kommen aus Polen. Sie pflegen und versorgen alte und kranke Menschen rund um die Uhr - bestellt von verzweifelten Familien, die ihre Angehörigen nicht ins Heim schicken wollen. Das Geschäft boomt: Inzwischen vermitteln hunderte deutscher Agenturen ganz offiziell Pflegekräfte aus dem Ausland - angeblich legal. Doch kaum einer hat je hinter die Kulissen dieses Systems geblickt. MONITOR-Recherchen zeigen jetzt, dass viele Pflegerinnen in Wahrheit für Stundenlöhne von zwei bis drei Euro arbeiten, ohne soziale Absicherung. Denn oft verdienen vor allem die Vermittler in Polen und Deutschland, nicht die Haushaltshilfen. MONITOR zeigt ein ausbeuterisches System, dass Rechtsexperten für eindeutig illegal halten. Doch Kontrollen finden nicht statt, die Pflegekräfte werden allein gelassen. Selbst die deutschen Familien sind ahnungslos, dabei kann das auch für sie gravierende Folgen haben.


Plusminus: Busfahrer: Niedriglohn für Arbeit in Deutschland (05.06.2013)
Die Gründung von Subunternehmen in sogenannten Billiglohnländern ist bei Unternehmen gängige Praxis. Auch die Deutsche Bahn hat einige Strecken im grenzüberschreitenden Busverkehr an eine tschechische Tochterfirma ausgelagert - Lohndumping?

Bei einem schweren Unfall oder einem Herzinfarkt ist schnelle Hilfe unerlässlich. Wie Plusminus recherchiert, kommen Notärzte immer später zum Einsatzort, häufig bleiben Notarztstandorte unbesetzt. Die Patientenversorgung ist in Gefahr

Lange galt der Friseurberuf als äußerst mies bezahlt. 3 € pro Stunde sind im Osten nicht selten. Jetzt soll endlich bundesweit der Mindestlohn kommen. Stufenweise bis 2015 soll es dann 8,50 € für Waschen, Schneiden, Föhnen geben. Doch taugt das Vorhaben für diese Branche oder bedeutet es die absehbare Pleite für viele Salons?

WDR: Unter Lehrern (04.06.2013)
Zehn Nationen, 22 Schüler, darunter Inklusionskinder: So sieht die 6. Klasse einer Hamburger Stadtteilschule aus. Anja Reschke hat erlebt, welche Anforderungen Lehrer meistern müssen.

Wieder weniger Erwerbslose im Mai, der deutsche Arbeitsmarkt trotzt der Krise. Kaum noch Probleme auf dem Arbeitsmarkt - so scheint es. Doch die Realität in den Jobcentern sieht anders aus.

Fast 700.000 Kinder in Deutschland leben mit der Diagnose ADHS, circa die Hälfte von ihnen wird mit Medikamenten wie Ritalin behandelt. Viel zu viele, meinen Experten.

Reinigungskräfte im Klinikum Lippe in Detmold versorgen Patienten. Dafür bekommen sie Putzlohn. Auf den Rücken der Mitarbeiter wird auf mehr Wirtschaftlichkeit gesetzt.

die story begleitet Pflegekräfte der Berliner Charité und dokumentiert eindrucksvoll den Alltag auf den Krankenstationen, wo Patienten immer mehr zur Ware werden.

Sie fliehen aus der Armut, und viele von ihnen landen in der Trostlosigkeit: Verstärkt kommen seit einiger Zeit Zuwanderer aus Bulgarien und Rumänien nach Deutschland, darunter viele Roma. Hier hoffen sie auf ein besseres Leben. Doch die Realität sieht oft anders aus. Sie finden Jobs oft nur auf dem Arbeiterstrich, müssen in heruntergekommenen Häusern in den Problemvierteln der Großstädte leben. Vielen ihrer Nachbarn sind sie ein Dorn im Auge. Längst schlagen Politiker Alarm: unsere Sozialsysteme würden unterwandert, Leistungen erschlichen. Ist das wirklich so? Die "ZDF.reportage" zeichnet den Weg von Armutsflüchtlingen nach, zeigt, wo sie herkommen und wie sie in Deutschland leben.

Die Branche ist bekannt für ihre rauen Sitten. Gebäudereiniger arbeiten hart und immer mehr für weniger Geld. Kein Mindestlohn, keine bezahlten Überstunden, kein Urlaubsgeld und wer den Mund aufmacht fliegt raus.
Es wird gedroht und unter Druck gesetzt. Arbeitgeber unterlaufen in schöner Regelmäßigkeit Tarifverträge. Reinigungskräfte kratzen fast immer am Existenzminimum. Den Reinigungsunternehmen ist das egal. Im Gegenteil es ist Teil ihres Geschäftsmodells. Öffentlich feiern sie sich als Jobmaschine. defacto hat Gebäudereiniger getroffen, die uns von ihren erschreckenden Arbeitsbedingungen berichten. Sie putzen in Hotels, Banken und anderen öffentlichen Gebäude. Sie haben keine Lobby und wissen sich kaum zu wehren. Oft verstehen sie die Zusammenhänge nicht oder verfügen nur über schlechte Deutschkenntnisse. Sie würden nirgendwo anders einen Job finden. Das wissen die Arbeitgeber und nutzen das gezielt aus.

Fast jeder Kunde hat sie schon einmal gesehen: die Regaleinräumer in den Supermärkten. Sie schuften im Akkord. Diese Werkvertragsarbeiter bekommen Niedrigstlöhne für ihre Arbeit und das trotz bestehender Tarifverträge.

Versäumte Termine und abgebrochene Fortbildungen – bei jungen Hartz-IV-Empfängern reichen oft schon geringe Verfehlungen aus, um vom Amt bestraft zu werden. Und so gibt es in der Gruppe der bis 25-Jährigen dreimal so häufig Leistungskürzungen wie bei älteren Hartz-IV-Empfängern. In der Praxis bedeutet das dann: Einmal nicht zum Termin erschienen, zehn Prozent des Geldes gestrichen. Wer eine Maßnahme vorzeitig abbricht, kann zu 100 Prozent sanktioniert werden. Das heißt: Er bekommt gar nichts mehr. Für die Betroffenen beginnt dann ein Leben ohne Bargeld und mit Lebensmittelgutscheinen. So soll der Druck auf die jungen Hartz-IV-Empfänger erhöht werden, damit sie sich endlich wieder um ihre berufliche Zukunft kümmern. Doch bringen solche Erziehungsmaßnahmen wirklich den gewünschten Erfolg? Oder arrangieren sich die jungen Erwachsenen schnell mit dem Abstieg und sind noch demotivierter als zuvor?
=> dazu ergänzend das Interview: Die Jugendlichen brauchen eine Perspektive (15.05.2013
Zu harte Sanktionen führen zur Resignation, meint Frank Tillmann vom Deutschen Jugendinstitut. Die Jugendlichen brauchen seiner Meinung nach einen Vorschuss an Anerkennung.

Sie gehen arbeiten und haben am Ende ihres Arbeitstages noch lange nicht Feierabend: Multi-Jobber. Das sind Menschen, die von einem Job allein die steigenden Lebenshaltungskosten nicht zahlen können.

Altenpflege in Deutschland ist teuer. Deshalb suchen Angehörige, aber auch etliche Rentner selbst, den Ausweg im Ausland, zum Beispiel in einem günstigeren Pflegeheim in der Slowakei oder in Ungarn.

Miese Arbeitsbedingungen: Qualifizierte Pflegekräfte arbeiten lieber in Skandinavien, England oder der Schweiz als in Deutschland. Wie lange kann das noch gut gehen?

Die story-Autoren Katrin Eckert und Lukas Roegler sind nach Nigeria gereist und erzählen die persönlichen Geschichten von Frauen, deren Traum von Europa in deutschen Bordellen endete. Sie sprachen auch mit Polizisten und zeigen, warum der deutsche Rechtsstaat im Kampf gegen den nigerianischen Menschenhandel oft versagt.


Westpol: Ambulante Pflege im Akkord (21.04.2013)
Die Pflegebranche zeigt sich alarmiert: In der ambulanten Pflege fehlt es nicht nur an Geld, sondern vor allem an Zeit. Westpol begleitet einen ambulanten Pflegedienst bei seiner Arbeit im Akkord und fragt: "Was ist uns gute Pflege wert“?

Kontraste-Recherchen ergaben, dass Orthopäden wahrscheinlich bundesweit durch ihre Beteiligung an Physiotherapie-Zentren unerlaubt Kasse machen. Aufgrund der Kontraste-Recherchen stellt jetzt die erste Krankenkasse Anzeige wegen Betrugsverdacht.

Obdachlosigkeit war über Jahrzehnte ein Problem von Männern. Doch in den letzten Jahren landen wegen steigender Mieten und prekärer Arbeitsverhältnisse immer mehr Frauen in der Obdachlosigkeit. Die Heime sind darauf nicht vorbereitet.

35 Jahre lang war die Kita "Klein und stark" in Kreuzberg eine Institution. Doch nun muss sie schließen: die Miete im boomenden Kiez hat sich verdreifacht! Immer mehr, vor allem kleinere Initiativkitas können sich die Mieten in Berliner Innenbezirken nicht mehr leisten. Die Zuschüsse des Senats reichen bei weitem nicht mehr aus. Und Ausweichimmobilien? - längst vom Senat an private Investoren verhökert.
http://www.rbb-online.de/klartext/archiv/klartext_vom_10_04/steigende_mieten_.html

Schlechte Bezahlung, Fachkräftemangel und eine steigende Zahl Hilfsbedürftiger – die Situation in der Pflegebranche ist angespannter denn je. Allein in Sachsen kann schon jetzt jede zehnte Stelle nicht besetzt werden. Für das Jahr 2030 prognostizieren Experten 192.000 offene Vollzeitstellen an deutschen Krankenhäusern. Unhaltbare Zustände für das überlastete Personal. Doch wie bei allen Krisen, gibt es auch hier Gewinner. Agenturen, Zeitarbeitsfirmen und selbstständige Pflegekräfte profitieren kräftig von der momentanen Situation. Eine Entwicklung, die auch zur Folge hat, dass immer mehr Pflegekräfte zwischen immer mehr Krankenhäusern pendeln. Und was bedeutet das in der Praxis für die Qualität der Pflege und damit die Patienten?
Dazu:
In den nächsten 20 Jahren wird das Problem der fehlenden Pflegekräfte noch deutlich zunehmen, meint Professor Heinz Rothgang vom Zentrum für Sozialpolitik der Uni Bremen.

Haben Jugendliche einmal in der Schule den Anschluss verloren und stehen ohne Abschluss da, ist es schwer für sie wieder Fuß zu fassen. Die Chancen auf einen Ausbildungsplatz oder gar eine Arbeitsstelle sind gering. Die Produktionsschule im sächsischen Moritzburg will in solchen Fällen weiterhelfen, um den jungen Leuten wieder eine Perspektive zu geben. Mit einem Mix aus Schule und Praxis sollen sie endlich fit für den Lehrlingsmarkt gemacht werden. Zwei Jahre sollen die Teilnehmer durchhalten. Gelingt ihnen das, bekommen sie einen Praktikumsplatz und damit die Chance auf eine Lehre. Doch vielen, die einmal vom Weg abgekommen sind, fällt es offenbar schwer, einmal etwas von Anfang bis Ende durchzuziehen.

Belgiens Regierung beschwert sich über deutsche Dumpinglöhne. So sei der massenhafte Einsatz von osteuropäischen Billigarbeitern in deutschen Schlachthöfen rechtswidrig

Seit Juli 2009 bekommen Pflegeeinrichtungen Noten vom Pflege-TÜV – angeblich um die Transparenz und damit die Qualität zu verbessern. Doch beim Gesamtergebnis fällt auf: Fast alle Pflegeheime in Deutschland haben die Bestnote. Ein Pflegeparadies? Mitnichten, sagen Angehörige und Pflegekräfte. Selbst gut bewertete Heimleiter gehen auf die Barrikaden: Der Pflege-TÜV halte nicht, was er verspricht. report MÜNCHEN über ein höchst zweifelhaftes System.

Früher versuchten Unternehmen mit Leiharbeitern Arbeitskosten zu sparen. Doch seit es hier einen Mindestlohn gibt und die Regeln für Leiharbeit verschärft wurden, versuchen immer mehr Unternehmen auf anderen Wegen die Löhne nach unten zu drücken. Sie setzen auf Werkverträge. Gewerkschaften fürchten eine neue Lohn-Dumping-Welle und der Gesetzgeber hinkt mit der Regulierung hinterher.

Rund 1.000 Schlecker-Mitarbeiter in Berlin und Brandenburg verloren ihre Arbeit, als die Drogeriekette Schlecker in die Insolvenz ging. Zunächst sollten sie übergangsweise in eine Transfergesellschaft überführt werden, doch daraus wurde nichts.

Die Sprachkenntnisse Berliner Vorschulkinder fallen nach wie vor ziemlich karg aus - so karg, dass viele Kinder offensichtlich noch lange nicht reif sind für die Schule. Gleichzeitig schicken viele Eltern ihre Kinder nur unregelmäßig in die Kita.

«Arme in der reichen Schweiz? Gibt es doch gar nicht!» Würde man meinen! Doch sie sind überall, die modernen Armen. Oft leben sie zurückgezogen und unauffällig, keiner sieht ihnen ihre Armut an, denn arm sein ist tabu, wird gleichgestellt mit Versagen, Faulheit und Randständigkeit.

Alt und arm. Für viele Rentner ist das schon alltäglich. Und es werden immer mehr. 40 Jahre lang hat die Verkäuferin Renate Hoppe in die Rentenkasse eingezahlt. Und doch liegt ihre Rente von 650 Euro nur knapp über dem Sozialhilfeniveau. Weil das vorn und hinten nicht reicht, jobbt sie in Lebensmittelgeschäften: für fünf Euro in der Stunde.
Obwohl sein Rücken schmerzt, schuftet er noch immer täglich auf dem Bau, um seine schmale Rente aufzubessern: Helmut Mooy hat sich nach vier Jahrzehnten körperlicher Arbeit einen ruhigen Lebensabend gewünscht. Das bleibt ein Traum – auch mit 68 Jahren.
Leben mit 850 Euro monatlich
850 Euro hat die Kauffrau Grete Quade monatlich zur Verfügung. Den Löwenanteil verschluckt allein die Miete. Für Konzerte und Theater bleibt nichts übrig. So jobbt sie an der Kasse eines kleinen Theaters – mehr lässt die Gesundheit der 72-Jährigen nicht mehr zu.
Drei Schicksale von sechshunderttausend, deren Rente zum Leben nicht reicht.

Vor zehn Jahren hat der damalige Bundeskanzler Gerhard Schröder die "Agenda 2010" verkündet. Kernpunkt sind die Hartz-IV-Reformen, die Anfang 2005 in Kraft traten. Und nahezu von Anfang an gab es Klagen gegen die Hartz-IV-Bescheide der Jobcenter. Die Zahl der Klagen ist seitdem immer weiter gestiegen.

Abgeschottet im Knast haben Häftlinge nur wenig Gelegenheit, Kontakt zu Familien und Freunden zu halten. Die Firma Telio hat daraus ein lukratives Geschäftsmodell entwickelt.

Wenn der Bundesinnenminister von 'Bulgaren und Rumänen' spricht, liegt nah, wen er meint: Sinti und Roma. Diese Debatte über die sogenannten "Armutsflüchtlinge" aus den beiden Ländern ermutigt nicht nur Rechte, ungeniert über die Minderheit zu schimpfen. Zehntausende von Roma, die in Deutschland leben, verfolgen sie still. Denn die Menschen in ihrer nächsten Umgebung wissen gar nicht, wer sie sind. Aus Angst, erkannt zu werden, verraten sie nicht, dass sie zu der Minderheit gehören. Etliche sind beruflich erfolgreich und entsprechen so gar nicht dem Klischee jener Menschen, die man allesamt für Diebe und Bettler hält.

Eine neue ver.di Studie schlägt Alarm: In rheinland-pfälzischen Kliniken herrscht akuter Personalmangel. Für die Patienten heißt das: OPs müssen verschoben werden, in der Notaufnahme herrscht Stau und die Pflege läuft wie am Fließband. Keine Einzelfälle, so das Ergebnis der Studie.

Erst kommen die Kinder und dann das Karriere-Aus: Viele Frauen gerade auf dem Land entscheiden sich nach der Erziehungsphase für einen so genannten Minijob. Aber das kann sich rächen. Nach einer Scheidung oder dem frühen Tod des Partners droht die Altersarmut.

Der erneute Wintereinbruch in dieser Woche – für viele Lastwagenfahrer eine Katastrophe. Denn Schnee bedeutet Stau und der bedeutet Zeitverlust. Und gerade Zeit haben sie nicht. Viele fahren ständig am Limit und dabei oft auch zu schnell oder viel zu lange.

Die Bundesagentur für Arbeit vermittelt Arbeitslose immer öfter in Zeitarbeit - gut für die Statistik, aber nicht immer gut für die Arbeitssuchenden. Vermittlungsquoten und eine boomende Zeitarbeitsbranche befeuern diese Entwicklung.

Dreißig Mann in einem Schlafsaal, ohne eigene Zahnbürste, ans Bett gefesselt oder vollgepumpt mit Psychopharmaka; ausgeliefert der Willkür von Pflegern und nicht selten auch der von ehemaligen Euthanasieärzten aus der Nazizeit. So vegetierten viele Patienten psychiatrischer Kliniken bis in die 1970er-Jahre vor sich hin. Das Feature dokumentiert den weithin vergessenen Skandal des "Ruhigstellens und Wegsperrens" sowie den Kampf der rheinischen Antipsychiatriebewegung für die Rechte seelisch Kranker. Und fragt, inwiefern heute Personalnot, Kostendruck und die Arbeit der Pharmalobby die Errungenschaften der Psychiatriereform zunichte machen.

Täglich räumte Sonja M. im Supermarkt Regale ein - stundenlang. Die Arbeit war hart, der Verdienst dürftig: 6,50 Euro die Stunde und das ausgerechnet bei der hessischen Supermarktkette Tegut.

Eigentlich soll ein Gesetz Ausbeuterjobs verhindern: Doch viele Osteuropäer arbeiten für einen lächerlichen Lohn und die Hintermänner verdienen. Denn das Gesetz greift ohne Aussagen der Opfer nicht.

Müttern wird die Rückkehr in den Beruf nach der Elternzeit systematisch erschwert: Es fehlt an Kinderbetreuung und an einer familienfreundlichen Unternehmenskultur.

Das Thema "Inklusion" wird in vor allem mit der Schule verbunden. Richtig verstanden ist Inklusion eine gesellschaftliche Herausforderung, die auch vor Betrieben nicht Halt machen soll. WESTPOL hat sich in einem Kölner Supermarkt praktizierte Inklusion angesehen.

Die Situation für manche Kommune spitzt sich zu, NRW-Integrationsminister Schneider fordert ein Sofortprogramm des Bundes. Flüchtlinge aus Bulgarien und Rumänien stellen Städte wie Dortmund und Duisburg vor eine immense Herausforderung. Westpol war in Duisburg bei Migranten, Betreuern und Offiziellen.

Wer jung und gesund ist, wird umworben. Wer alt und krank ist, stört. ZDFzoom über den kranken Wettbewerb der Krankenkassen - auf dem Rücken der Schwächsten.


Monitor: Ausgegrenzt. Wie Roma in Deutschland Diskriminierung erleben (14.03.2013)
Wenn der Bundesinnenminister von 'Bulgaren und Rumänen' spricht, liegt nah, wen er meint: Sinti und Roma. Diese Debatte über die sogenannten "Armutsflüchtlinge" aus den beiden Ländern ermutigt nicht nur Rechte, ungeniert über die Minderheit zu schimpfen. Zehntausende von Roma, die in Deutschland leben, verfolgen sie still. Denn die Menschen in ihrer nächsten Umgebung wissen gar nicht, wer sie sind. Aus Angst, erkannt zu werden, verraten sie nicht, dass sie zu der Minderheit gehören. Etliche sind beruflich erfolgreich und entsprechen so gar nicht dem Klischee jener Menschen, die man allesamt für Diebe und Bettler hält.
Eine neue ver.di Studie schlägt Alarm: In rheinland-pfälzischen Kliniken herrscht akuter Personalmangel. Für die Patienten heißt das: OPs müssen verschoben werden, in der Notaufnahme herrscht Stau und die Pflege läuft wie am Fließband. Keine Einzelfälle, so das Ergebnis der Studie.

Erst kommen die Kinder und dann das Karriere-Aus: Viele Frauen gerade auf dem Land entscheiden sich nach der Erziehungsphase für einen so genannten Minijob. Aber das kann sich rächen. Nach einer Scheidung oder dem frühen Tod des Partners droht die Altersarmut.

Der erneute Wintereinbruch in dieser Woche – für viele Lastwagenfahrer eine Katastrophe. Denn Schnee bedeutet Stau und der bedeutet Zeitverlust. Und gerade Zeit haben sie nicht. Viele fahren ständig am Limit und dabei oft auch zu schnell oder viel zu lange.

Die Bundesagentur für Arbeit vermittelt Arbeitslose immer öfter in Zeitarbeit - gut für die Statistik, aber nicht immer gut für die Arbeitssuchenden. Vermittlungsquoten und eine boomende Zeitarbeitsbranche befeuern diese Entwicklung.

Eigentlich soll ein Gesetz Ausbeuterjobs verhindern: Doch viele Osteuropäer arbeiten für einen lächerlichen Lohn und die Hintermänner verdienen. Denn das Gesetz greift ohne Aussagen der Opfer nicht.

Müttern wird die Rückkehr in den Beruf nach der Elternzeit systematisch erschwert: Es fehlt an Kinderbetreuung und an einer familienfreundlichen Unternehmenskultur.
Das Thema "Inklusion" wird in vor allem mit der Schule verbunden. Richtig verstanden ist Inklusion eine gesellschaftliche Herausforderung, die auch vor Betrieben nicht Halt machen soll. WESTPOL hat sich in einem Kölner Supermarkt praktizierte Inklusion angesehen.

Die Situation für manche Kommune spitzt sich zu, NRW-Integrationsminister Schneider fordert ein Sofortprogramm des Bundes. Flüchtlinge aus Bulgarien und Rumänien stellen Städte wie Dortmund und Duisburg vor eine immense Herausforderung. Westpol war in Duisburg bei Migranten, Betreuern und Offiziellen.

Wer jung und gesund ist, wird umworben. Wer alt und krank ist, stört. ZDFzoom über den kranken Wettbewerb der Krankenkassen - auf dem Rücken der Schwächsten.

In Deutschland dürfen Beschäftigte nicht wegen ihrer Herkunft, ihrer Religion oder ihrer sexuellen Orientierung benachteiligt werden. Es sei denn, der Arbeitgeber heißt Kirche.

Kirsten Laroussi leitet eine Grundschule in Dortmund. Die 49-Jährige macht ihren Job gerne und hat kein Problem damit, mehr Arbeit und Verantwortung zu haben als viele Kollegen. Was sie aber ärgert: auf ihrer Gehaltsabrechnung zahlt sich das nicht aus. Denn Kirsten Laroussi ist nur angestellt. Rund jeder fünfte Lehrer in NRW ist nicht verbeamtet. Sie verdienen bis zu 1.000 Euro weniger als ihre Kollegen. "Gleicher Lohn für gleiche Arbeit", wie es die rot-grüne Landesregierung für andere Bereiche oft fordert, gilt bei Lehrern offenbar nicht. Die Betroffenen fühlen sich als Lehrer zweiter Klasse.

Westpol: Energiearmut (10.02.2013)
Die Debatte um steigende Strompreise wächst sich immer mehr zur sozialen Frage aus. Wer kann sich Strom in Zukunft noch leisten? Für immer mehr einkommensschwache Haushalte wird die Energiewende zum ganz persönlichen Finanzproblem. Ein Hartz IV-Empfänger muss bereits elf Prozent seines verfügbaren Einkommens für Strom aufbringen - Tendenz steigend. Bundesumweltminister Altmeier will die Preisspirale jetzt bremsen. Die Politik diskutiert kontrovers über verschiedene Modelle. Und dabei bilden sich ganz ungewohnte Koalitionen.

Der Hamburger Bauer Media Group verdient mit den 18 Lokalausgaben der "Volksstimme" in Sachsen-Anhalt immer noch gutes Geld, besonders in den Gegenden, in denen die Tageszeitung inzwischen als einzige Regionalzeitung erscheint. Trotzdem gibt es erheblichen Unmut im Unternehmen, denn die Geschäftsführung zwingt die Mitarbeiter offenbar systematisch in schlechtere Verträge und in sogenannte Mini-GmbHs.

Diese Kinder galten bisher als „Störer“ an der Schule: Lernschwache, Schläger, Verhaltensauffällige, aber auch Behinderte. Oft wurden sie einfach abgeschoben in Förderschulen. Damit soll jetzt in Nordrhein-Westfalen Schluss sein. „Inklusion“ heißt das etwas merkwürdig klingende Zauberwort, für die wohl größte Erziehungsrevolution seit langem: Gemeinsamer Unterricht für behinderte wie nicht behinderte Schüler, für Hochbegabte genauso wie für Lernschwache, für Verhaltensauffällige ebenso wie für Blinde und Rollstuhlfahrer. Alles unter einem Dach. Und vor allem die Eltern sollen darüber entscheiden dürfen, ob ihr Kind in die neue Schule geht. Lehrer haben sich im Zweifelsfall zu fügen. story-Reporterin Katharina Wolff begleitet Kinder, die noch vor kurzem als „zu schwierig“ galten für das Regelschulsystem. Ihr neuer Alltag in der „normalen“ Schule ist für viele eine Chance, aber kein Zuckerschlecken. Oft kämpfen sie mit Anfeindungen und Überforderung. Lehrer und Eltern, die wegen der pädagogischen Neuerungen vielfach verwundert, unzufrieden oder untereinander uneins sind, spüren schon jetzt die Grenzen des Inklusions-Experiments – noch bevor es richtig ernst wird.

Jahr für Jahr werden in Nordrhein-Westfalen mehr Kinder und Jugendliche von den Behörden aus ihren Familien geholt. Bei den Jugendämtern gilt die Devise: Lieber einmal mehr eingreifen als einmal zu wenig. Woran liegt das, was sind die Gründe? WESTPOL hat versucht, der Sache auf den Grund zu gehen.

Die Politik hat die Wohnungsnot entdeckt. Von Mietpreisbremsen über Maklerkosten für den Vermieter bis zur Wiedereinführung des Heizkostenzuschusses für Sozialmieter sind die Ideen zahlreich. Dabei hat die Politik den Mangel mitverursacht.

Große Aufregung im Bildungszentrum Hermann Hesse in Frankfurt. Das Zentrum ist eine Rehabilitationseinrichtung für junge Menschen mit Suchtproblemen.

Berlin: Stadt der Kreativen - damit schmückt sich die Hauptstadt gern. Doch etwa 14 Prozent der solo-selbständigen Erfinder, App-Entwicklerinnen und Jung-Unternehmer haben selbst fünf Jahre nach Beginn der Berufstätigkeit keinerlei Vorsorge fürs Alter getroffen. Was kommt da auf die Stadt zu und wie denken die jungen Gründer selbst über ihre Altersversorgung nach?